Zwei Initiativen gegen Pestizide

Voraussichtlich im Mai 2020 wird über zwei Volksinitativen gegen den Einsatz von Pestiziden abgestimmt.

Katharina Rutz
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Im Januar 2018 wurde die Eidgenössische Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotikaeinsatz» vom Verein sauberes Wasser für alle eingereicht. Im Mai 2018 folgte die Eidgenössische Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» des gleichnamigen Komitees. Beide Initiativen werden voraussichtlich im Mai 2020 zur Abstimmung kommen.

Die Trinkwasserinitiative verlangt, dass nur noch diejenigen Landwirtschaftsbetriebe mit Direktzahlungen unterstützt werden, die keine Pestizide einsetzen, ohne prophylaktischen Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung auskommen und deren Tierbestand mit dem auf dem Betrieb produzierten Futter ernährt werden kann. Damit soll die Qualität unseres Trinkwassers sichergestellt werden.

Der Bundesrat empfiehlt die Initiative ohne direkten Gegenentwurf oder indirekten Gegenvorschlag zur Ablehnung.

Die Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» verlangt, dass der Einsatz von synthetischen Pestiziden in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und in der Boden- und Landschaftspflege verboten wird. Auch die Einfuhr von Lebensmitteln, die synthetische Pestizide enthalten oder mit Hilfe solcher hergestellt worden sind, soll verboten werden.

Der Bundesrat empfiehlt auch diese Initiative zur Ablehnung, und zwar ohne direkten Gegenentwurf und ohne indirekten Gegenvorschlag.