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Weshalb schwärmen Bienen aus?

Bienen bilden in den Monaten Mai und Juni Schwärme und verlassen mit ihrer Königin einen Teil des angestammten Volkes. Die hinterlassenen Bienen ziehen eine junge Königin auf, um ihr Volk aufrechtzuerhalten.
Heidy Beyeler
Hier wurde ein Ast eines Aprikosenbaumes von einem Bienenvolk in Beschlag genommen. (Bild: Heidy Beyeler)

Hier wurde ein Ast eines Aprikosenbaumes von einem Bienenvolk in Beschlag genommen. (Bild: Heidy Beyeler)

Ein solches Spektakel war kürzlich im Büsmig, Frümsen, zu beobachten. Mitten am Vormittag war ein lautes Summen unzähliger Bienen in der Nähe des Aprikosenbaums zu vernehmen. Beim näheren Hinschauen war eine riesige Traube aus unendlich vielen Bienen an einem Ast zu erkennen. Schnell war die Kamera zur Hand, um den aufsehenerregenden Anblick fotografisch festzuhalten. Anschliessend wurde Bogdan Langer avisiert, nachdem der Hobby-Imker aus Frümsen in weiser Voraussicht die Anwohner bereits gebeten hatte, ihn bei der Sichtung eines Bienenschwarms zu benachrichtigen.

Glück bei der ersten Fangaktion

Bogdan Langer nutzte die Mittagszeit – ausgerüstet mit einer Schwarmkiste –, um die Ausreisser einzufangen. Seit 2017 besucht er den Grundkurs für angehende Imker am Rheinhof, der unter der Leitung von Hans Oppliger geführt wird. Und so konnte er als Anfänger das in der Theorie Gelernte in die Praxis umsetzen. Es war das erste Mal, dass er sich mit einem Bienenschwarm konfrontiert sah. Er hatte auch Glück. Augenscheinlich befand sich die Königin mitten in der Bienentraube, die an einem Ast eines Aprikosenbaumes hing – unweit vom Standort der Bienenbehausung.

Wenn es zu eng wird, teilt sich das Volk

In der Regel schwärmen Bienen mit der Königin aus, wenn es in der angestammten Behausung (Beute) zu eng wird. Dann schwärmen die Bienen aus und «entführen» die Königin. Fehlt die Königin oder verunglückt sie auf dem Flug zu einem neuen Standort, kehren die Bienen meist «nach Hause» zurück. In der Regel besteht ein Bienenvolk in der besten Lebensphase aus 25000 bis 50000 Bienen. Wenn es zu viele sind, teilt sich das Volk auf. Die eine Hälfte bleibt am gewohnten Standort, die andere zieht aus – ins Nirgendwo –, wenn ihnen keine Unterkunft vonseiten der Imker geboten wird. Das geschieht meist in den Monaten Mai und Juni.

Auf die Frage, was zu tun ist, wenn man einen Bienenschwarm entdeckt, rät Hans Oppliger: «Am besten ruft man einen Imker aus dem Dorf an, um ihn darüber zu orientieren. So hat er die Möglichkeit, den Schwarm einzusammeln.» Imker sind froh um jedes Bienenvolk, das sie einfangen können, um möglichst viele gesunde Völker zu erhalten, die ihre Dienste nicht nur für die Honigproduktion, sondern auch für die Obstproduktion und die Biodiversität unermessliche Beiträge leisten.

Gute Ernte dank Arbeit der Bienen

Ein Beweis liefert der Aprikosenbaum, den die Bienen von Imker Bogdan Langer schon während der Blütezeit in Beschlag genommen hatten. Sie sorgten dafür, dass dieser Baum heuer «en masse» Aprikosen reifen lässt. Während der vergangenen zehn Jahre, seit der Baum Jahr für Jahr blühte, brachte er keine einzige Frucht hervor – weil es dort (praktisch) keine Bienen gab. Jetzt sind sie da, dank Imker Bogdan Langer. Das beste Beispiel dafür, dass man auf Bienen und Imker angewiesen ist, wenn man beispielsweise auf Obst nicht verzichten will.

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