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Der Appenzeller Sennenhund ist weder Wadenbeisser noch ein Wanderschreck

Der reinrassige Appenzeller Sennenhund gehört zur Ostschweizer Volkskultur wie der Käse oder die Berge. Ein Buch schafft einen Überblick zu Wesen und Vorzügen.
Armando Bianco
Eine lange Geschichte bis zum heutigen Status: Der Appenzeller Sennenhund wird in einem Standardwerk beschrieben. (Bild: PD)

Eine lange Geschichte bis zum heutigen Status: Der Appenzeller Sennenhund wird in einem Standardwerk beschrieben. (Bild: PD)

Ein Wadenbeisser, Dauerkläffer, Wanderschreck. Mit solchen und anderen Attributen muss der Appenzeller Sennenhund heute leben. Dass die Rasse viele Vorzüge hat (wie natürlich auch andere Hunderassen), als Arbeitstier, Sport-, Rettungs- oder Therapiehund eingesetzt wird, und vor allem eine lange und wichtige Geschichte in der Ostschweiz hat, zeigen die Autorin Yvonne Steiner und die Fotografin Martina Basista in einem Standardwerk auf. Das Buch mit dem schlichten Namen der «Der Appenzeller Sennenhund» ist kürzlich als völlig überarbeitet und vierte Auflage von der Appenzeller Verlag AG publiziert worden.

Einsatz für Imagebild und Verbreitung

Zahlreiche historische Bilder und Dokumente des Brauchtums beweisen, dass dieser Treib-, Hüte- und Wachhund hierzulande seit jeher zum Erscheinungsbild gehört. In der Bauernmalerei ist der Sennenhund ein fester Bestandteil, auf Bauernhöfen wird er leider immer weniger gesehen. Und da dieser Hund ausserhalb von Bauernkreisen längst nicht so populär ist wie Labrador, Schäferhund, Mops oder Golden Retriever, ist sein Bestand seit Jahren knapp, es gibt nicht mehr allzu viele Zuchtlinien, die genetische Basis präsentiert sich schmal. Mit einem vor 20 Jahren gestarteten Projekt hatte sich die Stiftung ProSpecieRara zum Ziel gesetzt, die genetische Diversifizierung und geografische Verbreitung des Appenzeller Sennenhundes zu erreichen. Der Erfolg war da, wenn auch nicht riesig, verfehlt wurde leider das Ziel, die Rasse wieder als Treib- und Wachhund für Landwirtschaftsbetriebe interessant zu machen. Hingegen war die Sensibilisierung der Bevölkerung und die Förderung des Ansehens der Rasse ein Erfolg.

Im vorliegenden Werk geht es nicht um den kläffenden giftigen Bläss, sondern um den wohlerzogenen, motivierten Hund. Yvonne Steiner hat die Texte auf den neusten Stand gebracht und das Wissen und die Erfahrung moderner Haltung und Erziehung einfliessen lassen. Das Buch wurde vollständig neu fotografiert, und die Bilder von Martina Basista zeigen den lebendigen Appenzeller Sennenhund in allen Lebensphasen und in der ganzen Vielfalt seiner Einsatzmöglichkeiten.

Von der Geschichte bis zu Haltungstipps

Das Buch führt über die Geschichte der Hunde und der Schweizer Sennenhunde zur Geschichte des Appenzeller Sennenhunds, die eng mit der Entwicklung der Landwirtschaft verbunden ist. In weiteren Kapiteln finden die Leserinnen und Leser Tipps für die artgerechte Haltung, wichtige Informationen für angehende Züchter und Ratschläge für die Aufzucht der Welpen sowie die erfolgreiche Ausbildung der jungen Hunde.

Hinweis

«Der Appenzeller Sennenhund», 208 Seiten, Appenzeller Verlag, ISBN 978-3-85882-236-9.

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