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Bergbahnen-Streit im Toggenburg: Wildhauser Ja zum Ausbauprojekt hat Einfluss auf das Übernahmeangebot aus Unterwasser

Der Entscheid der Bergbahnen Wildhaus AG (BBW) für ihr Ausbauprojekt könnte Auswirkungen auf das laufende Aktienübernahme-Angebot der Toggenburg Bergbahnen (TBB) an die BBW-Aktionäre haben. Der Investitionsbeschluss für Wildhaus 2.0 widerspricht nämlich den Vollzugsbedingungen der TBB.
Thomas Schwizer
Wildhaus oder Unterwasser? Das gemeinsame Winterticket der beiden grossen Bergbahnen ist Geschichte. (Bild: Ralph Ribi)

Wildhaus oder Unterwasser? Das gemeinsame Winterticket der beiden grossen Bergbahnen ist Geschichte. (Bild: Ralph Ribi)

Am 23.Oktober hat die BBW bekannt gegeben, dass die Finanzierung der neuen 6er-Sesselbahn Oberdorf-Freienalp mit neuem Kinderlift im Oberdorf, Pistenverbesserungen sowie Optimierungen bei der technischen Beschneiung steht. Bereits auf die Wintersaison 2020/21 soll das 11,6-Millionen-Projekt realisiert sein.

TBB prüfen eine Anpassung ihres Übernahmeangebotes

Bereits seit dem 3.Juni 2017 läuft das Aktienübernahmeangebot der Toggenburg Bergbahnen (TBB) an die Aktionäre der BBW. Knapp einen Monat vor der Bekanntgabe des Baubeschlusses in Wildhaus wurde es zum dritten Mal verlängert, und zwar bis Ende August 2020.

TBB: «Anpassung, wenn es opportun erscheint»

In diesem Angebot hält die TBB ausdrücklich fest, es gelte nur unter der Bedingung, dass die BBW «bis zum Voll- oder Rückzug dieses Angebotes» keine neuen Verpflichtungen und Beschlüsse über grössere Investitionen tätigen.

Hat der Investitionsbeschluss der BBW, die das Übernahmeangebot als «feindlich» ablehnt, also Auswirkungen auf das Angebot aus Unterwasser? TBB-Mediensprecher Alex Singenberger sagt auf Anfrage dazu: «Wenn eine Anpassung des Angebots ... opportun erscheint, werden wir es tun.»

Externe Analyse zeigt: Aktienwert der Bergbahnen Wildhaus viel höher

Auf Anfrage des W&O will Singenberger nicht detailliert sagen, wie die TBB auf den tiefen Angebotspreis von 25 Franken für eine BBW-Aktie kommt. Er hält lediglich fest, dass es dafür «relevantere Indikatoren» gebe als den Aktien-Handelskurs. Die BBW-Aktie erzielt einen Durchschnitt von rund 180, jene der TBB 255 Franken.

Eine Analyse der Hochschule Luzern vom November 2017 zum Aktienwertverhältnis der Bergbahnen Wildhaus AG und der Toggenburg Bergbahnen AG kommt zu einem Ergebnis, das vom Angebot der TBB massiv abweicht.

Fazit: Eigentlich ein Verhältnis von 2:3 zugunsten von Wildhaus

Im Fazit heisst es, das potenzielle Umtauschverhältnis müsste statt 10 Aktien aus Wildhaus für 1 aus Unterwasser eigentlich lauten: 2 aus Wildhaus für 3 aus Unterwasser.

Gemäss der von Prof. Dr. Philipp Lütolf vom Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ, im Auftrag der BBW, verfassten Analyse wäre eine Aktie aus Wildhaus also gar mehr Wert als eine aus Unterwasser.

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