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Zu wenig Vertrauen in Wiga-Alleinaktionär und Messeleiter

Seit dem 12. Mai ist Messeleiter Paul Schlegel Alleinaktionär und -verwaltungsrat der Wigab AG, Eigentümerin der Wiga-Messe. Die Dachorganisation der Werdenberger Gewerbevereine sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf. Sie fordert explizit Massnahmen, vor allem die Entflechtung von operativer und kaufmännischer Ebene.
Thomas Schwizer
Die gute Stimmung ist momentan getrübt: Der Wiga-Messeleiter und heutige Wigab-Alleinaktionär Paul Schlegel (Zweiter von links) freute sich zum Abschluss der Wiga 2017 über das gute Gelingen und einen neuen Besucherrekord. (Bild: Thomas Schwizer, 17. September 2017)

Die gute Stimmung ist momentan getrübt: Der Wiga-Messeleiter und heutige Wigab-Alleinaktionär Paul Schlegel (Zweiter von links) freute sich zum Abschluss der Wiga 2017 über das gute Gelingen und einen neuen Besucherrekord. (Bild: Thomas Schwizer, 17. September 2017)

Die drei vormaligen Verwaltungsräte und Mitaktionäre Urs Lufi (Präsident), Werner Marty und Peter Schibli haben an der letzten Generalversammlung der Wigab AG ihren Rücktritt erklärt Ihre Aktien haben sie an Mitaktionär, Mitverwaltungsrat und Wiga-Messeleiter Paul Schlegel verkauft. Ihre Rücktritte hätten sie im Sinne eines Generationenwechsels schon vor Jahresfrist angekündigt, sagt Urs Lufi dazu.

Damit ist die Wigab AG, die alle zwei Jahre die erfolgreiche Wiga-Messe in Buchs durchführt, seit 12. Mai 2018 organisatorisch und kaufmännisch neu ein Einmann-Betrieb mit Paul Schlegel als alleinigem Verantwortlichen.

Wirtschaftsorganisation stellt klar Forderungen

Die Scheidenden hätten ihm freigestellt, ob er die Wigab AG alleine führen oder neue Aktionäre und Verwaltungsräte rekrutieren wolle, sagt Schlegel auf Anfrage des W&O. Momentan mache er das alleine. Er sei aber bereit, eine Erweiterung der Trägerschaft ins Auge zu fassen, wenn das regionale Gewerbe dies unbedingt wünsche.

Das bereitet der Werdenberger Wirtschaftsorganisation (WWO) grosse Sorgen. Die Dachorganisation der sechs Gewerbevereine in der Region hat an ihrer letzten Sitzung «das neue Aktionärsverhältnis der Wigab AG» diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass allen sechs örtlichen Gewerbevereinen, die jeweils mit Gemeinschaftsständen einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Wiga bilden, das Vertrauen in Paul Schlegel als Alleinverantwortlicher fehlt.

«Undurchsichtige Rechnungsstellung»

In einem Schreiben, das gestern Freitag verschickt worden ist, nennen sie explizit den fehlende Vertrauensbeweis in die Person und «die Tatsache der sehr undurchsichtigen Rechnungstellung der letzten Messen». Empfänger sind die Mitglieder der sechs Gewerbevereine und die Wigab AG, also Paul Schlegel.

Das Gewerbe fordert von Schlegel im Hinblick auf die nächste Wiga 2019 unter anderem, dass der operative und kaufmännische Bereich der Wiga getrennt werden muss. Paul Schlegel zeigt sich gesprächsbereit.

«Wir klären das in einem Gespräch»

Den Vorwurf der «undurchsichtigen Rechnungstellung» der letzten Messen weist er zurück. Dieses Thema werde er nächste Woche an einer Besprechung mit einer WWO-Delegation besprechen. Schlegel betont: «Die Abrechnungen für die Gemeinschaftsstände der Gewerbevereine sind korrekt erfolgt. Das haben mir Beteiligte heute bestätigt.»

Eine Vorgeschichte

Paul Schlegel ist in den letzten Jahren zweimal in die Kritik geraten, weil gegen sein Unternehmen zahlreiche Betreibungen liefen. Die Mehrzahl davon betraf «betreibungsrechtliche Ereignisse» der Sozialversicherungsalstalt (SVA) St. Gallen, andere die AXA Stiftung berufliche Vorsorge (W&O vom 30. September 2017). Das hat zwar nichts mit der Wigab AG zu tun, die alle zwei Jahre erfolgreich die Wiga in Buchs durchführt und deren jahrelanger Messeleiter Paul Schlegel ist. Dennoch dürften diese Geschehnisse rund um Schlegels Firma das deutliche Schreiben der Dachorganisation der Werdenberger Gewerbevereine mit beeinflusst haben, das diese gestern an Schlegel (Wigab AG) geschickt hat.(ts)

«Wir finden die Wiga eine tolle Sache, und sie hat sich in den letzten Jahren unter Paul Schlegel als Messeleiter positiv entwickelt»: Das betont Rolf Pfeiffer, Präsident von Wirtschaft Buchs, auf Anfrage des W&O. Das betont auch WWO-Präsident Päuli Kohler. Es brauche aber von Seiten der neuen Alleinführung der Wiga klare Massnahmen, damit die Gewerbevereine an der Wiga 2019 wieder Gemeinschaftsstände realisieren würden.

Zum Beispiel müssten sie explizit sicher sein, dass das Geld, das sie für die Stände zahlen, auch für den entsprechenden Zweck verwendet werden. Dafür will die WWO ein treuhänderisches Konto schaffen.

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