Werdenberg
Umstrittene Kündigungen bei den Sozialen Diensten Werdenberg: Auftrag für externe Untersuchung wurde vergeben

In den vergangenen zwei Jahren kam es bei den Sozialen Diensten Werdenberg zu grossen Personalfluktuationen sowie zwei umstrittenen Kündigungen. Die Geschäftsprüfungskommission hat nun den Auftrag zur externen Untersuchung vergeben. Die Ergebnisse werden im Herbst 2021 erwartet.

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Dank der riesigen Solidaritätswelle für KOJ-Leiter Markus Büchel wurde eine Untersuchung eingeleitet.

Dank der riesigen Solidaritätswelle für KOJ-Leiter Markus Büchel wurde eine Untersuchung eingeleitet.

Mareycke Frehner, 29.03.2018

(pd) Ende Februar sorgte die Freistellung eines Mitarbeiters der Sozialen Dienste Werdenberg für Schlagzeilen. Auf Grund der öffentlichen Kritik überprüfte der Vorstand das Vorgehen und erklärte die Kündigung als nichtig. Es fanden zusätzliche interne Abklärungen statt. Es kam eine weitere, umstrittene Kündigung zum Vorschein, die genauer geprüft werden muss. Dies wurde entsprechend kommuniziert und es fanden erste Gespräche mit den Beteiligten statt.

Gleichzeitig ersuchte der Vorstand der Sozialen Dienste Werdenberg (SDW) die GPK Sennwald, eine externe und unabhängige Untersuchung einzuleiten, wie die SDW am Dienstag in einer Medienmitteilung schreiben.

Ursachen für Personalfluktuationen finden

Die Ereignisse sollen von Experten möglichst lückenlos aufgearbeitet werden. Ziel ist es, die Vorkommnisse der letzten beiden Jahre zu analysieren und dadurch auch Aufschluss über die grossen Personalfluktuationen sowie deren Ursachen zu erhalten.

Weiter soll überprüft werden, ob die aktuelle Struktur und Organisation der Sozialen Dienste zweckmässig sind, heisst es weiter in der Medienmitteilung. Bei der Untersuchung der letzten zwei Jahre handelt es sich um keine juristische Aufarbeitung.

Auftrag Anfang Mai vergeben

Die GPK der Gemeinde Sennwald, welche für die Prüfung der Geschäfte bei den Sozialen Diensten Werdenberg zuständig ist, hat vier spezialisierte Unternehmen eingeladen, Offerten für die externe Untersuchung einzureichen. Vorausgesetzt wurden nebst der Fachkompetenz und der Erfahrung unter anderem auch die Unabhängigkeit.

Mittels Nutzwertanalyse hat sich die GPK für die Vitalba GmbH aus Lenzburg entschieden. Der entsprechende Auftrag wurde am 7. Mai vergeben.

Relevante Protokolle werden gesichtet

Das erste Treffen mit dem Auftragnehmer fand am 27. Mai statt. Aufgabe der Vitalba GmbH ist es nun, die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Geschäftsleitung sowie die Zusammenarbeit unter den Geschäftsleitungsmitgliedern zu beurteilen, wie es weiter in der Medienmitteilung der SDW heisst.

Beurteilt werden auch die Kompetenzregelungen, Stellenbeschriebe und Zielsetzungen. Dies geschieht unter anderem anhand der Sichtung relevanter Protokolle und Dokumente sowie durch die Führung von Interviews mit aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden. Der Untersuchungsbericht wird voraussichtlich im Herbst 2021 vorliegen.