Interview

Werner Binotto am Ende seiner Berufslaufbahn: «Man ist als kantonaler Bauherr ständig mit einem Fuss in der Vorhölle»

Der St.Galler Kantonsbaumeister Werner Binotto im Interview über grosse Würfe, lästige Querdenker und übermässige Vorschriften in der Architektur.

Marcel Elsener und Christoph Zweili
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Werner Binotto: «Ich bin zu einem Skeptiker des öffentlichen Beschaffungswesens geworden.»

Werner Binotto: «Ich bin zu einem Skeptiker des öffentlichen Beschaffungswesens geworden.»

Keystone/Gian Ehrenzeller

Werner Binotto, Sie haben in den letzten Wochen noch an den Wettbewerben Bibliothek, Universitätserweiterung Platztor und Campus Wattwil gearbeitet?

Diese Wettbewerbe haben mir keine grosse Arbeit mehr gemacht. Meinen Mitarbeitern hingegen schon. Normalerweise bin ich dann bei der Jurierung wieder dabei. Auf Grund der Corona-Pandemie verschieben sich diese Termine jedoch nach hinten. Es ist daher offen, ob ich dann noch dabei bin.

Bei der Bibliothek gibt es einen selektiven Wettbewerb. Wie steht es bei den andern zwei?

Das sind offene, einstufige Projektwettbewerbe. Der Kanton und die Stadt St.Gallen machen überwiegend offene Wettbewerbe, weil diese die Tradition der Schweizer Architekturkultur begründen. Viele internationale bekannte Schweizer Büros wie Herzog & De Meuron, Staufer/Hasler oder Gigon/Guyer sind über solche offenen Verfahren bekannt geworden. Sie sind die Chance für junge Architekten, an gute anspruchsvolle Aufgaben zu gelangen.

Steht der Staat in der Pflicht, junge Architekten zu fördern?

Ja, steht er. Es gibt jedoch zunehmend auch private Bauherren, die solche Wettbewerbe ausschreiben. Eigentlich müssten beide Interesse an einer vitalen Planerbranche haben. Der Nachwuchs ist die Zukunft, weil es in der Natur der Sache liegt, dass arrivierte Architekten und Spezialisten früher oder später aufhören.

Ausserdem muss eine Gesellschaft, wenn sie eine inspirierte Kultur haben will, auf lästige Querdenker setzen.

Ob jung oder alt: Sie sind der Stachel im Fleisch, sie halten lebendig. Man muss diese kritische Masse pflegen. Gerade in der Provinz.

Ist der Kanton St.Gallen tatsächlich bekannt für seine Querdenker-Architektur?

Ja und nein. Es gibt eine jüngere Vergangenheit in der die Ostschweiz das war. Es wird für die Architekturszene allerdings zunehmend schwieriger. Architektur, Städtebau und das Bauen im Allgemeinen sind nur scheinbar ein Thema in der Öffentlichkeit. Vieles entwickelt man nebenbei und oft im Verborgenen.

Das müssen Sie uns erklären.

Low Tech in Holz: Das Landwirtschaftliche Zentrum in Salez.

Low Tech in Holz: Das Landwirtschaftliche Zentrum in Salez.

Hanspeter Schiess

Ein Beispiel ist der Neubau des Landwirtschaftlichen Zentrums in Salez. Dort haben wir als Pilotprojekt alternative Lösungsansätze in Bezug auf Ökologie und Nachhaltigkeit umsetzen können. Die Regierung und das Kantonsparlament haben diesen Low-Tech-Pilot unterstützt – aus ökologischen und baubiologischen Gründen. Uns ging es aber auch um die Langlebigkeit von Gebäudestrukturen, die sich mit möglichst minimalem Aufwand betreiben lassen. Das Projekt hat sich heimlich im Kielwasser ökonomischer Aspekte entwickelt.

Werden Sie nach der Pensionierung wieder vermehrt als Architekt und Juror tätig sein?

Ich habe nie damit aufgehört. Bei meiner Anstellung hatte die Regierung die Bedingung, dass ich das aus Gründen von Interessenkonflikten nicht im Kanton St.Gallen machen könne. Heute bin ich mehrheitlich in Vorarlberg, im süddeutschen Raum und in Tirol als Jurymitglied und Gutachter tätig. Das wird jetzt noch einige Zeit anhalten, aber in den nächsten Jahren wohl eher abnehmen. Für mich waren diese Tätigkeiten immer auch Weiterbildung, um zu sehen, wie sich die Wettbewerbskultur im benachbarten Ausland entwickelt. In der Schweiz sind wir sehr formalistisch. Im Ausland geht man etwas entspannter ans Werk.

Und dafür korruptionsanfälliger?

Nein, ganz sicher nicht. Aber die aktuellen Compliance-Kulturen sind schon grenzwertig.

Es herrscht zunehmend ein Klima,
in dem man mit dieser Skepsis
bereits verdächtig ist.

In den letzten knapp 35 Jahren, in denen ich als Kantonsbaumeister und freischaffender Architekt in mehr als 200 Wettbewerbe involviert war, ist mir kein einziger korrupter Fall begegnet. Nie!

Warum sagen Sie dennoch, dass Sie am Ende Ihrer Berufslaufbahn als korrupt dastehen werden?

Weil es völlig überrissen ist, was wir heute tun. Als öffentliche Person stehe ich doch heute unter Generalverdacht, dass etwas krumm läuft. Wenn wir mit jemandem essen gehen, lassen wir uns bereits bestechen, ausser es bleibt bei einer Bratwurst.

Woher kommt dieses geschürte Misstrauen?

Man traut offenbar der Verwaltung nicht und strebt deshalb eine absolute Transparenz an. Wir arbeiten alle an der Perfektionierung der Gesetze, der Normen, der Ästhetik … an der vierten Kommastelle. Und verlieren dabei das Mass der Angemessenheit aus den Augen. Letztlich nicht zu Gunsten der Region und des Kantons. Mit dieser Kultur kann der traditionelle Filz, den es in jedem Ort gibt, kaum ausgeschaltet werden. Es stellt sich vielmehr die Frage, wo die Korruption beginnt und was eine intakte Dorfgemeinschaft ist.

Sie waren 14 Jahre lang diesen Vorwürfen ausgesetzt: Was macht das mit Ihnen als Person?

Ich bin zu einem grossen Skeptiker des öffentlichen Beschaffungswesens geworden. Es ist inzwischen extrem formalistisch und technokratisch. Es ist ein Gesetz, das davon ausgeht, dass einer der beiden Partner am Tisch nicht fair ist – und zwar die öffentliche Hand. Das färbt ab – auf mich und mein Amt. Zum einen beschäftigen uns der Formalismus und die eng gesetzten Rahmen enorm, zum anderen bin ich dauernd mit internen Abmahnungen konfrontiert, weil das und das nicht geht. Man ist als kantonaler Bauherr ständig mit einem Fuss in der Vorhölle. Die Quintessenz: Wir machen heute Ausschreibungen nicht mehr, um ein gutes Produkt zu erhalten, sondern, um den Rechtsstreit zu gewinnen, der auf Grund einer möglichen Einsprache stattfinden könnte. Nicht mehr die Bau- und Handwerkskultur steht im Zentrum, sondern die formal-juristische Sicherheit.

Wie viele Bauten haben Sie beeinflusst?

Eine spannende architektonische Aufgabe: Das Bundesverwaltungsgericht als Ort, wo der Bürger dem Staat begegnet.

Eine spannende architektonische Aufgabe: Das Bundesverwaltungsgericht als Ort, wo der Bürger dem Staat begegnet. 

Ralph Ribi

Einige Bauten, wie die Fachhochschule, das Bundesverwaltungsgericht, die Sanierung der Uni oder die Lokremise waren bei meinem Amtsantritt bereits aufgegleist. Mein Einfluss beschränkte sich also auf die Umsetzung und die Abwicklung. Dann waren da die ganzen Wettbewerbe der grösseren Bauten wie das Forschungszentrum Rapperswil, das neue Landwirtschaftliche Zentrum in Salez, die Kantonsschule Heerbrugg usw. Am meisten aber haben mich die vielen kleinen Bauten und Baustellen beschäftigt. Pro Jahr hat das Hochbauamt rund 150 laufende Projekte. Ich habe nicht alle eng begleitet, aber es waren wohl mehrere Hundert.

Und über welche freuen Sie sich?

Über das Bundesverwaltungsgericht – den Anspruch, den Ort zu schaffen, wo der Bürger dem Staat begegnet. Das Zweite ist das Landwirtschaftszentrum Salez – dort ging es, wie bereits erwähnt, um einen alternativen Baustandard. Früher gingen wir davon aus, dass die Gebäude alle 50 Jahre eine grosse Sanierung brauchen, heute gehen wir von 30 Jahren aus. Die Lebenszyklen werden also praktisch halbiert. Heute gilt: Je höher ein Gebäude ausgestattet ist, desto kurzlebiger ist es. Mit Salez wollten wir den aktuellen Marktzwängen entkommen und ein Gebäude entwickeln, dass ohne Gebäudesteuerungen auf dem Stand der frühen 1970er-Jahre ist.

Die Lüftung von Salez als Beispiel für künftige Bauten?

Wie in den 1970er-Jahren: Kurbel für die Luftklappen im Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez.

Wie in den 1970er-Jahren: Kurbel für die Luftklappen im Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez.

Hanspeter Schiess

Ja, wir streben in unseren Wettbewerben einen Katalog von ökologischen Massnahmen an. So wollen wir wenn möglich hohe Räume und Nachtauskühlungen mit Luftklappen. Und wir brauchen für frische Aussenluft weiche, wasserdurchlässige Umgebungen statt Asphaltierungen und versiegelte Böden. Ein einziger, alter Baum kann täglich bis zu einer Tonne Wasser abgeben. Darum fühlen wir uns in einer Gartenwirtschaft unter Bäumen so viel besser als unter Sonnenschirmen.

Architekten sind nicht gerade als Baumfreunde bekannt.

Das Problem ist: Die Architektur hat sich in den letzten 50, 60 Jahren total aufs Objekt fokussiert. Die Bauwirtschaft setzte alles daran, Gebäude hocheffizient abzudichten. Wie ein U-Boot oder ein Raumschiff. Die Aufgabe der nächsten 100 Jahre ist deshalb nicht mehr allein das Haus, sondern der Aussenraum, der Dialog zwischen Drinnen und Draussen.

Abgesehen von der Ökologie, wo im Bauwesen ist der Kanton zukunftsweisend?

Beim Immobilienmanagement. Entscheidend war zuerst die Immobilienstrategie: Jetzt wissen wir, was wir haben und was es wert ist. In der Folge gab es Beschlüsse, künftig mindestens die Hälfte der Gelder lieber in Sanierungen und Unterhalt zu investieren statt immer neu zu bauen. Ebenfalls positiv ist das neue Kreditwesen: Dass wir Standort und Aufgabe definieren und erst dann das Budget abholen. Der nächste Schritt wäre es, das Volk nicht über das Gebäude, sondern über das Bedürfnis abstimmen zu lassen.

Wie meinen Sie das?

Angenommen, ein Schulhaus sollte saniert werden, sagen wir für 25 Millionen. Der Betrieb mit allem Drum und Dran für die folgenden 35 Jahre bis zur nächsten Sanierung benötigte 250 Millionen, gemäss dem gängigen Verhältnis von 1:10 Baukosten zu Betrieb. Also lautet die Frage:

Brauchen wir das Schulhaus
und für was und wie lange?

Folglich müsste man über 250 Millionen abstimmen. Dann erscheint eine nachhaltige Bauweise mit guten Materialien, entsprechenden Konstruktionen und einer hochwertigen Architektur in einem ganz anderen Zusammenhang. Es gäbe ein anderes Bewusstsein für den Umgang mit Gebäuden.

Sie sagten einmal, die Antwort auf Verdichtung sei Verantwortung. Und die Gewinne dürften nicht nur den Investoren, sondern auch den Gemeinden zu Gute kommen.

Die Mehrwertabschöpfung müsste zweckgebunden in die Entwicklung der Ortschaften fliessen. Viele Dörfer haben einen grossen Bedarf, meiner Meinung nach geschieht zu wenig.

Wenn wir von Ihrem Wohnort über dem Rheintal auf die Ebene schauen, schaudert es Sie?

Blick auf das zersiedelte Altstätten.

Blick auf das zersiedelte Altstätten.

Ralph Ribi

Als wir Mitte der 1980er-Jahre mit unserem Büro begannen, nahmen wir für eine Heimatschutz-Ausstellung Altstätten als Fallbeispiel für gute und schlechte Entwicklungen. Die Gemeinde hatte vor 1900 rund 9000 Einwohner, konzentriert auf die Altstadt, drum herum waren historische Bauernnester sowie einzelne Höfe. Hundert Jahre später hatte sie 11’000 Einwohner in einem zehn Mal so grossem Siedlungsgebiet – das sagt viel. Ich bin in diese Welt hineingewachsen, mich erschüttert das nicht mehr. Klar bedauere ich, dass die Obstbaumwiesen meiner Kindheit verschwunden sind.

Die Zersiedelung stoppen müsste doch heute Common Sense sein.

Es ist bedenklich, dass es immer noch so schwierig ist, gerade in der Politik, damit aufzuhören. Die jüngere Geschichte hat uns vor Augen geführt, wie unsere Konzepte versagt haben. Viele Gesetzesinitiativen der jüngsten Zeit, zu Ernährung, Landwirtschaft oder Trinkwasser, bezweckten diese Umkehr, aber fast ohne Erfolg. Wir sind als Gesellschaft kaum fähig, neue Lösungen zu entwickeln.

Zurück zur Verdichtung in der Stadt: Ihnen wird vorgeworfen, gemischtwirtschaftliche Arealnutzungen abzulehnen, etwa im Bahnhof Nord.

Tatsächlich hat der partizipative Prozess rund um die Fachhochschule zu einem Ergebnis geführt, mit dem wir nicht glücklich sind. Der Grossteil der Grundstücke gehört dem Kanton, weil er dort die FHS und ihre Erweiterung plant. Nach wie vor gehe ich davon aus, dass wir in absehbarer Zeit das Areal für einen Neubau benötigen.

Die Hauptpost wäre keine Alternative?

Bahnhof Nord: Blick auf Lokremise, FHS Fachhochschule, Hauptbahnhof und Altstadt.

Bahnhof Nord: Blick auf Lokremise, FHS Fachhochschule, Hauptbahnhof und Altstadt.

Urs Bucher

Natürlich ist sie eine Option, dafür fehlen aber noch die politischen Entscheide. Die Probleme würden verlagert, das Thema ist komplex: Weil die Hauptpost schon heute mehr oder weniger voll ist, müssten wir bei der Sanierung alles aussiedeln. Dazu brauchen wir Rochade-Gebäude. Wo aber geht der Kanton hin, wenn er solch grosse Einheiten sanieren muss?

Bei der Berufsschule läuft dies demnächst mit Provisorien.

Eben nicht, sondern mit einer Erweiterung. Provisorien sind nie nachhaltig und nie kostengünstig. Damit können die Umbauten in Etappen umgesetzt werden, was für den Betrieb sehr anspruchsvoll ist. Ursprünglich wollten wir die Berufsschule während der Bauphase in die Hauptpost umsiedeln, weshalb ich nur bedingt ein Freund des Bibliotheksprovisoriums war.

Was leistet der Kanton auf dem Bahnhof Nord über die Schulbauten hinaus?

Nochmals zum Prozess: Am Ende hätte ein Gebilde entstehen sollten, in dem wir unsere Funktionen nicht mehr unterbringen konnten. Man wollte darüber ein Hochhaus erstellen, gegen das wir aus städtebaulichen Gründen nichts hatten. Jedoch hat der Kanton bisher keine Wohnungen und Büros für Dritte gebaut, wie das die SBB - und eben nicht der Kanton! - bei der Europaallee in Zürich gemacht hat. Es wäre eine neue kantonale Immobilienstrategie und bräuchte einen politischen Entscheid.

Denkbar wäre es?

Es ist nicht ausgeschlossen, aber bis heute gilt die Haltung, dass wir nicht Private konkurrenzieren. Zudem haben wir mit solchen Konstrukten wie gemeinsamen Stockwerkeigentümergesellschaften schlechte Erfahrungen gemacht. Als öffentliche Hand müssen wir uns zurückhalten und besitzen gegenüber den privaten Investoren immer ein Handicap. Ich habe mich allerdings immer geärgert, dass wir die Garage unter der FHS nicht selber bauten.

Wie bitte?

Es ist ein wertvoller öffentlicher Ort, mit dem wir als öffentliche Hand Einnahmen zu Gunsten beispielsweise der FHS und der Lokremise hätten. Eine Art gebundener Fonds für den Unterhalt wäre ideal.

Wäre die Fachhochschule anderswo denkbar?

Der Bahnhofsbereich ist für eine kantonale Schule mit Betrieb von früh morgens bis spät abends höchst attraktiv. Wenn die öffentlichen Nutzungen künftig auch das Parkfeld beanspruchen, wird man wohl wieder über ein Hochhaus mit gut zehn Stockwerken Wohnungen nachdenken. Aber es handelt sich dabei vielleicht um 20 bis 30 Wohnungen, vielleicht auch Büroflächen. An dieser Lage wird der Preis ziemlich hoch sein. Realistischerweise werden dort keine Sozialwohnungen realisiert. Ist es die Aufgabe eines Staates, mit ganz teuren Wohnungen oder Büros Geld zu machen? Die SBB kann das machen, ein Kanton aber nicht.

Was kann der Kanton zusätzlich bewirken?

Was fehlt in diesem vielfältigen Quartier, ist ein grosser öffentlicher Platz. Das wäre die Aufgabe, ja die Pflicht des Kantons, gerade weil er so viel Publikumsverkehr generiert.

Schöne Vorstellung.

Sie geht noch weiter: Dieser Parkplatz, also die Brache, ist etwas vom Schönsten in der Stadt. Sie ist die Chance der nächsten Generation, etwas zu bauen für die Stadt oder den Kanton. Hätten wir im derzeitigen Wahnsinnshype, wo sich für den letzten noch so nutzlosen Bau Geld findet, diese beste Lage verbauen sollen, in der Art der Europaallee, nur weil es alle anderen Städte auch so machen? Für die Generation nach uns dürfte dieses leere Grundstück einen sehr grossen Wert haben.

Der Kantonsbaumeister geht privat noch nicht in Pension


Ende März tritt Werner Binotto mit 62 Jahren vorzeitig in den Ruhestand. Der gebürtige Rheintaler studierte Architektur in Wien und Düsseldorf und betrieb mit Diego Gähler ein Büro in St.Gallen, bevor er 2006 zum Kantonsbaumeister gewählt wurde. Nach dem Rücktritt bleibt er als Architekt und Mitglied in Fachgremien und Jurys tätig. Binotto verantwortete mit 70 Mitarbeitenden die Planung, den Bau und den Unterhalt der kantonalen Hochbauten - ein Portfolio mit einem Wert von 2,5 Milliarden Franken. Er setzte Bauten wie die FHS, das Bundesverwaltungsgericht oder die Sanierung der Uni um. (cz/mel)