Box und Chipleser für tote Katzen: KVA Buchs bietet den Tierfreunden eine wertvolle Hilfestellung

Bei der KVA Buchs gibt es neu eine Box, wo tot aufgefundene Katzen deponiert werden.

Heidy Beyeler
Hören
Drucken
Teilen
Auf gute Zusammenarbeit: Monika Gmeiner, Ressort Katzen TSW, überbringt René Nigg, KVA, den Chipleser.

Auf gute Zusammenarbeit: Monika Gmeiner, Ressort Katzen TSW, überbringt René Nigg, KVA, den Chipleser.

Bild: Heidy Beyeler

Buchs In der Schweiz gibt es rund 1,7 Millionen Katzen. Davon sind rund ein Drittel, also über eine halbe Million, gechippt und bei der Anis-Tierdatebank registriert. Einen Antrag, auch für Katzen ein Chip-Obligatorium einzuführen – wie bei Hunden – hat der Nationalrat kürzlich verworfen; auch der Bundesrat stellte sich dagegen. Mit dem gesetzlich vorgegebenen Obligatorium wäre es möglich, die jährlich weit über 3000 vermissten Katzen zu identifizieren, die vielfach einem Verkehrsunfall zum Opfer fielen. Diese Katzen landen häufig bei den Tierkörpersammelstellen – solche mit und solche ohne Chip, weil häufig sogenannte Chipleser fehlen.

Umgehend Meldung an betroffene Halter

Der Tierschutzverein Sargans-Werdenberg (TSW) hat vor einigen Jahren die Gemeinden sensibilisiert und ihnen die Anschaffung eines Chiplesers für den Werkhof nahegelegt. Was passiert aber mit jenen Katzen, die von Privaten direkt bei der KVA in Buchs entsorgt werden?

«Als wir beim Verein für Abfallentsorgung KVA um Bereitschaft baten, eine Katzenbox für aufgefundene tote Katzen aufzustellen, war René Nigg, Mitglied Geschäftsleitung KVA, sofort bereit.»

Wenige Tage später stand bereits eine Box gleich neben der Kadaversammelstelle zur Verfügung. «Wir haben uns riesig gefreut, dass die KVA so rasch auf unsere Bitte reagiert hat. Das ist für uns und für Katzenliebhaber ein schönes, nachhaltiges Weihnachtsgeschenk», sagte Monika Gmeiner, Ressort Katzen TSW, bei der Übergabe des Chiplesers am Donnerstag. Es lohnt sich also, die Katze mit einem Mikrochip zu versehen, damit man weiss, was los ist, wenn sie nicht mehr nach Hause kommt.

Meldung an den Tierschutzverein

Jetzt prüft ein Mitarbeiter der KVA jeden Tag die Box, ausgerüstet mit dem Chipleser. Liegt eine gechippte tote Katze in der Box, wird die Chipnummer dem TSW übermittelt. Besitzer der betroffenen Katzen werden sofort von einer Mitarbeiterin der Tierschutz-Auffangstation informiert. Auch Mitarbeitende der Werkhöfe bzw. Gemeinden können gechippte Katzen in besagter Box deponieren, so dass alle betroffenen Halter die Todesmeldung von der gleichen Stelle, in diesem Fall vom TSW, bekommen und ihr vermisstes Büsi allenfalls abholen können.

Erfahrungen aus Weinfelden, wo vor einiger Zeit eine derartige Box installiert wurde, zeigen, dass pro Monat durchschnittlich vier bis fünf Katzen in der Box deponiert werden.