Widnau gewinnt zum vierten Mal in Folge ohne Gegentor

Dank Daniele Lamortes Tor in der 55. Minute und einem von Julian Schatzmann gehaltenen Penalty gewinnt Widnau gegen Seuzach 1:0.

Remo Zollinger
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Widnaus Torschütze Daniele Lamorte (links) zeigte auch abgesehen vom Tor ein starkes Spiel.

Widnaus Torschütze Daniele Lamorte (links) zeigte auch abgesehen vom Tor ein starkes Spiel.

Bild: rez

Es war keine Galavorstellung, die Widnau den vielen Zuschauern zeigte. Besonders nicht in der ersten Halbzeit, die fast ereignislos über die Bühne ging. Es waren zähe erste 45 Minuten. Nach der Pause erhöhte Widnau die Schlagzahl aber, kam zu guten Chancen und zum einzigen Tor. Der Widnauer Sieg war verdient, sowohl gemessen am Ballbesitz wie auch an den Torchancen waren die Rheintaler schlicht besser.

Das Tor gelang mit Daniele Lamorte einem Spieler, der sich auf der rechten Seite als wahrer Aktivposten erwies. Immer wieder war er auf dem Flügel unterwegs, er ging weite Wege und belohnte sich mit dem 1:0. Es fiel in der 55. Minute, und Lamorte musste es sich erkämpfen. Er blieb gegen seinen Bewacher standhaft, setzte sich stark durch und schob den Ball an Popp vorbei ins Tor.

Die zweite entscheidende Szene ereignete sich zehn Minuten nach Widnaus Führungstor. Timo Faleschini ging im Sechzehner zu ungestüm in einen Zweikampf, der Schiedsrichter entschied auf Penalty. Seuzachs Auer nahm zwei Schritte Anlauf, schoss, und scheiterte an Julian Schatzmann im Widnauer Tor. Dies war Seuzachs gefährlichste Aktion, allerdings wurde es ge­gen Ende doch noch ein paar Mal brenzlig im Widnauer Strafraum. Ein Tor gelang den Gästen aber nicht.

Es wären deutlich mehr Tore möglich gewesen

Während Widnaus Abwehr gute Arbeit verrichtete, ist die der Stürmer zweischneidig zu beurteilen: Einerseits erarbeiteten sie sich in der zweiten Halbzeit eine Menge Chancen, andererseits vergaben sie diese teils etwas gar fahrlässig.

Dennoch waren die Offensivkräfte gut. Etwa Noah Thönig, der von links herein zog und seinen präzisen Abschluss gerade noch von Popp abgewehrt sah (52.). Oder Lars Ivanusa, der ein enormes Laufpensum verrichtete und fast mit einer abgerissenen Flanke traf (59.). Auch Ceyhan Tüccar, der im Mittelfeld spielte, zeigte seine Qualitäten mit einer feinen, aber nicht von Torerfolg gekrönten Einzelaktion (80.). Drei Minuten danach spielten Lässer und Tüccar ei­nen Doppelpass, doch auch Lässer scheiterte an Popp. Die letzte Möglichkeit hatte nochmals Lamorte, der nach einer Hereingabe Samuel Thönigs und einem Gewirr im Strafraum aus kür­zester Distanz scheiterte. Weil die Schlussoffensive der Gäste nichts einbrachte, blieb es beim 1:0, dem vierten Widnauer Zu-Null-Sieg in Folge. Damit hat der FCW in der Rangliste schon ordentlich Luft gegen unten und kann sich definitiv nach vorn orientieren.

2. Liga inter, Gruppe 6

Widnau – Seuzach 1:0 (0:0)

Aegeten – 580 Zuschauer – SR: Jovic.

Tor: 55. D. Lamorte.

Widnau: Schatzmann; Faleschini, Aggeler, Ivic, Hutter; Liechti; D. Lamorte (92. Lufi), Tüccar (88. S. Thönig), Lässer, N. Thönig (76. D’Amico); Ivanusa (60. Varano).

Seuzach: Popp, Lötscher (72. Ulmann), Weibel, Schiendorfer, Russo, Kradolfer, Celebi (85. Di Nucci), Müller, Dekhili (80. Vögele), Türkmen, Auer (91. Banao).

Gelbe Karten: 11. Russo (Foul), 19. Dekhili (Hands), 47. Hutter (Foul).