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«Bin begeistert von Leistungen und Fortschritten» – beim Schlusskonzert der Musikschule Werdenberg gab es endlich wieder einmal Applaus

Das Schlusskonzert der Werdenberger Musikschule wurde von beeindruckenden Leistungen geprägt.

Adi Lippuner
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Die Mini-Bach-Strings verabschieden die Pandemie mit «Corona ade».

Die Mini-Bach-Strings verabschieden die Pandemie mit «Corona ade».

Bild: Adi Lippuner

Der spätere Samstagnachmittag war sowohl für Lernende als auch Lehrkräfte der Werdenberger Musikschule ein besonderer Termin. Herrschte doch beim Schlusskonzert in der Aula des Oberstufenzentrums Flös so etwas wie «fast Normalität». «Lange wussten wir nicht, ob das Konzert überhaupt durchgeführt werden kann», so Musikschulleiter Dennis Mungo bei der Begrüssung. Dass sich in kurzer Zeit doch ein abwechslungsreiches Programm zusammenstellen liess, sei dem grossen Einsatz der Schüler- und Lehrerschaft zu verdanken. «Unsere Bedenken, dass sich einige noch im ‹Coronamodus› befinden, waren unbegründet.»

Und in der Tat: Was auf der Bühne gezeigt respektive dem Publikum zu Gehör gebracht wurde, verdient das Prädikat «sehr beeindruckend». Oder um es mit den Worten von Dennis Mungo zu sagen:

«Ich bin begeistert von den Leistungen und auch den Fortschritten, welche die einzelnen Musikschülerinnen und -schüler seit ihrem letzten Auftritt gemacht haben.»

Von «Corona ade» bis «Katinka»

 Das Ensemble «Mallet Fun» beim fulminanten Schlussspurt des Konzerts.

Das Ensemble «Mallet Fun» beim fulminanten Schlussspurt des Konzerts.

Bild: Adi Lippuner

Mit dem Auftritt der Mini-Bach-Strings, unter der Leitung von Brigitta Bach, wurde Corona musikalisch aus dem Saal gewiesen. Die Interpretation von «Corona ade» durch die fünf jungen Violinistinnen, unterstützt durch ihre Leiterin, verabschiedete die Viren auf gekonnte Weise. Als Solistin mit der Querflöte stand Laila Dirks, begleitet am Klavier von Jean Lemaire, auf der Bühne. Das Gitarren-Ensemble unter der Leitung von Marco Mungo begeisterte das Publikum nicht nur mit gekonnten musikalischen Darbietungen, sondern auch mit eleganten Bewegungen.

Trompeter Lucca Chern Hess.

Trompeter Lucca Chern Hess.

Bild: Adi Lippuner

Mit seinem Soloauftritt erntete der Trompeter Lucca Chern Hess, begleitet am Klavier von Sharon Chern, stürmischen Beifall. Der volle Klang von sieben Violinen der Bach-Strings brachte mit «America», bekannt als «God Save The Queen», einen royalen Hauch in die Aula. Zarte und doch kraftvolle Töne entlockte das Querflötenensemble unter der Leitung von Renate Wehinger ihren Instrumenten. Auch das zweite Bläserensemble mit Saxofon und Klarinetten holte einen Hauch Fernweh in den Saal. Ihre «Katinka» erinnerte an die Schwermut, welche der russischen Seele nachgesagt wird.

Das Saxophon-/Klarinettenensemble unter der Leitung von Bernhard Klas holt mit «Katinka» ein Hauch «russische Seele» in die Aula Flös.

Das Saxophon-/Klarinettenensemble unter der Leitung von Bernhard Klas holt mit «Katinka» ein Hauch «russische Seele» in die Aula Flös.

Bild: Adi Lippuner

Mit einem fulminanten Schlussspurt des Ensembles Mallet Fun, «melodisch aber laut», so die Beschreibung durch den Schulleiter, wurde das Publikum nach einer guten Stunde Musikgenuss in den frühen Samstagabend entlassen.

Freude über Auftrittsmöglichkeiten

Dass sich sowohl Zuhörende als auch die Gruppen auf der Bühne über die Auftrittsmöglichkeiten freuten, war an den zufriedenen Gesichtern zu sehen.

«Endlich wieder Applaus für einen Auftritt, das habe ich lange vermisst.»

So die Aussage einer Nachwuchsmusikerin. Und ihre Kollegin doppelte nach: «Das Kribbeln im Nacken, wenn ein Stück gut gelungen ist und sich die Zuhörenden freuen, ist einfach unbeschreiblich, das gibt es nur bei Liveauftritten. Da kann ich zu Hause noch so lange üben, es ist einfach nicht dasselbe.»