Bald kommt wohl das Feuerverbot im Werdenberg - Nebel bringt Feuchtigkeit in Bodenseeregion

Das Fürstentum Liechtenstein hat aufgrund der trockenen Wetterlage ein Feuerverbot in Waldesnähe erlassen. Sollte sich das Wetter in der nächsten Woche nicht grundlegend ändern und einiges an Regen fallen, wird es wohl auch in der Region Werdenberg dazu kommen.

Miriam Cadosch
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Der Förster Erwin Keller vom Forstrevier Tannenberg stellt beim Farnwal in Abtwil eine Feuerverbotstafel auf, am Dienstag, 24. Juli 2018. (TAGBLATT/Benjamin Manser)

Der Förster Erwin Keller vom Forstrevier Tannenberg stellt beim Farnwal in Abtwil eine Feuerverbotstafel auf, am Dienstag, 24. Juli 2018. (TAGBLATT/Benjamin Manser)

Auch der Oktober zeigt sich dieses Jahr von seiner sonnigsten Seite. Seit Wochen hat es nicht mehr richtig geregnet, das föhnige Wetter trocknet Wälder und Wiesen zusätzlich aus.

Mit dem trockenen Wetter steigt auch die Waldbrandgefahr erheblich. In den Regionen Rheintal, Werdenberg, Sarganserland und Walensee werden zurzeit mit Gefahrenstufe 3 eingeordnet. Liechtenstein hat bereits Massnahmen ergriffen und ein Feuerverbot in Waldesnähe ausgesprochen. Es ist durchaus denkbar, dass dies schon bald auch hierzulande eintritt.

In tieferen Lagen ist die Situation akut

«Besonders in den tieferen Lagen ist die Situation akut», so Peter Benz, Revierförster der Forstregion Grabs, Buchs und Sevelen. «Es hat viel trockenes Laub und Nadeln auf den Böden, das kann gefährlich werden. Es ist gut vorstellbar, dass in den nächsten Tagen über ein Feuerverbot entschieden wird.»

Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Verbot noch nicht unerlässlich. Ansonsten hätte man bereits vor den Herbstferien Massnahmen ergriffen, wie Jörg Hässig vom Kantonsforstamt erklärt. «Der kritische Punkt kommt aber nächste Woche. Im Moment warten wir noch die Prognosen ab. Sollte sich die Wetterlage jedoch nicht ändern, wird das Feuerverbot unausweichlich.»

Kommunikation in den nächsten Tagen

Sollte der gewünschte Regen nicht eintreten, wird das Kantonsforstamt einen Antrag für das Feuerverbot in Waldesnähe beim kantonalen Führungsstab einreichen. Mit diesem stehen auch die Präsidenten der Gemeinden Grabs, Gams und Sennwald in engem Kontakt. «Wir behalten die Situation im Auge. Die Förster und Feuerwehrkommandanten halten uns auf dem Laufenden. Mit dem kantonalen Führungsstab stehen wir ebenfalls in Kontakt», erklärt der Gemeindepräsident von Grabs, Niklaus Lippuner.

Die drei Gemeinden werden, wie bereits bei der Trockenphase im vergangenen Sommer, gemeinsam über ein Feuerverbot entscheiden und dieses gleichermassen umsetzen.

Nicht im ganzen Kanton problematisch

Wird das Verbot ausgesprochen, gilt dies voraussichtlich nicht für den ganzen Kanton, sondern nur für die betroffenen Regionen. In den Regionen St. Gallen, Bodensee und Toggenburg ist die Situation unproblematisch. Einerseits da in den höheren Lagen die Böden nicht zu trocken sind und andererseits weil Nebel in der Bodenseeregion die nötige Feuchtigkeit mit sich bringt.

Ob mit oder ohne Feuerverbot, Vorsicht geboten ist in den gefährdeten Regionen bereits. Die Gefahrenstufe 3 bedeutet erhebliche Waldbrandgefahr. Es empfiehlt sich, nur an dafür vorgesehenen Feuerstellen zu grillieren und das Feuer nicht unbeobachtet zu lassen. Funken können bereits einen Brand auslösen.

In Liechtensteins Wäldern gilt ein absolutes Feuerverbot

Ab sofort gilt im Fürstentum Liechtenstein ein absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Das hat das Amt für Bevölkerungsschutz am Montagnachmittag mitgeteilt. Hier gilt die zweithöchste Stufe 4 der Waldbrandgefahr (grosse Gefahr). In den St.Galler Regionen Rheintal, Werdenberg, Sarganserland und Walensee ist die Waldbrandgefahr derzeit auf Stufe 3 (erhebliche Gefahr).
Thomas Schwizer

In Sennwald, Gams und Grabs gilt ein absolutes Feuerwerk- und Feuerverbot

Ab Freitag, 27.Juli, gilt im gesamten Gebiet der drei Gemeinden Sennwald, Gams und Grabs ein absolutes Feuerwerk- und Feuerverbot im Freien. Die drei Gemeinderäte haben diese Massnahme wegen der extremen Trockenheit, der Wetterprognosen, welche die Brandgefahr eher noch verschärfen, und des bevorstehenden Nationalfeiertags erlassen.
Thomas Schwizer