Ski-WM
Die Weltcupsiegerin ist nun Hausfrau: Marianne Thöni-Abderhalden ist am Samstagabend zu Gast in der Sendung «Skichäller»

Der «Skichäller» ist das TV-Magazin zu den Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo. Marianne Thöni-Abderhalden ist am Samstagabend zu Gast (SRF zwei, 19 Uhr).

Robert Kucera
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Am 21. Dezember 2013 durfte sich Marianne Thöni-Abderhalden feiern lassen: In der Abfahrt von Val d’Isere realisierte sie ihren einzigen Weltcupsieg. Insgesamt stand die Toggenburgerin fünfmal auf dem Podest.

Am 21. Dezember 2013 durfte sich Marianne Thöni-Abderhalden feiern lassen: In der Abfahrt von Val d’Isere realisierte sie ihren einzigen Weltcupsieg. Insgesamt stand die Toggenburgerin fünfmal auf dem Podest.

Bild: Giovanni Auletta/AP Photo

Für die Ski-WM in Cortina d’Ampezzo geht das Schweizer Fernsehen in den Skikeller. Heute Samstag zu Gast in der Sendung «Skichäller» auf SRF zwei ab 19 Uhr: Marianne Thöni-Abderhalden. Ehemalige und aktuelle Grössen des Skirennsports stellen sich den Fragen von Jann Billeter.

«Ich freue mich auf die Sendung und bin gespannt, was sie mich fragen werden», sagt die im Obertoggenburg aufgewachsene Thöni-Abderhalden. Sie wohnt nun im Südtiroler Dorf Burgeis, etwa 15 Autominuten von der Schweizer Grenze und Müstair entfernt. Die Frage des W&O, welcher Tätigkeit sie nun, nach dem Karriereende nachgehe, beantwortet sie mit einem Wort: «Hausfrau».

Sie bestritt zwischen März 2006 und März 2015 insgesamt 76 Weltcuprennen, nahm an zwei Weltmeisterschaften und in Sotschi 2014 an Olympischen Spielen teil. Ihren einzigen Weltcupsieg feierte sie am 21. Dezember 2013 in der Abfahrt von Val d’Isere. Hinzu kommen noch weitere vier Weltcuppodestplätze. Ein weiterer Höhepunkt ihrer Karriere waren die Juniorenweltmeisterschaften im kanadischen Le Massif. Hier sicherte sich Marianne Thöni-Abderhalden 2006 Gold in der Abfahrt.

Nur wenig Zeit, um Sport zu treiben

Nach dem Karriereende im Jahr 2015 stand sie nicht mehr so häufig auf den langen Latten. Wie Thöni-Abderhalden bemerkt, fehlte ihr das Skifahren auch nicht so sehr. Doch nun würde die 34-Jährige gerne mehr Zeit in ihren Lieblingssport investieren. «Es war allgemein schwierig, Sport zu treiben», blickt die Obertoggenburgerin auf die letzten Jahre zurück. «Entweder war ich schwanger oder am Stillen», berichtet die Mutter von drei Kindern (4, 3 und 1).

Die Freuden des Winters geniesst Marianne Thöni-Abderhalden nach wie vor in vollen Zügen. Langlauf und Schneeschuhlaufen gehören nun ebenfalls in ihr Repertoire. «Und ich habe angefangen, Skitouren zu machen. Was man nicht alles tut, um wenigstens einmal runterzufahren», sagt sie mit einem warmen Lachen und weist auch auf den schwierigen Coronawinter hin. Schliesslich stehen im Südtirol die Bergbahnen still.

Ski alpin ist im Leben der Schwester vom dreifachen Schwingerkönig Jörg Abderhalden ein wichtiger Teil geblieben: «Ich verfolge die Skirennen und habe täglich Kontakt mit Martina Schild.» Auch mit Dominique Gisin tauscht sie sich sporadisch aus. Sobald ihre Kinder grösser sind, wird Ski alpin bestimmt auch auf der Piste ein grosses Thema in der Familie Thöni- Abderhalden sein.