Bei der Flaggala in Räfis-Burgerau dauerte es elf Minuten bis zum Knall

Finnenkerzen wiesen den Weg bis zum Platz bei der Kanalbrücke, wo zahlreiche Besucher am vergangenen Sonntag dem Brauch des «Flaggalasunntigs» beiwohnten.

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Ein Spektakel: Die «Flaggala» in Räfis-Burgerau brennt lichterloh, beobachtet von vielen Zuschauern. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Ein Spektakel: Die «Flaggala» in Räfis-Burgerau brennt lichterloh, beobachtet von vielen Zuschauern. (Bild: Hansruedi Rohrer)

(H.R.R.) Am «Flaggalasunntig» wird seit jeher in Räfis-Burgerau ein grosser Holzstoss verbrannt, um damit gemäss einem alemannischen Brauch den Winter zu vertreiben. Diesen Holzhaufen, die «Flaggala», haben die Mitglieder des Flaggala-Holzer-Vereins Räfis-Burgerau sorgfältig errichtet und am Sonntag um punkt 19 Uhr nach dem Böllerschuss entzündet.

Nach elf Minuten und 17 Sekunden explodierte die Figur zuoberst, der «Bög». Es heisst, je schneller der Knall erfolgt, desto schöner werde der Sommer.

Die wechselnde Windrichtung zwang die lodernden Flammen vorerst einmal in die südliche und dann wieder in die nördliche Richtung. Nach einer guten Weile konnte eine schön brennende «Flaggala» beobachtet werden. Der Einwohnerverein Räfis-Burgerau sorgte an diversen Ständen für Verpflegung.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer hatten auch die Gelegenheit, am Schätzwettbewerb teilzunehmen: bevor die «Flaggala» entzündet wurde, musste dabei die Brenndauer bis zum Knall geschätzt werden. Traditionsgemäss war für manche danach auch der Treffpunkt in der «Krone» Burgerau.