Wegen der Trockenheit: Beim Grillieren ist in der Region Werdenberg-Liechtenstein Vorsicht geboten

In der Region Sarganserland-Werdenberg-Liechtenstein herrscht eine erhebliche Waldbrandgefahr. Der für das Wochenende angekündigte Regen soll Entspannung bringen.

Thomas Schwizer
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Derzeit soll offenes Feuer nur in bestehenden Feuerstellen entfacht werden. (Bild: Benjamin Manser)

Derzeit soll offenes Feuer nur in bestehenden Feuerstellen entfacht werden. (Bild: Benjamin Manser)

Auch wenn es in diesem Jahr bisher deutlich mehr Niederschläge gegeben hat als im vergangenen Trockensommer: Nach mehreren Wochen mit aussergewöhnlicher Hitze hat nach dem Fürstentum Liechtenstein auch der Kanton St. Gallen am Dienstag die Waldbrandgefahr als erheblich eingestuft. Diese dritte von fünf Gefahrenstufen gilt für die Region vom Walensee bis an den Bodensee.

Im Kanton St. Gallen ist eine einheitliche Einstufung der Waldbrandgefahr schwierig, denn wegen der topografischen Unterschiede sind die Häufigkeit und das Ausmass von Niederschlägen und daraus folgend der Trockenheit nicht überall gleich. Aktuell gilt die erhebliche Waldbrandgefahr für den südöstlichen Kantonsteil.

Funkenflug kann einen Brand auslösen

Die Einstufung «erheblich» bedeutet aber kein Feuerverbot, wie es im Sommer 2018 für mehrere Wochen aus Sicherheitsgründen erlassen werden musste (der W&O berichtete).

Allerdings können brennende Streichhölzer, die weggeworfen werden, und Funkenflug beim Grillieren bereits ausreichen, dass wegen der erheblichen Trockenheit ein Wald- oder Flurbrand entstehen kann, der sich ausbreiten könnte.

Gut aufpassen beim Entfachen von Feuer

Deshalb lautet die aktuelle Empfehlung des Fürstentums Liechtenstein und der Zuständigen beim Kanton St. Gallen, ausschliesslich in bestehenden Grillstellen Feuer zu entfachen. Zudem soll das Feuer gut beobachtet und Funkenwurf sofort gelöscht werden. Insbesondere an Stellen, die stark der Sonne und dem Wind ausgesetzt sind und damit verstärkt austrocknen, ist grosse Vorsicht geboten, wie Hässig betont.

Im Kanton St. Gallen wird heute Donnerstag eine erneute Einschätzung der Gefahrensituation erfolgen, wie Jörg Hässig vom kantonalen Forstamt am Dienstag angekündigt hat. Die nächste Beurteilung durch Fachleute aus verschiedenen Gebieten ist für kommenden Montag vorgesehen. «Dann können wir auch genauere Angaben zum 1. August machen», so Hässig.

Hoffen auf ergiebige Regenfälle am Wochenende

Die Gefahr, dass wie im vergangenen Jahr Feuerwerke zum Schweizer Nationalfeiertag wegen Wald- und Flurbrandgefahr verboten werden müssen, ist allerdings eher gering. Denn für das Wochenende sind teilweise ergiebige Niederschläge angekündigt.

Wenn dies der Fall sein wird, dann dürfte eine gewisse Entspannung der Gefahrensituation eintreten oder zumindest keine weitere Zuspitzung.

Bedingtes Feuerverbot in der Innerschweiz

Angespannter ist seit Anfang dieser Woche die Situation in der Innerschweiz. Dort haben die Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden sowie Uri bereits ein bedingtes Feuerverbot für ihr Kantonsgebiet erlassen. Bereits seit längerer Zeit fehlen hier ergiebige Niederschläge, und die grosse Hitze mit starker Sonneneinstrahlung hat dort die Gefahrenlage deutlich verschärft.