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Auf 3000 Meter oder in den Stollen: Zwei Buchser entkommen der Hitze auf ganz unterschiedliche Art

Wer der Hitze entfliehen will, macht das in der Regel mit einem Besuch in der Badi, einem Spaziergang im Wald oder an einem schattigen Plätzchen auf der Terrasse. Adrian Scherrer sucht seine Abkühlung auf 3000 Meter, René Hilty im Bunker bei zwölf Grad.
Armando Bianco
Der Hitze entfliehen: Adrian Scherrer aus Buchs mit seinem Gleitschirm hinter dem Margelchopf und Chapf, mit Blick Richtung Rosswies und Gemsler. (Bild: PD)

Der Hitze entfliehen: Adrian Scherrer aus Buchs mit seinem Gleitschirm hinter dem Margelchopf und Chapf, mit Blick Richtung Rosswies und Gemsler. (Bild: PD)

Adrian Scherrer aus Buchs entschwindet der aktuellen Hitze in die Höhe. Der passionierte Gleitschirmflieger geniesst in diesen Tagen sein Hobby und betrachtet die Welt auch gerne einmal aus 3000 Metern über Meer.

«Dort oben ist es nicht nur sehr schön, sondern auch angenehm kühl», freut er sich. Laut Meteo Schweiz beträgt die Temperatur in den Nordalpen auf dieser Höhe derzeit rund 15 Grad. Am liebsten ist er mit dem Gleitschirm in der Region Werdenberg und Liechtenstein unterwegs, dort, wo ihn die Heimatgefühle zusätzlich beflügeln

Über den Bergen findet er Erholung und gute Sujets für seine gemalten Bilder. Mit der speziellen Perspektive, die er fliegend zuerst mit seiner Fotokamera einfängt, hat er schon manchen Betrachter verblüfft. Als selbstständiger Grafiker und Kunstschaffender verfügt er über ein feines Gespür, welches ihm auch beim präzisen Steuern des Gleitschirms hilfreich ist.

Die derzeit hohen Temperaturen verändern auch die Thermik in den Luftschichten. Hoch oben geniesst er besonders den Abstand zum Alltag. Und in diesen Tagen wohl noch viel mehr den Abstand zur Bruthitze im Tal.

Auch bei einer Hitzewelle konstant zwölf Grad

René Hilty, Präsident des derzeit angenehm kühlen Artilleriefort Magletsch. (Bild: PD)

René Hilty, Präsident des derzeit angenehm kühlen Artilleriefort Magletsch. (Bild: PD)

René Hilty aus Buchs ist Präsident des Vereins Artilleriefort Magletsch (Afom) und freut sich auf den heutigen Vereinsabend in der Festungsanlage bei Gretschins: «Wir treffen uns jeweils donnerstags und diesmal gehe ich davon aus, dass besonders viele Mitglieder die Gelegenheit nutzen werden», sagt er auf Anfrage. Kein Wunder, liegt die Temperatur im weitläufigen Stollensystem doch konstant bei kühlen zwölf Grad – egal, wie lange und intensiv die Hitzewelle draussen Mensch und Tier und Natur plagt.

«Ob wir uns zum geselligen Miteinander treffen oder für Arbeitseinsätze, wir tragen hier eigentlich immer wärmende Kleidung». Die Pensionäre des Vereins haben auch tagsüber Zutritt zu den Anlagen, viele von ihnen halten sich deshalb bei diese Temperaturen darum gerne auch länger dort auf.

Die Öffentlichkeit hat bekannterweise die Möglichkeit, während öffentlichen Führungen im Artilleriefort in den Genuss von spannenden Geschichten zu kommen – bei aktuell verlockenden zwölf Grad. Allerdings finden diese Führungen jeweils am ersten Sonntag im Monat statt, was erst in zwei Wochen wieder der Fall ist. Für kommenden Sonntag empfiehlt René Hilty deshalb den Besuch der 100-Jahr-Feierlichkeiten im Gonzen-Bergwerk in Sargans: «Spannend und kühl ist es dort auch».

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