Ultratriathlon in Buchs: 38 km Schwimmen, 1800 km Velo, 422 km Laufen - Weltrekord um zwei Stunden unterboten

Richard Jung aus Deutschland hat am Donnerstag am Swissultra in Buchs einen neuen Weltrekord über zehn Ultratriathlons am Stück aufgestellt.

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Richard Jung beim Zieleinlauf nach rund 190 Stunden. Er ist 38 Kilometer geschwommen, 1800 Kilometer Velo gefahren und 422 Kilometer gelaufen. (Bild: PD)

Richard Jung beim Zieleinlauf nach rund 190 Stunden. Er ist 38 Kilometer geschwommen, 1800 Kilometer Velo gefahren und 422 Kilometer gelaufen. (Bild: PD)

Er trat an, um den Weltrekord zu holen. Am Donnerstagnachmittag um viertel nach Vier war es dann soweit: Richard Jung aus Lörrach passierte nach 190 Stunden, 17 Minuten und 17 Sekunden die Ziellinie – und unterbot damit einen Weltrekord, der seit 1997 unangetastet blieb. Der Franzose Fabrice Lucas hatte damals in Monterrex (Mexiko) für den Deca Ultratriathlon der Variante «Continuous» 192 Stunden, 8 Minuten und 26 Sekunden gebraucht.

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Bilder: PD
Zuerst musste eine 38 km lange Schwimmstrecke absolviert werden.
1800 Kilometer Velofahren gehörten zum Deca Ultratriathlon.
Zieleinlauf nach der 422 Kilometer langen Laufstrecke.

Die Athleten schwimmen 38 Kilometer, fahren 1800 Kilometer mit dem Velo und laufen danach noch zehn Marathons am Stück – sprich: 422 Kilometer. Richard Jung ist zweifacher Weltmeister im Double und Triple Ultratriathlon und hat schon diverse Rennen gewonnen. 2016 hat er am Swissultra in Buchs bereits einen neuen Weltrekord über die zehnfache Ironman-Distanz (Deca one per day) aufgestellt.

Strategisch geschicktes Rennen

Der Startschuss für Richard Jung und seine 14 Mitstreiter fiel am Mittwoch, 15. August, um 18 Uhr. Für die 18 Kilometer Schwimmen im 50-Meter-Becken des Freibads Buchs benötigte Jung rund 16 Stunden und 40 Minuten; er stieg als vierter aus dem Wasser. Lange lag der Russe Vladimir Matveev in Führung – als schnellster Schwimmer (rund 12 Stunden und 19 Minuten) stieg er sogleich aufs Rennrad und fuhr die ersten Tage und Nächte fast ohne Pause durch. Das hohe Tempo und die fehlende Erholung rächten sich dann in Form heftiger Knieschmerzen, die Matveev zu längeren Pausen zwangen. Momentan ist er auf Rang fünf. Der einzige Schweizer im Rennen, Daniel Meier aus Winterthur, ist zurzeit auf Rang sechs platziert. Er peilt einen neuen Schweizer Rekord an, was bedeutet, dass er den Deca Continuous in unter zehn Tagen beenden müsste (Samstagabend, 25. August, vor 18 Uhr). (pd)