Wie sinnvoll ist staatliche Hilfe für Bergbahnen?

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Bergbahnen Die St. Galler Regierung hat den beiden Bahnbetreibern im oberen Toggenburg den Tarif erklärt: So lange sie zerstritten sind, gibt es keine Subventionsbeträge. Die Toggenburger Bahnbetreiber sind nicht die einzigen, die auf staatliche Mittel schielen, um investieren zu können. Doch: Welche touristischen Anlagen erhalten Darlehen des Kantons? Nach welchen Kriterien werden sie vergeben? Diese Fragen wirft SVP-Kantonsrat Christopher Chandiramani in einem parlamentarischen Vorstoss auf. Der Joner lässt eine ganze Reihe weiterer Fragen folgen: Behandelt die Regierung Gesuche bestimmter Regionen prioritär? Bevorzugt sie den Sommertourismus? Gibt es im Kanton Bergbahnen und Skilifte in Zahlungsschwierigkeiten? Prüft die Regierung bei diesen eine Stundung oder einen Schuldenerlass?

Schliesslich will Chandiramani von der Regierung ganz grundsätzlich erfahren, wie sinnvoll sie derartige staatliche Subventionierungen erachtet.

Tourismus als wichtige Einnahmequelle

Es ist dies nicht die erste Einfache Anfrage zur Situation der Bergbahnen und zur Entwicklung des Tourismus im Kanton. FDP, SVP, SP und Grüne hatten fast zeitgleich mit dem Entscheid der Regierung, kein Geld für die geplante 6er-Sesselbahn in Wildhaus zu sprechen, einen parlamentarischen Vorstoss eingereicht. «Ausser Landwirtschaft und Tourismus ist im oberen Toggenburg nicht viel möglich», sagte damals FDP-Fraktionschef Beat Tinner (Ausgabe vom 1. September). Und weiter: «Die Kernfrage ist: Wie entwickeln wir die ländlichen Regionen im Kanton. Von einer Strategie dafür habe ich noch nicht viel gesehen.» Die drei Fraktionen wollen von der Regierung denn auch wissen, wie sie die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für das Toggenburg einschätzt. Gleichzeitig wollen sie erfahren, ob die Regierung bereit ist, ihre Tourismusstrategie zu überarbeiten und daraus eine Strategie für die Bergbahnen abzuleiten.

Die Regierung hat die beiden Einfachen Anfragen noch nicht beantwortet. (rw)