Wiga-Teilnahme: Gewerbevereine setzen der Trägerschaft eine konkrete Frist

Bis am 11. November verlangen die Werdenberger Gewerbevereine offizielle Informationen von der Trägerschaft der Wiga 2019. Sonst seien aus zeitlichen Gründen die traditionellen Gemeinschaftsstände an dieser Regionalmesse nicht mehr möglich.

Thomas Schwizer
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Die Türe bleibt noch bis am 11.November offen, damit die Gewerbevereine vielleicht doch gemeinsam an der Wiga 2019 teilnehmen. (Bild: Heini Schwendener)

Die Türe bleibt noch bis am 11.November offen, damit die Gewerbevereine vielleicht doch gemeinsam an der Wiga 2019 teilnehmen. (Bild: Heini Schwendener)

Die Zeit drängt, damit die Werdenberger Gewerbevereine noch qualitativ gute Gemeinschaftsstände für die Wiga 2019 auf die Beine stellen können. Das macht Päuli Kohler, Präsident der Werdenberger Wirtschaftsorganisation (WWO), klar.

Die Dachorganisation der sechs Gewerbevereine der Region Werdenberg vereint deren Präsidenten und hat gestern Mittwoch getagt. Das grosse Thema war eine allfällige Beteiligung mit Gemeinschaftsständen an der regionalen Industrie- und Gewerbeausstellung Wiga 2019. Das Gewerbe hatte abgesagt wegen der Wirren um die Wiga-Führung (Verwaltungsrat, Aktionariat und Messeleitung). Die Ursache dafür war das fehlende Vertrauens in den bisherigen «Mister Wiga» Paul Schlegel.

Aktuell zwei Optionen, aber fehlende Informationen

Nach Schlegels vor Wochenfrist bekannt gewordenen Ausscheiden hätten sich innert kurzer Zeit für die WWO zwei Optionen geöffnet, sagt Kohler. Doch über beide habe man gestern nicht entscheiden können, weil bis jetzt offizielle und konkrete Informationen fehlen würden.

Die erste Option ist die Durchführung der Messe durch die Wigab AG, die zweite eine offenbar an der Wiga interessierte Gruppierung aus der Region. Der Wigab-Verwaltungsrat (VR) kündigte zwar den Präsidenten der Gewerbevereine in einem Schreiben vom 15.Oktober eine neue Struktur und eine Reorganisation an. Doch bisher haben sie keine konkreten Informationen und Antworten auf ihre zahlreichen offenen Fragen erhalten.

Gespräch mit Wigab-Verwaltungsrat soll nächste Woche stattfinden

Das dürfte sich nächste Woche ändern, stellt Wigab-VR-Präsident Josef Müller-Tschirky auf Anfrage des W&O fest. Er habe gestern Morgen WWO-Präsident Päuli Kohler ein Treffen für nächste Woche vorgeschlagen, der Termin stehe aber noch nicht fest. Kohler bestätigt dies.

Zudem hat die WWO Kenntnis erhalten, dass eine Gruppierung sich ebenfalls um die Wiga bemühe. Man habe aber keinerlei offizielle Informationen, was sie plane und welche Rolle sie für das Gewerbe sehe, sagt Kohler.

Gewerbevereine schliessen Mitträgerschaft nicht aus

Spätestens am 11.November müssten die Wigab AG und diese Gruppierung ihm oder Rolf Pfeiffer von Wirtschaft Buchs konkrete Informationen liefern. Sie sind die Delegierten der WWO für Gespräche. Danach sei es für Gemeinschaftsstände an der Wiga 2019 zu spät, waren sich die Gewerbepräsidenten gestern einig.

Wenn die konkreten Informationen der Wiga-Trägerschaft und deren Antworten auf offene Fragen positiv ausfallen, fassen die Gewerbevereine der Region Werdenberg eine massgebliche Beteiligung an der Messe ins Auge.

Gewerbe besetzte die Hälfte der Ausstellungsfläche

Wie wichtig die Präsenz der Gewerbetreibenden aus der Region für die Wiga ist, zeigt die Tatsache, dass sie 2017 gemeinsam circa 50 Prozent der gesamten Ausstellungsfläche besetzten, wie Kohler sagt.

Er unterstreicht, dass die Wiga auch für das regionale Gewerbe sehr wichtig ist. Die Gewerbevereine könnten sich deshalb, wenn die künftige Struktur für sie stimmt, auch eine Mitträgerschaft im Verwaltungsrat oder Aktionariat von rund 50 Prozent vorstellen. Die Messeleitung müssten aber sicher Profis machen.

«Das Gewerbe muss bei der Wiga eine wichtige Rolle spielen», betont er. Dafür müssten aber die Wigab AG bzw. eine offenbar interessierte Gruppe aus der Region umgehend mit offenen Karten spielen. Das Zeitfenster für konkrete Informationen und allenfalls ein Angebot läuft am 11.November ab.