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Zwischen Kulturland und Romantisierung

Die Matinée zum Jahresthema «Wild» am Internationalen Museumstag im Schlangenhaus bot ein angeregtes Gespräch über Mensch und Natur
Die Gesprächspartner in angeregter Runde: (von links) Wildhüter Silvan Eugster, Museumsleiter Thomas Gnägi, Bienenzüchter Hans Oppliger und Pfadfinderin Tabea Stauffacher. (Bild: PD)

Die Gesprächspartner in angeregter Runde: (von links) Wildhüter Silvan Eugster, Museumsleiter Thomas Gnägi, Bienenzüchter Hans Oppliger und Pfadfinderin Tabea Stauffacher. (Bild: PD)

Der Internationale Museumstag am 13. Mai stand im Museum Schlangenhaus ganz im Zeichen des Jahresthemas «Wild». In einem sommerlich-sonnigen Matinéegespräch mit anschliessendem Apéro im idyllischen Garten vor dem Museum unterhielten sich am Sonntagvormittag der Bienenzüchter Hans Oppliger, der Wildhüter Silvan Eugster und die Pfadfinderin Tabea Stauffacher mit Museumsleiter Thomas Gnägi über wilde und gezähmte Tiere und über das Verhältnis des zivilisierten Menschen zur (vermeintlich) wilden Natur. Gemeinsam war den drei Diskutanten, die in ihren Tätgkeiten alle drei eine besondere Beziehung zur Natur pflegen, die Überzeugung, dass die Menschen heute die wahrhaft wilde Natur gar nicht mehr kennen, sondern nur eine Art zivilisierte, idealisierte Vorstellung von ihr. Romantisierung und Ängste würden sich dabei zumeist abwechseln. Die Angst vor Spinnen und anderen Insekten etwa sei etwas Anerzogenes, ist die Buchser Pfadfinderin Tabea Stauffacher, ehemalige Stufenleiterin der Pfadi Alvier, überzeugt, die viel Zeit mit Kindern in der Natur verbringt: «Kein Kind hat von Natur aus Angst vor diesen Lebewesen.»

Tiere sind Teile der Nahrungskette

Silvan Eugster aus Sennwald, Wildhüter der Region Werdenberg und Oberes Rheintal, betrachtete hingegen das oft romantische Bild von der «wilden Natur» auch kritisch.: «Viele Tiere sind schlicht und einfach Teil der Nahrungskette – man kann nicht jeden kleinen Vogel retten, der Tod gehört zur Natur dazu..» Dasselbe gelte auch für den Wildbestand. «Da die natürlichen Feinde von Reh und Hirsch längst ausgerottet sind, müssen wir Menschen heute dafür Sorge tragen, dass der Bestand nicht überhand nimmt.»

Über seine Arbeit mit der domestizierten Natur berichtete der Bienenzüchter Hans Opplinger aus Frümsen. «Die Domestizierung der Bienen als Nahrungslieferanten ist eine uralten Kulturtechnik, die wir auf allen Kontinenten finden. Es braucht den Menschen für die Bienenzucht, damit die Bienen nicht verwildern». (pd)

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