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Werdenberger Musiker auf John Lennons Spuren

Die Band Touch Of Death der Musikschule Werdenberg hat am Mittwoch ihre ersten Studioaufnahmen gemacht. Die Firma Neutrik holte dafür den John Lennon Educational Tour Bus nach Schaan.
Saskia Bühler
Bassist Serafin und Gitarrist Jann mit Steven von der Crew (von links) im Aufnahmestudio.
Nora, Micha und Philipp (von links) schreiben den Text für ihren Song. (Bilder: Saskia Bühler)
Der John Lennon Educational Tour Bus stand von Montag bis Mittwoch in Schaan beim langjährigen Sponsor Neutrik AG.
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Werdenberger Musiker auf John Lennons Spuren

Auf dem Firmengelände der Neutrik AG in Schaan stand bis Mitte der Woche ein riesiger, blauer LKW. Die Aussenseite des Gefährts ziert ein grosses Comicbild von John Lennon; es handelt sich beim Truck um den John Lennon Educational Tour Bus. Es ist ein fahrbares, professionell eingerichtetes Tonstudio. Dieses ermöglicht es jungen Musikfans, in einem professionellen Rahmen einen Song zu schreiben, ihn aufzunehmen, zu broadcasten oder sogar ein Musikvideo zu drehen. Und das alles innerhalb eines Tages.

Diese Woche wurde das der jungen Band Touch Of Death (T.O.D.) von der Musikschule Werdenberg ermöglicht. Die fünf Jugendlichen haben sich in der Musikschule kennen gelernt und machen mittlerweile seit etwa fünf Jahren gemeinsam Musik. «Am Anfang waren es teilweise auch Pop-Rock-Songs, aber mittlerweile ist es eher Metal», erklärt Philipp, einer der beiden Gitarristen, die musikalische Stilrichtung der Band.

Unter Zeitdruck wegen Planänderung

Am Mittwoch hatte die Gruppe die Möglichkeit, mithilfe der Crew des Busses einen eigenen Song zu schreiben, aufzunehmen und am Ende ein Video dafür zu drehen. Die Mitglieder waren überrascht vom Tonstudio auf Rädern. «Wir haben gedacht, es wäre ein einfaches Studio, in dem wir aufnehmen», berichtet Philipp. Vor ein paar Tagen haben sie dann herausgefunden, dass es sich dabei um einen fahrbaren Untersatz handelt. Die Aufnahmen im Bus waren für die Band die ersten professionellen dieser Art. Vorher hatten sie erst einmal Vocals in einem Studio der Musikschule aufgenommen, das Instrumental nicht. «Das waren ziemlich unprofessionelle Aufnahmen», lacht Nora, Sängerin der Gruppe T.O.D (die früher S.I.X. hiess).

Die jungen Musiker freuen sich über die Chance, im fahrbaren Studio aufnehmen zu dürfen. «Es fühlt sich super an», strahlt Drummer Micha. Sie stehen jedoch unter Zeitdruck. Eigentlich hätten die Fünf einen bereits fertig komponierten Song aufnehmen wollen. Da dieser aber zu lang ist und zu viel Zeit zum Aufnehmen beansprucht hätte, haben sie kurzfristig anders entschieden. «Wir sind heute Morgen auf einen halbfertigen Song umgestiegen», erklärt Micha.

Mit Arbeit voll- gepackt bis am Abend

Am Nachmittag sassen er, Philipp und Nora vor dem Bus in der Sonne, die sich ab und zu blicken liess, und schrieben die zweite Strophe des Songs. «Texten ist echt schwer. Vor allem, weil wir alles auf Englisch schreiben», sagen die Drei. Joshua von der Techniker-Crew des Busses sass mit seinem Notizbuch zuerst im Truck, gesellte sich dann zu den drei Jugendlichen nach draussen und besprach mit ihnen ihre Songtext-Ideen. «Es hilft uns sehr, dass sie Amerikaner sind. Die Unterstützung ist toll.»

Gitarrist Jann und Bassist Serafin sind während dieser Zeit im Tonstudio im Inneren des Busses und nehmen ihre Instrumentalteile auf. Die Tipps der professionellen Techniker Steven und Jeffrey helfen ihnen bei den Aufnahmen.

Die Ideen für ihre Songs kämen oft von den Gitarristen, die irgendwelche Riffs im Kopf haben, erklären die Bandkollegen. «Dann basteln wir den Rest darum herum. Wir überlegen einfach, was gut dazu passen könnte», schildert der Drummer. Das Schreiben der Songs ist für sie ein gemeinschaftlicher Prozess.

Auch am Nachmittag war das Ende des Tages noch nicht in Sicht. Denn mit dem Komponieren, Texten und Aufnehmen war die Arbeit der Band noch nicht getan. Micha erklärt: «Wir werden heute wohl sogar noch ein Musikvideo aufnehmen.»

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