Region Werdenberg
Die Zunahme der Einwohnerzahl um 725 Personen in der Region Werdenberg ist ein neuer Rekord

Seit 16 Jahren liefern jeweils die Einwohnerämter der Werdenberger Gemeinden und von Wildhaus-Alt St. Johann in den ersten Tagen des neuen Jahres ihre Zahlen der Einwohnerstatistik. Nun knackte die Einwohnerzahl im Werdenberg Ende 2022 die nächste Tausendermarke.

Hanspeter Thurnherr
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Die Bevölkerung im Werdenberg ist im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent gewachsen.

Die Bevölkerung im Werdenberg ist im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent gewachsen.

Seit 16 Jahren liefern jeweils die Einwohnerämter der Werdenberger Gemeinden und von Wildhaus-Alt St. Johann in den ersten Tagen des neuen Jahres ihre Zahlen der Einwohnerstatistik. Zählte das Werdenberg Ende 2008 noch 34397 Einwohnerinnen und Einwohner, so sind es Ende 2022 bereits über 41000 Einwohnerinnen und Einwohner, nämlich 41020.

Die Zunahme um 725 Personen ist ein absoluter Rekord. Mit 1,8 Prozent ist es auch das stärkste Wachstum seit 2014. Damit übertrifft diese Zahl sogar die starke Wachstumsphase zwischen 2011 und 2014 ein, als jeweils zwischen 1,4 und knapp 1,6 Prozentpunkte erreicht wurden.

315 Personen: Buchs wuchs am stärksten

In absoluten Zahlen wuchs Buchs mit einem Plus von 315 Einwohnerinnen und Einwohnern am stärksten, gefolgt von Sennwald (+191), Grabs (+83), Wartau (+82) und Sevelen (+70). Einzige Werdenberger Gemeinde mit einem Minus (–16) ist Gams, das damit nach mehreren Jahren mit deutlichem Wachstum nun eine Pause einlegte. Wildhaus-Alt St. Johann im obersten Toggenburg stieg nun wieder auf genau 2600 Einwohnerinnen und Einwohner, nachdem es in den vergangenen Jahren meist leicht verloren hatte.

In Prozenten wuchs Sennwald (+3,25) – wie schon im Vorjahr – am stärksten, gefolgt von Buchs (+2,39) und Wartau (+1,56), das zuletzt 2017 ähnlich viel zulegte. Das Einwohnerwachstum im Werdenberg dürfte auch in den nächsten Jahren anhalten. Dafür spricht die Stärke der Wirtschaftsregion St.Galler Rheintal/Liechtenstein bei gleichzeitig weiterhin restriktiver Einwanderungspolitik des Fürstentums. So sind viele Arbeitnehmende gezwungen, im Werdenberg Wohnsitz zu nehmen.

Anteil der Ausländer ist weiterhin steigend

Auch deshalb ist die absolute Zahl an Ausländern sowie deren prozentualer Anteil in allen Gemeinden weiterhin steigend – erstmals seit vier Jahren auch wieder in Sevelen, das einst der Spitzenreiter in Prozenten war. Beim aktuellen Spitzenreiter Buchs liegt der Wert nun bei 43,35 Prozent, gefolgt von Sevelen (38,86 Prozent) und Sennwald (+34,56 Prozent). Den tiefsten Ausländeranteil verzeichnet Wildhaus-Alt St.Johann, das dieses Jahr die 13-Prozent-Marke knackte (13,15 Prozent). Im Werdenberg weist weiterhin Grabs den tiefsten Wert aus. Die Gemeinde überschritt aber nun die 20-Prozent-Marke.

Der Mitgliederrückgang bei den Katholiken ist kleiner

Weiterhin verlieren die beiden grossen Konfessionen an Mitgliedern. Allerdings ist der Rückgang bei den Katholiken kleiner als bei den Evangelisch-Reformierten. Dies führte zu der sich in den letzten Jahren abzeichnenden Zeitenwende. Erstmals leben nun mehr Katholiken (11334) als Evangelisch-Reformierte (11231) im Werdenberg. Die Zahl anderer Konfessionen oder der Konfessionslosen ist erneut deutlich gestiegen und beträgt nun 18 455.

Der «Männerübschuss» ist in Grabs am kleinsten

Noch immer ist unsere Region «männlich» dominiert, der Vorsprung gegenüber den Frauen hat sogar noch zugenommen, nachdem sich im Vorjahr die Differenz verkleinerte. Alle sechs Werdenberger Gemeinden haben einen «Männerüberschuss», auch wenn er in Grabs mit +17 recht knapp ausfällt. Aktuell zählt das Werdenberg 1152 mehr Männer als Frauen. In Wildhaus-Alt St. Johann leben andererseits mehr Einwohnerinnen als Einwohner.