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Widerstand gegen neues Asylzentrum

WALZENHAUSEN. Ab 2017 soll der «Sonneblick» in Walzenhausen für mindestens zehn Jahre als Durchgangszentrum für 120 Asylsuchende dienen. Am 17. März informierte der Ausserrhoder Landammann Matthias Weishaupt an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz über die Pläne des Kantons.

WALZENHAUSEN. Ab 2017 soll der «Sonneblick» in Walzenhausen für mindestens zehn Jahre als Durchgangszentrum für 120 Asylsuchende dienen. Am 17. März informierte der Ausserrhoder Landammann Matthias Weishaupt an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz über die Pläne des Kantons. Jetzt regt sich im Dorf Widerstand.

Vorwürfe und Kritik

Gestern verschickte ein neugegründetes «Komitee Anwohner Sonneblick» eine Mitteilung, in der das Vorgehen des Kantons scharf kritisiert wird. «Als Nachbarn und Anwohner des geplanten Asylzentrums fühlen wir uns hintergangen und überfallen», heisst es darin. Man sei in das Projekt nicht einbezogen worden und habe von den Plänen erst aus den Medien erfahren. «Wir verstehen, dass angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation nach Lösungen gesucht werden muss und die Stiftung Sonneblick mit ihrem humanitären Hintergrund hier Hand bieten will. Dieses Engagement können wir nachvollziehen, solange die Flüchtlingssituation prekär ist, jedoch nicht für die angekündigten zehn Jahre», teilt das Komitee mit.

Die Vorwürfe richten sich auch gegen die Stiftung Sonneblick: «Das Ausbleiben jeglicher Information und Kommunikation legt die Vermutung nahe, dass sich die Institution Sonneblick unter dem Deckmantel der Flüchtlingshilfe über zehn Jahre sanieren will.» Das Komitee verweist dabei auf eine Aussage von Stiftungspräsident Fredi Züst. Dieser hatte in einem Interview eingeräumt, dass auch finanzielle Gründe die Stiftung dazu bewogen hätten, mit dem Kanton einen Vertrag abzuschliessen.

Unterschriftensammlung

Mit einer Unterschriftensammlung will das Komitee den Kanton und die Stiftung nun dazu bringen, die Pläne zu überdenken. Gefordert wird «eine kurze, vernünftige Dauer für das Asylzentrum und eine massive Reduktion der Personenanzahl».

Die Stiftung Sonneblick betreibt die Gebäude derzeit als Gasthäuser mit sozialer Zielsetzung. Unter anderem werden dort Ferien für Menschen mit Behinderungen und ihre Betreuungspersonen angeboten. (ar)

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