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Wegen Wildwechsel: In vier Werdenberger Gemeinden wird das Tempo reduziert

Als präventive Massnahme zur Vermeidung von Wildunfällen im bevorstehenden Winter passt die Kantonspolizei St.Gallen mit einer Wechselsignalisation die Höchstgeschwindigkeiten auf drei Strassenabschnitten in den Gemeinden Grabs, Sennwald, Sevelen und Wartau an. Die Massnahme gilt von November bis März.
Armando Bianco
In strengen Wintern quert im Werdenberg das Wild einige Verkehrsstrassen. Die Kantonspolizei erlässt präventiv Massnahmen zur Temporeduktion. (Bild: Archiv)

In strengen Wintern quert im Werdenberg das Wild einige Verkehrsstrassen. Die Kantonspolizei erlässt präventiv Massnahmen zur Temporeduktion. (Bild: Archiv)

Die Verkehrsanordnung wurde kürzlich in Form von Inseraten im W&O öffentlich gemacht. Darin werden die Massnahmen zum Schutz von Wildtieren und Verkehrsteilnehmern während der Zeit des Wildwechsels, also von zirka November bis im März erläutert. Die Änderung der Signalisationen auf besagten Strassen bedarf immer einer rechtlichen Grundlage, weshalb die Anordnungen in den vier Werdenberger Gemeinden aktuell auch zur Einsprache aufliegen.

  • In Grabs wird auf der Staatsstrasse, Abschnitt Wegwiser bis Grenze, die temporäre Herabsetzung der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit von 80 auf 50 km/h durch eine Wechselsignalisation angezeigt (das in Verbindung mit einer Wildwechselsignalisation).
  • In der Gemeinde Sennwald, zwischen Frümsen und Salez, wird auf der Frümsnerstrasse, Abschnitt Dume bis Hinterdorf, die temporäre Herabsetzung der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit von 80 auf 60 km/h durch eine Wechselsignalisation in Verbindung mit der Wildwechselsignalisation angezeigt.
  • Zwischen Sevelen und Weite wird auf der Hauptstrasse, Abschnitt Chalberweid via Plattis bis Lonnaweg, die temporäre Herabsetzung der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit von 80 auf 60 km/h ebenfalls durch eine Wechselsignalisation in Verbindung mit der Wildwechselsignalisation angezeigt.

In allen vier Gemeinden wird die Temporeduktion nur zu den erforderlichen Zeiten angezeigt, heisst es in der öffentlichen Bekanntmachung.

Nahrung abseits der Kantonsstrasse

Auch im letzten Winter gab es nach Wildunfällen entsprechende Anpassungen der Höchstgeschwindigkeit in einigen Gemeinden der Region Werdenberg und auch im Sarganserland. Diese zeigten rasch Wirkung, trotzdem wurden im Raum Werdenberg-Sarganserland polizeilich 48 Verkehrsunfälle mit Wildtieren registriert. «Diese Zahl ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen, da alle Fälle, welche direkt durch die Wildhut abgearbeitet wurden, nicht enthalten sind», so Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Stark von Unfällen betroffen war im letzten Winter mit viel Schnee die Kantonsstrasse zwischen Bad Ragaz und Vilters-Wangs bzw. Sargans. In der Ebene sammelt sich dort bei strengen Wintern jeweils viel Wild in der Nähe der Kantonsstrasse an. Die Wildhut und die Polizei reagierten auch mit der Fällung von Weichhölzern als Nahrungsquelle weit abseits der Strasse.

Die Polizei wird wohl Kontrollen machen

Ob die herabgesetzten Höchstgeschwindigkeiten mit Tempomessungen kontrolliert werden, lässt Polizeimediensprecher Florian Schneider offen. Es könne aber durchaus sein, dass die Geschwindigkeiten mit technischem Mittel gemessen und danach Bussen ausgesprochen werden – wie es bereits im vergangenen Winter der Fall war.

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