Weihnachtszeit ist meist auch Schlemmerzeit

Fondue Chinoise, Guetzli, Eistorte und ein edler Tropfen dazu – in der Advents-und Weihnachtszeit soll es meist etwas Besonderes sein. Das sind die Trends für den Festtagstisch in der W&O Region.

Ursula Wegstein
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«Truthahn zu Weihnachten ist ein neuer Trend», sagt Yves Reich. (Bild: Fotolia/Bochkarev Photography)

«Truthahn zu Weihnachten ist ein neuer Trend», sagt Yves Reich. (Bild: Fotolia/Bochkarev Photography)

Vor den Weihnachtstagen herrscht Hochbetrieb – bei Metzgern, Konditoren und Weinhändlern. «Wir haben voraus geplant, Vorräte gelagert und das Team etwas erweitert», erzählt Yves Reich, Inhaber der Fleisch Reich Dorfmetzgerei in Grabs. «An den Weihnachtstagen wird bewusst konsumiert», sagt Reich. Roastbeef, Braten, Pastetli oder Schinken in Brotteig. Yves Reich stellt auch fest:

«Ein neuer Trend geht hin zu Wild, Rehrücken und sogar Truthahn»,

Trotzdem ist Fondue Chinoise nach wie vor ungeschlagener Favorit für den Heiligen Abend in der Region Werdenberg. «Das Schöne ist, dass keiner am Herd stehen muss, weil jeder selber kocht», sagt Reich. Fondue Chinoise sei so beliebt, weil man Zeit mit der Familie verbringen und das gemeinsame Essen geniessen könne. Ein weiterer Vorteil sei, dass Fondue einfach zuzubereiten ist und praktisch immer gelingt, sagt Michael Goldener, Metzgerei Goldener Salez.

Hoch-Saison bei Rotwein und Champagner

Doch nicht nur Fleisch und Fleischwaren stehen zur Weihnachtszeit hoch im Kurs, auch Süsses geht in dieser Zeit besonders viel über die Ladentheke, wie Cornelia Wagner-Rhyner vom Café Rhyner in Buchs weiss. «Verglichen mit dem restlichen Jahr, wird in der Weihnachtszeit im Durchschnitt am meisten Süsses gegegessen: Eistorte, Stollen, Bûche de Noël oder Hausspezialitäten wie Buchserli oder der Maiskolben. Ebenso Pralinen seien zur Weihnachtszeit sehr gefragt – auch als Geschenk. «Zur Zeit wird gewiss mehr Süsses gegessen», sagt auch Kurt Frick, Inhaber der Bäckerei Frick in Buchs, der eine hohe Nachfrage an speziellen Desserts und Weihnachtskonfekt feststellt. «Allerdings sei der Schokoladenkonsum aufgrund all der Schoggi-Eier und Schoggi-Hasen auch zu Ostern recht hoch.

Hochsaison ist derzeit auch bei Rotwein und Champagner. «Zur Weihnachtszeit wird der meiste Rotwein getrunken», sagt Roger Bischof, Secli Weinwelt Buchs. Weil man vermehrt zu Hause sei und Zeit habe einfach so oder mit Freunden einen Wein zu trinken. Zusammen mit Gästen gönne man sich eher etwas Edleres. Gefragt sei nicht der opulente Wein, sondern der Wein mit Finesse. Davon könne man letztlich auch mehr trinken, als vielleicht von einem spanischen Wein. « Bei den Rotweinen geht der Trend zu Lagerweinen der Top-Marken besonders aus Frankreich (Burgund, Bordeaux) und Italien (Toskana, Piemont)», so Bischof. «Beim Champagner geht der Trend weg von der Masse hin zum kleinen Winzer-Champagner» sagt er. Wer etwas Regionales sucht, wird auch in der Bündner Herrschaft fündig: Einzelne Winzer stellen dort Schaumwein, im Flaschen-Gärungsverfahren wie in der Champagne her.

Steht das Essen an Weihnachten im Mittelpunkt? Bäcker Kurt Frick aus Buchs sagt:

«Feines Essen ist nett. Das Wichtigste an Weihnachten ist aber das Zusammensein mit der Familie.»