Weitere «Toggenburger» Luchsin in den Pfälzerwald umgesiedelt

Die im Toggenburg geborene Luchsin Isis streift seit kurzem durch den Pfälzerwald in Deutschland.

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Luchsin Isis in ihrer neuen Heimat.

Luchsin Isis in ihrer neuen Heimat.

Cornelia Arens KLICKFaszination / SNU RLP 

(kru/pd) Am 21. Februar wurde der zehnte Luchs aus der Schweiz im Pfälzerwald in Deutschland ausgewildert. Das Luchsweibchen heisst Isis und konnte vom hiesigen Fangteam in der Gemeinde Oberriet eingefangen werden. Isis ist kein unbekannter Luchs: Sie wurde 2017 im Toggenburg geboren und zuletzt im September 2018 an einem Wildtierriss nachgewiesen. Isis ist der vierte Luchs aus dem Kanton St.Gallen nach Deutschland umgesiedelt werden konnte.

Das Fangteam besteht aus Wildhütern und Tierärzten der Region. Sie brachten das Luchsweibchen nach dem Fang in die Quarantänestation des Natur- und Tierparks Goldau. «Am Freitagmorgen wurde Isis einem letzten Gesundheitscheck durch die Tierärzte vom Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern unterzogen und im Anschluss vom Luchsteam der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz in den Pfälzerwald gebracht», schreibt Kora in ihrer Medienmitteilung. Kora ist in der Schweiz für das Monitoring von Raubtieren zuständig.

Population aufgebaut

Mit Luchsen aus der Schweiz und aus der Slowakei gelang es im zentralen Pfälzerwald eine Population aufzubauen. Weite Teile des Pfälzerwalds würden bereits durch die Tiere genutzt. «Das Vorkommen breitet sich weiter aus, und die Tiere erschliessen sich nun verstärkt über die Ländergrenze auch den französischen Teil des Biosphärenreservates Pfälzerwald – Nordvogesen», heisst es weiter. Da Isis mit einem GPS-Halsbandsender versehen wurde, kann in den kommenden Wochen festgestellt werden, wo sie ihr neues Revier etablieren wird. Aktionsraumkarten zu den Luchsen werden in regelmässigen Abständen auf der Projekt- Homepage www.luchs-rlp.de veröffentlicht.

Isis ist das zehnte Weibchen im Projekt. Ziel ist es, insgesamt 20 Luchse, davon mindestens 10 Weibchen aus der Schweiz und aus der Slowakei umzusiedeln, damit sich eine vitale Luchspopulation etabliert, die sich mit den benachbarten Vorkommen vernetzen kann.