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WETTERPECH: Regen, zehn Grad und Schnee bis gegen 1000 Meter: Eisheilige verderben Ostschweizer Badi-Auftakt

In vielen Ostschweizer Frei- und Strandbädern beginnt an Auffahrt oder am kommenden Samstag die Badesaison. Doch wegen der Eisheiligen drohen die Badi-Eröffnungen ins Wasser zu fallen. In mindestens einer Badi trotzt man jedoch dem Wetter und eröffnet – Regen hin oder her.
Stephanie Martina
Wenn das Wetter nicht mitspielt: Wolken und Regen - im Bild das Thuner Schwimmbad - halten die Menschen von den Badis fern. (Bild: PETER SCHNEIDER (KEYSTONE))

Wenn das Wetter nicht mitspielt: Wolken und Regen - im Bild das Thuner Schwimmbad - halten die Menschen von den Badis fern. (Bild: PETER SCHNEIDER (KEYSTONE))

Petrus ist ein Spielverderber. Genau an Auffahrt, wenn viele Ostschweizer Badis ihre Tore erstmals öffnen wollen, lässt er es regnen und sorgt für Temperaturen, welche die Lust auf eine Abkühlung verfliegen lassen. Noch bevor die Badisaison richtig beginnen konnte, macht Petrus den Frei- und Strandbädern also einen Strich durch die Rechnung.

In Goldach lässt man sich den Badi-Auftakt von den schlechten Wetteraussichten aber nicht vermiesen. Das Strandbad gehört zu jenen Ostschweizer Freibädern, die an Auffahrt öffnen – Regen hin oder her. "Das ist ein Gebot", sagt Bademeister Boris Schneider. "Unsere hartgesottenen Stammgäste wollen am ersten Baditag ihr Saisonabo lösen, ihre Mietkästchen beziehen und ihren Sonnenschirm darin verstauen."

Eröffnungsdatum steht sein Monaten fest

In seinen acht Jahren als Goldacher Bademeister habe er es noch nie erlebt, dass für den Eröffnungstag Regen angesagt war, erzählt Schneider. "In meinem zweiten Jahr hier regnete es während der Sommerferien zwei Wochen lang, aber an der Eröffnung war es bisher immer trocken." Doch weil das Eröffnungsdatum seit Februar feststehe und man die vergangenen zwei Monate mit den Vorbereitungen beschäftigt gewesen sei, habe man ihn jetzt nicht einfach mir nichts, dir nichts verschieben können und wollen.

Trotz dieses "Misch-Masch-Wetters", wie Schneider es nennt, hofft er jedoch, dass es manche aus Neugier in die Badi ziehen wird. "Unsere Stammkunden wollen bestimmt sehen, was es Neues gibt. Wir haben unter anderem unser Schwimmbecken mit neuer Folie verkleidet, in einen zweiten Pavillon mit Lounge und einen neuen Tschüttelikasten investiert. Zudem hat einiges einen neuen Anstrich erhalten und unser Restaurant einen neuen Pächter", sagt Schneider.

Kein Badewetter in Sicht

Die Kaltfront, die an Auffahrt über die Schweiz zieht, lässt also den Badistart wortwörtlich ins Wasser fallen. Doch auch jenen Bädern, die ihren Saisonauftakt für Samstag geplant hatten, ergeht es nicht besser. Denn vorerst ist laut Stefan Scherrer, Meteorologe bei Meteonews, kein Badewetter in Sicht. "Zwar wird es am Freitag und am Samstag mit rund 20 Grad wieder etwas wärmer, allerdings ist der Himmel am Freitag zunächst wolkenverhangen. Die Sonne zeigt sich erst am Nachmittag. Der Samstag beginnt freundlich, im Laufe des Tages wird es jedoch gewittrig."

Wo verbringen Sie den Ostschweizer Sommer? Vielleicht mal nicht in Ihrer Stammbadi? Unsere interaktive Karte bietet eine Übersicht über die Frei- und Strandbäder in der Region.

Fehlt Ihre Stammbadi auf der Karte? Schreiben Sie uns an: online@tagblatt.ch

Kaltfront im Anzug

Während sich Abgehärtete an diesen Tagen vielleicht noch in die Badi wagen, dürfte es am Sonntag niemanden ins Freibad ziehen. Scherrer prognostiziert bereits die nächste Kaltfront. Diese bringt im Flachland Höchstwerte von zehn Grad und lässt die Schneefallgrenze gegen 1000 Meter sinken. Die Badi am Schönenbodensee in Wildhaus wird damit wohl vorerst wieder unter einer Schneedecke verschwinden.

"Das ist nichts Aussergewöhnliches. Mitte Mai bremsen die sogenannten Eisheiligen den Frühling vielfach durch einen Kälteinbruch aus", sagt Meteorologe Scherrer. Kalendarisch liegen die Eisheiligen dieses Jahr zwischen dem 11. und dem 15. Mai – und überschneiden sich somit mit dem Saisonstart vieler Ostschweizer Freibäder. Doch auch wenn das Badiwetter gemäss Meteonews bis mindestens am kommenden Dienstag auf sich warten lässt, nimmt man es am Goldacher Ufer des Bodensees locker. Für Bademeister Boris Schneider jedenfalls scheint das Glas halbvoll: "Es ist doch auch schön, wenn wir den Saisonstart etwas ruhiger angehen können – der Sommer ist noch lang."

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