Zügel für die Fasnachtsumzüge werden etwas gelockert

Die Wagen an den Umzügen dürfen an der Fasnacht 2019 wieder eine Aussenbeschallung haben. Dafür gibt es aber klare Regeln, für deren Einhaltung der jeweilige Wagenchef verantwortlich ist.

Thomas Schwizer
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Im Gegensatz zum Vorjahr sind 2019 Aussenbeschallungen an den Wagen wieder erlaubt, aber es gelten klare Regelungen. (Bild: Elke Schwizer)

Im Gegensatz zum Vorjahr sind 2019 Aussenbeschallungen an den Wagen wieder erlaubt, aber es gelten klare Regelungen. (Bild: Elke Schwizer)

Die Wagenbaugruppen als stärkste Umzugsteilnehmer sollen Rücksicht nehmen auf die Fussgruppen, Guggenmusiken und die vielen Zuschauer. Das war das Ziel von strengeren Regeln, welche für die Fasnachtsumzüge zwischen Oberriet und Wartau im vergangenen Jahr eingeführt wurden. Ausserdem gab es strengere Auflagen, um die Sicherheit von Zuschauern und anderen Umzugsteilnehmern zu erhöhen.

Mehr Eigenverantwortung für die Gruppen

Grundsätzlich habe man am Fasnachtsumzug 2018 in Gams gute Erfahrungen mit den neuen Regeln gemacht, sagt Peter Vetsch vom Rettungscorps.  Trotzdem wurden diese für die Umzüge an der Fasnacht 2019 wieder gelockert – im Sinne von mehr Eigenverantwortung für die Wagenbaugruppen.

Rückmeldungen von Wagenbaugruppen hätten gezeigt, dass einige die Einschränkungen als zu streng beurteilen. Ihre Wünsche seien in eine Besprechung der Organisatoren der fünf Umzüge in Oberriet, Gams, Schaan, Vaduz und Wartau eingeflossen.

Bis 93 Dezibel  ist Musik erlaubt

Die fünf Veranstalter haben gemeinsam beschlossen, die strengen Regeln etwas zu lockern. Das betrifft insbesondere die Aussenbeschallung, welche 2018 untersagt war. Bei den kommenden Umzügen ist sie wieder erlaubt, mit einem Maximum von 93 Dezibel. Und die Lautsprecher dürfen nicht direkt auf Zuschauer oder andere Umzugsteilnehmer gerichtet sein.

Auf diese Vorschrift wird in Schaan und Vaduz verzichtet. In Vaduz gab es nach dem Umzug an der Kinderfasnacht im Vorjahr viele negative Reaktionen, weil verschiedene Wagengruppen trotzig völlig auf das Abspielen von Musik verzichteten.

Schwarze Schafe unter den Wagenbaugruppen sollen nach dem Umzug bestraft werden. In Gams wurde deshalb eine Gruppe aus Österreich, welche sich 2018 nicht an die Regeln gehalten hat, für den Umzug 2019 nicht mehr eingeladen.

Diese Regeln gelten 2019 für die Wagenbaugruppen

 Im regionalen Regelblatt der Fasnachtsumzüge 2019 müssen die Wagenbaugruppen unter anderem folgende Vorgaben einhalten.

Musik und Lärmbelästigung:  Gestattet ist eine Aussenbeschallung mit maximal 93 Dezibel. Die Boxen dürfen nicht direkt auf die Zuschauer oder andere Umzugsteilnehmer gerichtet sein. Sie sollen nach oben oder innen gerichtet sein. In Schaan und Vaduz gilt für die Ausrichtung der Musik- boxen keine spezielle Regelung. Das Abspielen von Musik im Warteraum soll zurückhaltend sein.

Striktes Glasverbot: Auf den Wagen darf kein Glas mitgeführt werden und abgegeben werden. Dies gilt auch für die Beizen entlang der Route.

Wagenchef: Jede Wagenbaugruppe meldet einen Wagenchef. Dieser ist verantwortlich für die Einhaltung der Abmachungen.

Konfetti: Es darf nur herkömmliches Konfetti aus Papier geworfen werden, keine Plastikschnipsel.

Sicherheit: Die Gruppe muss dafür sorgen, dass ihr Wagen inklusive Zugfahrzeug ausreichend gesichert ist. Auf jeder Seite der Komposition müssen mindestens drei Personen mitlaufen.

Verhalten am Umzug: Die Umzugsteilnehmer verhalten sich kinderfreundlich und respektvoll gegenüber allen Besuchern. (ts)

REGION: Neue Regeln für Umzug festgelegt

Für die kommende Fasnacht wurde ein neues Regelblatt erstellt. Damit soll die Sicherheit der Besucher gewährleistet und die Tradition der reichgeschmückten Wagen und Guggen in den Mittelpunkt gesetzt werden.
Mengia Albertin