Wer geht und steht, trägt im Buchser Kleintheater Fabriggli eine Maske

Dieser Tage ist das Werdenberger Kleintheater Fabriggli mit den ersten Veranstaltungen in die neue Spielsaison gestartet. In den nächsten Wochen und Monaten stehen zahlreiche Höhepunkte an. Für das neue Schutzkonzept erhofft man sich die Akzeptanz des Publikums.

Armando Bianco
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Hat alles gegeben für eine Theatersaison zur Zufriedenheit aller: Katharina Schertler Secli, Präsidentin Verein Fabriggli.

Hat alles gegeben für eine Theatersaison zur Zufriedenheit aller: Katharina Schertler Secli, Präsidentin Verein Fabriggli.

Lisa Jenny

Das Programm ist so umfassend und vielseitig, wie man es sich aus anderen Jahren gewohnt ist. Für die neue Saison wurde ein umfassendes Schutzkonzept erarbeitet. «Wir als Veranstalter sind in der Pflicht. Einerseits möchten wir unbedingt langfristig veranstalten, weil unsere Bühne ihrem Publikum Seelennahrung bietet, die in Zeiten wie diesen von grosser Bedeutung ist. Und weil unsere Künstlerinnen und Künstler wieder Orte brauchen, an denen sie auftreten können, um das zu tun, was ihre Berufung ist», sagt Kathrin Schertler Secli gegenüber dem W&O.

«Soziokulturell wieder in die Gänge zu kommen»

Kleinkunst sei ein wichtiger Beitrag, «damit wir in der Coronakrise soziokulturell wieder in die Gänge kommen», so die Präsidentin des Vereins Fabriggli. An den ersten Veranstaltungen ist das Schutzkonzept «auf fast 100 Prozent Akzeptanz gestossen». Eine zentrale Regel lautet: «Wer geht und steht, trägt Maske, wer sitzt darf auch ohne.» Das bedeutet: Beim Betreten der Räumlichkeiten bis zum Erreichen des Sitzplatzes gibt es eine Maskenpflicht.

Die Verantwortlichen des Kleintheaters haben sich zum Ziel gesetzt, die Balance zu finden zwischen Genuss und Sicherheitsmassnahmen. Mit grosser Sorgfalt und unter Einbezug der räumlichen Verhältnisse im Fabriggli, habe man die geltenden Regeln festgelegt.

«Wir gehen davon aus, dass alle Beteiligten ein hohes Mass an Eigenverantwortung mitbringen»,

sagt Kathrin Schertler Secli weiter. «Wir als Veranstalter versuchen, das Risiko einer Ansteckung zu minimieren, können es aber selbstverständlich nicht ausschliessen.» Nach wie vor beträgt der Mindestabstand 1,5 Meter. Die Maskenpflicht gilt übrigens auch bei Stehkonzerten. Kinder bis zwölf Jahre sind von der Tragepflicht ausgenommen.

Die Krise gemeinsam durchstehen

Die Ungewissheit ist bei den Theatermachern nach wie vor präsent. Traut sich das Publikum ins Theater? Und wie gross ist überhaupt noch die Lust auf Kleinkunst, Theater, Musik, Comedy?. «Wir haben jedenfalls ein volles Programm, haben Verträge. Die Künstlerinnen und Künstler freuen sich auf die Bühnenauftritte, diese Einnahmen sind für sie jetzt immens wichtig», gibt die Buchserin zu bedenken.

Das Buchser Fabriggli möchte auch in den kommenden Monaten mit Leben erfüllt sein.

Das Buchser Fabriggli möchte auch in den kommenden Monaten mit Leben erfüllt sein.

Heiner Schultz

Das Fabriggli hofft auf Verständnis für die getroffenen Massnahmen. «Man soll sich dadurch auf keinen Fall von einem Besuch im Kleintheater abhalten lassen. Ganz im Gegenteil. Stehen wir es gemeinsam durch, bis wir das Coronavirus soweit im Griff haben, dass es uns als Gemeinschaft nichts mehr anhaben kann», so Kathrin Schertler Secli weiter.

Gruppen müssen Abstände nicht einhalten

Die Vereinspräsidentin weist das Publikum auch darauf hin, den Vorverkauf zu nutzen. Damit helfe man bei der zentral wichtigen Sitzplatz- und Veranstaltungsplanung. Und man hat sicher ein Ticket, von denen es ja aus besagten Gründen weniger gibt. Die geltenden Schutzmassnahmen erlauben nur eine lockere Belegung der Theatersitzplätze. Es muss jeweils ein Sitz zwischen den verschiedenen Gästegruppen bzw. Einzelpersonen frei bleiben. Innerhalb bestehender Gruppen müssen die Abstände nicht eingehalten werden.

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