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Zuchthengst Karondo ist gestorben

Im Alter von 25 Jahren musste der auf dem Schlösslihof geborene Hengst Karondo, der die Warmblutpferdezucht in der Schweiz in den vergangenen Jahren nachhaltig prägte, eingeschläfert werden.
Corinne Hanselmann
1993 kam Karondo vom Schlösslihof zur Welt. 25-jährig musste er nun eingeschläfert werden. (Bilder: PD)
2005 war Karondo vom Schlösslihof Weltmeister der Zuchthengste.
2 Bilder

Zuchthengst Karondo ist gestorben

50 Siege und 230 Platzierungen im Springsport auf hohem Niveau, eine Gesamtgewinnsumme von über 180000 Franken, Zucht-Weltmeister und mehrfacher Schweizermeister. Die Erfolge von Karondo vom Schlösslihof können sich sehen lassen. Aufgrund von Altersbeschwerden musste der braune Hengst kürzlich zuhause auf dem Schlösslihof in Frümsen-Sax, dort wo er am 18. April 1993 das Licht der Welt erblickte, eingeschläfert werden. Gezüchtet hat ihn Werner Rütimann, der den Schlösslihof mit seiner Frau Madeleine seit rund 30 Jahren betreibt.

Karondo zeichnete sich durch sein enormes Springvermögen, seine Gangarten und seinen guten Charakter aus. Dies, gepaart mit seiner Eleganz und der grenzenlosen Leistungsbereitschaft haben ihn schon in jungen Jahren zum Star gemacht. Als Dreijähriger ging Karondo als Sieger aus der Hengstkörung des Zuchtverbandes Schweizer Sportpferde hervor. Mit sechs Jahren qualifizierte er sich zum ersten Mal für die Weltmeisterschaft der jungen Pferde. Zwölfjährig wurde Karondo Weltmeister der Zuchthengste.

Auf viel Geld verzichtet und den Hengst behalten

Als der Hengst etwa acht Jahre alt war, habe man ihm ein sehr gutes Angebot für ihn gemacht, erzählt Werner Rütimann. «Da Karondo aber der erste gekörte Hengst war, den wir gezüchtet haben, verzichteten wir auf viel Geld und behielten ihn. Er hat uns im Sport wie auch in der Zucht viel zurückgegeben». Bei Vorführungen habe Karondo stets genau gewisst, worum es gehe, und sich eindrucksvoll präsentiert. Im Jahr 2009 wurde Karondo bei bester Gesundheit aus dem Springsport verabschiedet und seither in der Zucht eingesetzt.

Der Zucht bleibt Karondo noch erhalten

«Er ist als Pferd eine riesige Persönlichkeit gewesen, zuhause wie auch auswärts an Turnieren», so Rütimann. «Für uns war er wie ein Familienmitglied. Es war nicht leicht, von ihm Abschied zu nehmen.» Mit 25 Jahren hat Karondo für ein Warmblutpferd ein schönes Alter erreicht und dies bis vor kurzem bei sehr guter Gesundheit. Nur selten habe er den Tierarzt benötigt. «Bis 2017 hat Karondo noch Stuten im Natursprung gedeckt», erzählt Werner Rütimann. In diesem Jahr kommen also noch Fohlen von ihm zur Welt. Der Zucht wird der Frümsner Hengst auch noch erhalten bleiben, dafür hat sein Besitzer mit der Aufbewahrung von Gefriersamen gesorgt.

Rund 270 Karondo-Nachkommen sind beim Schweizer Zuchtverband registriert. Viele davon sind erfolgreiche Springpferde auf dem höchsten Niveau S geworden, denn Karondo vererbte seine Qualitäten hervorragend weiter. Auch mehrere Prämienzuchtstuten und gekörte Zuchthengste sind unter den direkten Nachkommen. Einer davon ist Davidoff, der im Besitz von Familie Rütimann steht. «Er wird nun Karondos Blut weitervererben.»

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