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Wie KMU mit Erfolg automatisieren

Der Einsatz moderner Technologien kann KMU Vorteile verschaffen, und er muss nicht teuer sein. So lautet eine Erkenntnis der jüngsten Sonderveranstaltung des Thurgauer Technologieforums.
Martin Sinzig
Zeigten pragmatische Wege zur Automatisierung auf (von links): Michael Rey, Urs Zurbuchen und Simon von Gunten. (Bild: Martin Sinzig)

Zeigten pragmatische Wege zur Automatisierung auf (von links): Michael Rey, Urs Zurbuchen und Simon von Gunten. (Bild: Martin Sinzig)

Wie nutzen Unternehmen künstliche Intelligenz, Sensorik und Robotik, um effizienter, besser und erfolgreicher zu wirtschaften? Sein diesjähriges Schwerpunktthema hat das Thurgauer Technologieforum erneut aufgenommen und an einer Sonderveranstaltung auf KMU fokussiert. Der Thurgauer Technologieforum ist eine Expertenkommission, in der Wirtschaftsverbände und kantonale Behörden zusammenarbeiten, um Wissen zu vermitteln, Impulse zu geben und so den Wirtschaftsstandort zu stärken.

Spezifische Lösungen finden

«Wir müssen als KMU automatisieren, schon allein wegen des wirtschaftlichen Drucks», machte Urs Zurbuchen, Geschäftsleiter der gastgebenden Zurbuchen AG, deutlich. Die Möbelproduzentin, die in Amlikon mit 35 Mitarbeitenden Kunden aus der ganzen Schweiz bedient, vermittelte 70 interessierten Besuchern Einblicke in den Betrieb, der sich zwischen handwerklicher Einzelanfertigung einerseits und industrieller Serienproduktion andererseits bewegt.

Solche Automatisierungslösungen müssten in jedem Betrieb spezifisch angegangen werden, präzisierte Zurbuchen und zeigte drei Ansätze auf. Bei grossen Stückzahlen und geringer Komplexität werden Möbelteile beispielsweise in einem CNC-Bearbeitungscenter verarbeitet. Auch Prozessschritte rund um die Oberflächenbehandlung oder um die Kantenverleimung wurden erfolgreich automatisiert.

Pumpen werden ferngesteuert

Automatisierungslösungen entwickelt und implementiert die Sirnacher Rey Automation AG, eine familiengeführte Technologiefirma, die mit 60 Mitarbeitenden Kunden weltweit bedient. Anlagen seien auch für kleinere Betriebe und für relativ geringes Geld realisierbar, betonte CEO Michael Rey.

Ein Pumpenhersteller suchte zum Beispiel eine kostengünstige Lösung für die Fernwartung und -steuerung von Wasserpumpen. Es galt, die passenden Technologien zu finden und ein cloud-basiertes Portal für die Abrechnung aufzubauen. Dieses System ist laut Rey mittlerweile bei vielen Gemeinden im Einsatz. Ein weiteres Praxisbeispiel war die Entwicklung eines Prüfstands für ein Trampolin, wobei es hier galt, variierende Sprungwinkel und Lasten technisch umzusetzen.

Roboter schleift Holzschuhe

Wie selbst Kleinbetriebe Schlüsselprozesse sinnvoll automatisieren können, schilderte Simon von Gunten, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für digitale Bau- und Holzwirtschaft an der Berner Fachhochschule in Biel. Realisiert wurde eine Roboter-basierende Bearbeitung von Holzschuhen. Monotone Schleifarbeiten wurden automatisiert, Mitarbeitende entlastet und die Stückzahlen bei hochpräziser Fertigung markant gesteigert. Ein weiteres erfolgreiches Projekt war die CNC-Bearbeitung von Strukturteilen für eine Möbelproduzentin. Darüber hinaus erforscht das Institut den robotergestützten Bau komplexer Tragstrukturen aus Holz.

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