Wirtschaft Buchs warnt vor Trickbetrügern

Mit dem Beginn des Weihnachtsgeschäftes sind vermehrt Trickbetrüger unterwegs. Die ersten Fälle gab es bereits. Der Verein Wirtschaft Buchs mahnt daher zur Vorsicht.

Miriam Cadosch
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Durch Ablenkung gelangen Trickbetrüger an ihre Beute. (Bild: Gerhard Seybert/ Fotolia)

Durch Ablenkung gelangen Trickbetrüger an ihre Beute. (Bild: Gerhard Seybert/ Fotolia)

Das Weihnachtsgeschäft hat für die meisten Detailhändler bereits begonnen. Doch mit den dekorierten Strassen und Schaufenstern kommt nicht nur Weihnachtsstimmung auf, sondern es werden auch Trickbetrüger aktiv. Die Kantonspolizei kann zwar nicht bestätigen, dass in der Weihnachtszeit vermehrt Trickbetrug stattfindet. Daniel Keusch, Präsident des Vereins Wirtschaft Buchs und Geschäftsführer von Blumen Keusch, sieht dies jedoch anders: «Zumindest in unserem Blumenladen haben wir solche Fälle fast nur um die Weihnachtszeit. Ich denke, es liegt daran, dass die Geschäfte in dieser Zeit meist sehr voll sind. Somit ist auch das Personal intensiver beschäftigt und eher abgelenkt.»

Verdachtsfall löste Warnung an Händler aus

Die Diebe gehen dreist vor, wie Daniel Keusch erklärt: «Die Betrüger kommen meist zu zweit. Obwohl es fast unmöglich scheint, verwickeln sie einen in ein verwirrendes Gespräch. Am Ende des vermeintlichen Kaufes verlassen sie das Geschäft mit der Ware, ohne diese bezahlt zu haben. Zudem ist es meist so, dass aufgrund diversen Hin und Her dem Betrüger vermeintliches Wechselgeld ausgehändigt wird.» Daniel Keuschs Blumengeschäft wurde in der Vergangenheit schon selbst Opfer eines versuchten Trickbetruges. Vergangene Woche gab es im Lukashaus-Shop einen Verdachtsfall. Daher mahnte der Verein Wirtschaft Buchs die Händler per E-Mail zur Vorsicht. «Grundsätzlich darf man nicht in jedem Kunden etwas Schlechtes oder eine böse Absicht sehen», sagt Daniel Keusch. «Zum Glück ist der grosse Teil der Kunden aber ehrlich und ohne bösen Absichten. Ein bisschen Vorsicht schadet jedoch nicht.»

Trickbetrüger zu erkennen ist schwierig

Trickbetrug vorzubeugen ist nicht leicht. «Wir machen es seit den ersten Vorfällen so, dass wir, sobald wir ein komisches Gefühl haben, eine zweite Verkäuferin hinzuziehen, die unterstützend und kontrollierend zur Seite steht. Bis jetzt hat das gut funktioniert», erklärt Daniel Keusch. Sich auf Merkmale zu verlassen, die auf einen Trickbetrüger hindeuten, ist ebenfalls schwierig. Jedoch: «Unsere Erfahrungen waren immer die gleichen. Die Betrüger kamen immer zu zweit und sprachen bis jetzt nur gebrochen Deutsch», so Daniel Keusch auf Anfrage gegenüber dem W&O. Gemäss dem Sicherheitsratgeber der Kantonspolizei treten Trickbetrüger meist in Gruppen auf. Dabei versucht einer, das Opfer abzulenken, und ein anderer tätigt den Diebstahl.

Die meisten Vorfälle finden jedoch nicht in Geschäften, sondern im öffentlichen Raum statt. Besonders beliebt sind Orte, an denen sich viele Menschen auf engem Raum begegnen. Hier bietet sich Trickdieben ein leichtes Spiel. Daher rät die Polizei, Wertgegenstände immer in verschiedene Innentaschen der Kleidung zu stecken und Tragtaschen an der Vorderseite des Körpers zu tragen.

Weitere Tipps um sich vor Trickdiebstählen zu schützen finden Sie in der Broschüre «Polizeilicher Sicherheitsratgeber» auf www.kapo.sg.ch.