Zahl der Stellensuchenden nimmt ab: Stärkster Rückgang im Werdenberg

Die Zahl der Stellensuchenden hat im Vorjahresvergleich abgenommen, vor allem in der W&O-Region.

Heini Schwendener
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Im Vergleich zum Vorjahr mussten weniger Leute eine Stelle suchen (Symbolbild).

Im Vergleich zum Vorjahr mussten weniger Leute eine Stelle suchen (Symbolbild).

Martin Ruetschi, KEYSTONE

Im Vorjahresvergleich hat die Zahl der Stellensuchenden im Kanton St. Gallen im November um gut ein Prozent abgenommen. Die Wahlkreise sind im Hinblick auf die Entwicklung der Stellensuchendenzahlen zweigeteilt. Der Wahlkreis Werdenberg liegt mit einem Minus von acht Prozent weit über dem kantonalen Durchschnitt. Auch die Wahlkreise Toggenburg (-6%), St. Gallen (-4%) und Sarganserland (-3%) haben den kantonalen Wert übertroffen. In den übrigen Wahlkreisen beträgt die Zunahme der Stellensuchenden im Vorjahresvergleich zwischen zwei und drei Prozent.

Ende November waren im Wahlkreis Werdenberg 339 Arbeitslose und 704 Stellensuchende beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum in Sargans gemeldet (vgl. Tabelle). Im Wahlkreis Toggenburg waren 398 Arbeitslose und 650 Stellensuchende beim RAV Wattwil registriert.

Wie in den Monaten zuvor hat sich im Kanton St. Gallen auch folgender Trend fortgesetzt: Die Zahl der stellensuchenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, und zwar um gut sechs Prozent. Einen Anstieg um knapp drei Prozent gab es jedoch bei den älteren Stellensuchenden ab 50 Jahren.

Im produzierenden Sektor stieg jedoch die Zahl der Stellensuchenden

In der Medienmitteilung des kantonalen Volkswirtschaftsdepartements heisst es zu den Zukunftsaussichten: «Gemäss Trendschätzung der Fachstelle für Statistik ist in den kommenden Monaten mit geringfügigen Veränderungen bei der Zahl der Stellensuchenden zu rechnen.»

Wie hat sich die Zahl der Stellensuchenden in den einzelnen Wirtschaftssektoren in einem Jahr verändert? Im produzierenden Sektor ist sie um etwas über 200 Personen angestiegen (+6%). Am ausgeprägtesten ist die Zunahme in der metallverarbeitenden Industrie. Auch beim Baugewerbe ist eine Zunahme zu beobachten. Eine Abnahme der Stellensuchendenzahl um 3,5 Prozent konnte bei den Dienstleistungen festgestellt werden. Deutlich sind die Werte im Gastgewerbe und im Grosshandel zurückgegangen, weniger ausgeprägt in den Finanzdienstleistungen.

Ende November haben 19 Betriebe etwas mehr als 800 Mitarbeitende für Kurzarbeit angemeldet.