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Weltklasse am 17. Internationalen GP

Die Messlatte an der Spitzenschau wurde auf Rekordmarke hinaufgeschraubt, was die regionalen Züchter zu spüren bekamen. Für sie reichte es deshalb am diesjährigen Internationalen Grand Prix keinen einzigen Podestplatz.
Ignaz Good
Rind Norwin Noreen von Franz Felder-Schenk holte den Championstitel. (Bild: Bilder: Ignaz Good)
Vor wenigen Jahren war «Vieh-Styling» den wenigsten ein Begriff.
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Weltklasse am 17. Internationalen GP

Als nach dem Millenniumsjahr sechs Verwegene – damals noch «Jungspunde» – den GP von Sargans ins Leben gerufen haben, haben sich Menschen aus bäuerlichen und nichtbäuerlichen Kreisen verwundert die Augen gerieben. Damals konnten sich nur die Allerwenigsten etwas unter «Vieh-Styling» vorstellen. Das hat sich in den 17 Jahren geändert. Die Schweiz wurde regelrecht mit Events von «gestrählten Buschis» überschwemmt. Jene aus Übersee aufgegriffene und mit viel Aufwand verbundene Ausstellung vermochte insbesondere die Jugendlichen enorm zu begeistern.

Weltweit einzigartige Qualität gezeigt

Weil die kompetenten Fachorganisatoren schon zu Beginn hohen Wert auf Qualität und Eingrenzung des Teilnehmerfelds legten, wurde jetzt die Spitze des Bergs erreicht. Die 17. Veranstaltung in der Markthalle School am Samstag ist der beste Beweis dafür – Fachgrössen aus dem Ausland erklärten nach dem Final mit Championwahl: «Solch hohe Qualität von braunen Tieren, wie hier heute in Sargans ausgestellt und in den Ring geführt wurden, ist weltweit einzigartig!» Nicht einmal Braunvieh–Events in Amerika kämen an das Niveau vom GP in Sargans heran. Tausende – vor allem junge Frauen und Männer – füllten die Markthalle School.

Diejenigen, die nicht vor Ort sein konnten, haben die Möglichkeit, die Rangierung im Internet zu schauen. Erstmals in der Geschichte wurde ein Kamerateam für eine Direktübertragung engagiert, auf der ganzen Welt konnte der Rinderwettbewerb mitverfolgt werden. Noch einige Tage ist der 325-minütige Film online und kann auf der offiziellen Website des Veranstalters unter www.gpvonsargans.ch angeschaut werden.

Ausländische Züchter waren ausgeschlossen

125 Züchter aus 18 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein kämpften mit 142 Rindern um Ruhm und Ehre. Infolge Inkrafttretens einer Tierseuchenverordnung wurden Züchter aus Deutschland, Österreich und Italien, am Samstag in Sargans von der Teilnahme ausgeschlossen und konnten nicht an den Start gehen. Bereits im Voraus war klar, dass der diesjährige GP züchterisch ein Highlight werden wird, die angemeldeten Tiere versprachen eine sehr hohe Qualität. Es sind mehr oder weniger immer die gleichen Züchter, die mit ihren Paarhufern für Aufsehen sorgen. Im letzten Jahr eroberte die Luzerner Familie Franz Felder (Marbach) im Finale den «Mention honorable», also einen feinen dritten Platz mit Kuh Norwin-Noreen.

Spannung kaum auszuhalten

Ein Jahr später kann gesagt werden, dass die Entwicklung vom Brown-Swiss-Rind positiv verlaufen ist. Nach 23 Uhr liefen zwölf Abteilungssiegerinnen und eine Zweitplatzierte in den Sägemehlring ein. Musikuntermalung mit entsprechender Lichtshow steigerten die Spannung. Sieben Tiere entliess der sehr genau hinguckende und exzellent agierende Experte Cord Hormann aus Norddeutschland.

Die von Hormann bestimmten Top 6 Rinder gehörten Gody Bachmann (Seewen), Dominik Durrer (Kerns), Immenberg (Schönholzerswilen), Mountain Cows (Bürglen), Nideröst/Stadler (Ingenbohl) und Franz Felder-Schenk (Marbach). Die Züchter Durrer, Immenberg und Nideröst/Stadler mussten nach der KO-Runde ihre Prachtstiere in die Stallungen zurückführen.

Nach geheimer Absprache zwischen Ringrichter und Lichttechniker wird die Auflösung der Rangierung in Sargans mittels Lichterspots zum Spektakel gemacht. Erst nach einiger Zeit bemerkte der Vorführer, dass der Lichterkegel das Rind Norwin Noreen von Franz Felder-Schenk (Marbach LU) ausleuchtet. Die letztjährige Dritte erhielt nun den Championstitel beim GP in Sargans.

Intensive Emotionen mit Freudentränen

Immenberg Brown-Swiss aus dem Thurgau holte mit Calvin Grace den zweiten Platz vor dem Obwaldner Dominik Durrer mit Calvin Candy. Tausende Zuschauer spendeten den Siegern in der randvollen Markthalle School frenetischen Beifall. Gemütsbewegungen der Züchterfamilien wurden sichtbar: Es flossen Tränen der Freude. Auch einige Zeit später, als die Finalisten auf dem Siegertreppchen standen und die Menge zur schweizerischen Nationalhymne aufstand und lauthals mitsang, wollten die Emotionen im Gesicht noch immer nicht abklingen.

Die Bilanz der Sarganserländer Züchter, überhaupt aller Ostschweizer fiel alles anders als rosig aus. Da in den vergangenen Jahren viele Podestplätze und auch Qualifikationen fürs Finale errungen wurden, hing die Latte immer höher. Diesen Trend bekamen die regionalen Teilnehmer zu spüren. Mit 13 Brown-Swiss-Rindern versuchten sarganserländische Züchter ihr Glück. Doch die Bilanz viel heuer sehr nüchtern aus. In den 12 Abteilungen schaffte es kein einziges Tier auf die ersten drei Plätze. Nicht ganz leer mit je einem fünften Platz gingen aus: Felix Schneider (Schwendi) mit Blooming Deleila; René Giger (Unterterzen) mit Blooming Quintessa und Bruno Hobi (Mels) mit Norwin Gertrud.

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