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Zehn Männer gründeten vor 100 Jahren den Ornithologischen Verein Gams

Vor 100 Jahren ist der Ornithologische Verein ins Leben gerufen worden. Zum Jubiläum wird an diesem Samstag, 13. April, in Gams die kantonale Delegiertenversammlung durchgeführt.
Hansruedi Rohrer
Mathäus Vetsch, Hans Spitz und Emil Hardegger als Gründer des OV Gams im Jahr 1992, es fehlt Josef Scherrer. (Bilder: Archiv OV Gams)

Mathäus Vetsch, Hans Spitz und Emil Hardegger als Gründer des OV Gams im Jahr 1992, es fehlt Josef Scherrer. (Bilder: Archiv OV Gams)

Es war ein Jahr nach Ende des Ersten Weltkriegs, als sich das Leben auch in der Schweiz und in der Region langsam wieder normalisierte. Der Schrecken wich – zwar nur allmählich – der Hoffnung auf eine friedvolle Zukunft. Verschiedene Dorfvereine wurden da und dort gegründet. Einige überdauerten ein Jahrhundert und existieren heute noch, wie der Ornithologische Verein Gams.

Am 10. Juli 1919 erfolgte die Gründung im Dorfrestaurant Hirschen durch Mathäus Vetsch, Simmi, Hans Spitz, Burg, Emil Hardegger, Bütz, und Josef Scherrer, Reallehrer. Es waren lediglich zehn Personen anwesend. Es wurde eine Kommission bestellt, welche einen Entwurf der ersten Statuten auszuarbeiten hatte.

Am 2. August 1919 erfolgte bereits die erste Hauptversammlung – mit nur sechs Mitgliedern. Die Statuten wurden genehmigt, und der Jahresbeitrag auf vier Franken festgelegt. Wer dem Verein beitreten wollte, hatte eine Gebühr von einem Franken zu entrichten.

Der Eierhandel war 1920 die erste Vereinsaktivität

Mathäus Vetsch war der erste Präsident. Abonniert wurde die Zeitschrift «Tierwelt» und im Restaurant Hirschen aufgelegt. Als erste Aktivität wurde im Jahre 1920 mit dem Eierhandel und dem Versand in entsprechenden Kisten begonnen. Pro Ei wurden zwei Rappen verrechnet. Bei der Sparkassa Gams wurde ein Konto eröffnet, jedes Mitglied musste für dieses Konto Bürgschaft leisten. 1924 konnte in der Rechnung bereits ein Reinerlös von 220 Franken und zehn Rappen verbucht werden. Im Anschluss an die Hauptversammlung jenes Jahres im «Hirschen» gab es für die Mitglieder einen «Chüngelischmaus».

Geflügelausstellungen und Kleintierschauen

Die Mitglieder nahmen immer wieder auch an Weiterbildungskursen teil. Es folgten Geflügelausstellungen und Kleintierschauen, der Verein engagierte sich im Naturschutz mit aktiver Pflege, und die vereinseigene Frauengruppe nähte Pelze und bot auch Kurse in der Fleischverwertung an. 1987 beendete Ernst Greuter nach 27 Jahren seine Aufgabe als Präsident. Er hat den OV Gams in seiner Amtszeit weit gebracht und hat verschiedene ornithologische Anlässe im Dorf organisiert: kantonale, Bezirks- und lokale Ausstellungen sowie auch eine schweizerische Schau mit rund 1300 Lohkaninchen.

Umzugswagen 1989 «70 Jahre OV Gams» mit der Frauengruppe.

Umzugswagen 1989 «70 Jahre OV Gams» mit der Frauengruppe.

Ab 1987 konnte der Verein von Hans Lenherr erfolgreich weitergeführt werden. Auch in seiner Amtszeit gab es weitere Ausstellungen im Widem-Schulhaus und erfolgreiche Jungtierschauen.

Mit Hans Lenherr kann der Verein einen erfolgreichen Züchter aufweisen. Mit der Kaninchenrasse «Sachsengold» holte er nämlich zweimal hintereinander den Schweizer-Meister-Titel. Das hat ihm schweizweit noch keiner nachgemacht. Nach den Präsidenten Hanspeter Utzinger und Willi Suhner ist nun Franz Haldner jun. an der Spitze des Vereins. Mit seinem OK organisiert er zum Jubiläum die diesjährige kantonale Delegiertenversammlung. Diese findet am Samstag, 13. April, ab 13 Uhr im Widem- und im Hofschulhaus statt.

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