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«Wir sind verbunden durch Gott»

Die fünf Evangelischen Kirchgemeinden aus Werdenberg und jene aus dem Fürstentum Liechtenstein feierten am Sonntag gemeinsam einen Kirchentag im Gedenken an die Reformation vor 500 Jahren.
Hanspeter Thurnherr
Eine Welturaufführung als besonderes Ereignis: Alle Chöre singen gemeinsam die Komposition «Dein Wort» von Irene Stäheli. (Bilder: Hanspeter Thurnherr)

Eine Welturaufführung als besonderes Ereignis: Alle Chöre singen gemeinsam die Komposition «Dein Wort» von Irene Stäheli. (Bilder: Hanspeter Thurnherr)

Das besondere Ereignis des Kirchentags war die Uraufführung der Komposition «Dein Wort» von Irene Stäheli mit dem Text von Pfarrer John Bachmann. Begleitet von Musikern sangen nicht weniger als sechs Chöre aus allen Kirchgemeinden dieses beschwingte Reformationslied gemeinsam. Der Gottesdienst war ohnehin geprägt durch Musik unterschiedlicher Stilrichtungen. Dafür besorgt waren der Gemische Chor Salez-Haag, das Plauschchörli Sax, die Kirchenchöre Sennwald, Sevelen und Wartau sowie Gospel Werdenberg.

Die drei Festredner – Stadtpräsident Daniel Gut, Dekan Erich Guntli und der kantonale Kirchenratspräsident Martin Schmidt (von links) – klatschen begeistert zu den Klängen von Gospel Werdenberg.

Die drei Festredner – Stadtpräsident Daniel Gut, Dekan Erich Guntli und der kantonale Kirchenratspräsident Martin Schmidt (von links) – klatschen begeistert zu den Klängen von Gospel Werdenberg.

In seiner Begrüssung sagte Lars Altenhölscher: «Heute wird hier gefeiert mit unterschiedliche Menschen, Chören und Kunstwerken. Doch sind sie alle verbunden durch Gott.» Das Thema des Kirchentages, «es wächst», sei ein provokatives Motto aus Sicht der Kirche in einer Zeit sinkender Zahlen und gesellschaftlicher Umbrüche. Altenhölscher nahm das Thema in seiner beeindruckenden Predigt auf und sagte: Der Same wächst empor, ohne dass der Landwirt weiss wie. Dass es wächst liegt nicht an uns.» Aber wir alle hätten unsere Aufgaben zu machen und das «Feld zu bestellen». Ein Erbe der Reformation zeige sich im Wort Sehnsucht. Wir alle sehnten uns nach einem gnädigen Gott in einer ungnädigen Welt. Reformation sei heute noch ein Grundzug der reformierten Kirche, denn sie müsse sich hinterfragen lassen.

Humorvolle und mahnende Festredner

Nach dem Gottesdienst konnten sich die Kirchentagbesucher im Zentrum Neuhof verpflegen und/oder das Festprogramm in der Kirche mitverfolgen. Als erster von drei Festrednern sprach Martin Schmidt, Kirchenratspräsident der evangelischen Kantonalkirche. Es gehe in diesem «Gedenkjahr» nicht nur um feiern, sondern auch um dunkle Ecken der Geschichte. Alle müssten wir uns fragen, was das Jubiläum uns heute bedeute.

Erich Guntli, katholischer Pfarrer der Seelsorgeeinheit Werdenberg, machte deutlich: «Konfessionelle Trennung wollte Jesus nicht. Die Zeiten, wo wir uns den richtigen Glauben absprechen, sollten vorbei sein.» Auch die katholische Kirche habe eine Reformation durchgemacht. Der Buchser Stadtpräsident Daniel Gut stellte fest: «Gräben gibt es heute nicht mehr zwischen katholisch und reformiert. Vielmehr werden uns die Gräben zwischen christlichen Konfessionen und anderen Religionen, vor allem dem Islam beschäftigen. Die Kirchen würden uns immer an die grundlegenden Werte des Zusammenlebens erinnern.

Mit reformatorischen «Solis» auseinandergesetzt

Sechs Künstler , aber auch 19 Schulklassen hatten sich in den letzten Monaten mit den vier reformatorischen «Solis» auseinandergesetzt. Ein Ziel sei gewesen, die einst aus der Kirche verbannte Kunst zurückzuholen und zu zeigen, welche Kraft Kunstwerke haben, sagte Dagmar Frick-Islitzer, die Organisatorin der Kunstausstellung. Sie und Moderator Marcel Wildi präsentierte die Künstler – Sabine Croset, René Düsel, Hubert Müller, Michael Zellweger, sie selber und einen anonym bleibenden Künstler – und deren Werke in einer Art «Künstlertalk». Zuvor hatte sie die drei Preise beim Kunstwettbewerb der Schulklassen übergeben dürfen. Der erste Preis ging an die 6. Klasse Schulhaus Quader Grabs, der Zweite an die 1. Klasse Weite, der dritte Preis an die 5./6. Klasse Sennwald.

Hinweis

Kunstausstellung in der Kirche: 11. Juni bis 1. Juli täglich von 9 bis 17 Uhr (ausser wenn Gottesdienste sind).

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