Zu Tisch
Schlössli Sax: Vom Herrensitz zum Gourmetrestaurant

Fast 500 Jahre alt ist die Geschichte des Schlössli Sax. Einst stattlicher Herrensitz, dann Tavernenwirtschaft, verkam es schliesslich zu einer Kneipe. Heute ist das Schlössli wieder herrschaftlich.

Alexandra Gächter
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Jim Billet, der Küchenchef und Gastgeber des Restaurants Schlössli Sax.

Jim Billet, der Küchenchef und Gastgeber des Restaurants Schlössli Sax.

Bild: Alexandra Gächter

Als Gourmetrestaurant wird das Schlössli Sax in der Region weitherum geschätzt. Küchenchef und Gastgeber Jim Billet bietet herzhafte Schweizer Küche in moderner, leichter Form an und kombiniert gerne mit internationalen Elementen. Jim Billet sagt:

«Wir möchten eine junge und moderne Art der Gastronomie bieten, ohne die traditionellen Werte zu vergessen.»

Frischer, regionaler Salat mit bunten Blumen

Das Schlösslimenü ändert sich alle acht Wochen und ist wahlweise als 3-, 4-, 5- oder 6-Gänger zu haben. Obwohl es unter anderem mit einer Suppentrilogie, Trüffelnudeln, Kalbsbacke und Tobleronemousse-Erdbeeren lockt, entscheiden wir uns für etwas anderes.

Kräutersalat mit Rindsfiletspitzen.

Kräutersalat mit Rindsfiletspitzen.

Bild: Alexandra Gächter

Als Vorspeise wählen wir die Rote Currysuppe mit Crevettenspiessli (14.-) und den Kräutersalat mit Rindsfiletspitzen (24.-). Die Suppe hat eine angenehme Schärfe, die Rindsfiletspitzen sind so zart wie schmackhaft und der Kräutersalat toppt mit bunten Blumen. Frischer und regionaler kann man sich einen Salat nicht wünschen.

Sogar der violette Blumenkohl stammt aus der Region

Das Personal ist aufmerksam, das Essen wird zügig serviert. Bei der Hauptspeise fällt unser Entscheid auf die gebratenen Jakobsmuscheln, mit Karotten und Cannolicchio (36.-) sowie auf das Wiener Schnitzel (ebenfalls 36.-). Nicht nur das Wiener Schnitzel ist perfekt, auch die Mandelkroketten überraschen.

Gebratene Jakobsmuscheln, mit Karotten und Cannolicchio.

Gebratene Jakobsmuscheln, mit Karotten und Cannolicchio.

Bild: Alexandra Gächter

Das Gemüse wird getreu dem Motto «Schweizer Küche» angeboten: Karotten und Zucchetti – ja sogar der violette Blumenkohl – stammen aus der Region, auch wenn die exotische Farbe dies auf den ersten Blick nicht vermuten lässt. Die Jakobsmuscheln sind von sehr guter Qualität. Die kleinen Karotten werden als ganze serviert und kunstvoll angerichtet. Hier isst sich das Auge ebenfalls satt.

Auch die Portionen sind herrschaftlich

Apropos sattessen: Auch die Portionen sind herrschaftlich. Nach dem Hauptgang, serviert mit einem Barolo Massimo Rivetti aus dem Jahr 2016, sind wir satt. Das Tobleronemousse (14.- ) und die Mocca Baileys Crème brulée (13.-) schaffen es beinahe, uns für einen Dessert umzustimmen. Wir belassen es bei einer Alten Birne (8.-) und sind uns einig: Das wird nicht unser letzter Besuch im Schlössli Sax gewesen sein.

Schlössli Sax

9468 Sax, Gaditsch 1, Telefon 081 599 48 46, www.schloesslisax.com. Mi-Sa von 11 bis 14 Uhr und 17 bis 23 Uhr, So 11-20 Uhr. Vorspeisen ab 9.-, Hauptgänge 28.- bis 49.-, Schlösslimenü 74.- (3 Gänge) bis 110.- (6 Gänge). (ag)

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