Wegen Corona-Virus +++ Wartauer Fasnacht abgesagt +++ Gesundheitsmesse am BZB findet statt

Die Wartauer Fasnacht vom Wochenende findet nicht statt! Dies weil der Bund am Freitagmorgen von Corona-Virus alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen verboten hat. Das OK bedauert die Absage, kann den Entscheid aber nachvollziehen.

Thomas Schwizer
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Um die Ausbreitung des Corona-Virus in der Schweiz einzudämmen, hat der Bundesrat heute Freitag mit Wirkung ab 10 Uhr bis mindestens am 15.März alle Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen untersagt.

Auch keine Barwagen der Vereine möglich

Wegen dieses Entscheides muss die Wartauer Fasnacht (Wafa), die von heute Freitagnachmittag bis am Sonntag zum 15.Mal stattgefunden hätte, abgesagt werden. Das wurde heute kurz nach dem Mittag auf der Homepage der Wafa und in einer Medienmitteilung mitgeteilt.

Davon betroffen sind auch die Beizen-/Barwagen verschiedener Vereine, die in Trübbach betrieben worden wären. Sie seien Bestandteil der Bewilligung für die Wafa und damit vom Veranstaltungsverbot des Bundes ebenfalls betroffen, sagt OK-Präsident Rolf Hobi.

OK bedauert den Entscheid, kann ihn aber nachvollziehen

«Der Corona-Virus hat zugeschlagen. Leider müssen wir die ganze Wartauer Fasnacht absagen.» Das hat das OK kurz nach Freitagmittag auf der Wafa-Homepage mitgeteilt. Grund für die Absage ist das vom Bundesrat ausgesprochene, schweizweit geltende Verbot von Veranstaltungen mit über 1000 Personen. Heute Freitagabend wäre der offizielle Fasnachtsauftakt gewesen, am Sonntag der grosse Umzug.

Die Organisatoren der Wartauer Fasnacht (Wa-Fa) bedauern in einer Medienmitteilung den Entscheid, können ihn jedoch nachvollziehen. Präsident Rolf Hobi: «Wir werden den Entscheid des Bundesrats zum Schutz von allen Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern respektieren und umsetzen. Die Enttäuschung der kurzfristigen Absage ist zwar gross, aber die Gesundheit und Prävention hat klar Vorrang.»

Auch die Gemeinde äussert ihr Bedauern

Die Gemeinde Wartau bedauert den Ausfall der Wartauer Fasnacht ebenfalls und ist in der Mitteilung gleichzeitig dankbar, dass das Verbot akzeptiert wird.

Gemeindepräsident Beat Tinner wird wie folgt zitiert: «Es ist unschön für Veranstalter, so kurzfristig die lang geplanten und organisierten Anlässe absagen zu müssen. Gleichzeitig appellieren wir an das Verständnis und die Vernunft der Bevölkerung, dieses Verbot zu akzeptieren und grössere Menschenansammlungen zu meiden.»

Auch ein materieller Schaden für die Wafa und Vereine

Das OK hat gleich nach der Absage alle Gruppen, die an der Wartauer Fasnacht teilnehmen wollten, über die durch den Bundesbeschluss nötige Absage informiert. Doch nicht nur die Festfreude wurde jäh abgewürgt. Auch auf der finanziellen Seite resultiert für die Beteiligten eine Einbusse, stellt OK-Präsident Rolf Hobi auf Anfrage des W&O fest:

«Insgesamt haben wir einiges Geld in den Wind gesetzt. Das gilt auch die Vereine, die Barwagen im abgesperrten Bereich betrieben hätten.»  

Er nennt als Beispiele die Ausgaben für die Bewerbung der Wartauer Fasnacht, die Verträge des OK mit Livemusik-Formationen und DJs im Festzelt der Wafa sowie die Stromanschlüsse für die Barwagen und die Bewilligungsgebühren.

Veranstalter: «Gesundheitsmesse am BZB findet statt»

In der Region Werdenberg sind am kommenden Wochenende zwei grössere Veranstaltungen geplant: Die Wartauer Fasnacht und die zweite Gesundheitsmesse von Messe-Ostschweiz am BZB in Buchs.

Kilian Büchel von Messe-Ostschweiz teilt auf Anfrage des W&O mit, dass die Gesundheitsmesse am Samstag und Sonntag durchgeführt wird. «Wir erreichen die Zahl von 1000 Besucherinnen und Besuchern auf einmal sicher nicht.» Deshalb falle die Gesundheitsmesse nicht unter die Bundes-Beschränkung, so Büchel.