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So bleibt die Wasserversorgung in Gams gesichert

Die politische Gemeinde Gams hat per Ende des vergangenen Jahres die vor fast 112 Jahren gegründete Brunnenkorporation Büel-Wannen übernommen.
Hanspeter Thurnherr
Kassier Paul Sonderegger, Präsident Anton Schächle und Aktuarin Esther Grässli überreichen Gemeindepräsident Fredy Schöb (2. von rechts) die Akten der Brunnenkorporation. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Kassier Paul Sonderegger, Präsident Anton Schächle und Aktuarin Esther Grässli überreichen Gemeindepräsident Fredy Schöb (2. von rechts) die Akten der Brunnenkorporation. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Nachdem die Mitglieder am 30. November 2018 der Auflösung der Brunnenkorporation Büel-Wannen Gams zugestimmt hatten, ist sie nun per 1. Januar von der politischen Gemeinde offiziell übernommen worden. Die Korporation versorgte aus zwei Quellen im Einzugsgebiet der Brunnenkorporation Büel-Wannen die Bauernhöfe und Einfamilienhäuser ihrer 25 Mitglieder mit qualitativ einwandfreiem Wasser. Sie konnte – sogar in trockenen Jahren – auch Wasser an die Wasserversorgung der politischen Gemeinde abgeben.

Grosse Investitionen getätigt

Möglich war dies, weil die Korporation in den letzten Jahrzehnten sehr grosse Investitionen in die Aufbereitung des Rohwassers tätigte und dadurch ihren Mitgliedern eine konstant einwandfreie Wasserqualität zur Verfügung stellen konnte. Auch das Leitungsnetz wurde über all die Jahre laufend unterhalten.

Das kantonale Amt für Verbraucherschutz bestätigte denn auch bei seinen Kontrollen, dass die Korporation die baulichen Anforderungen erfülle. Die Investitionen führten aber zu einem grossen finanziellen Aufwand, der innerhalb der Korporation zu Diskussionen führte, wie die laufende Erneuerung der Infrastruktur auch in Zukunft getragen werden könnte. Eine weitere Herausforderung war die Überalterung der Mitglieder und die Frage, ob überhaupt noch geeignete Nachfolger in den Vorstand gefunden werden.

Übergabe aus einer Position der Stärke

Bereits im Jahre 2008 wurde eine Übernahmemöglichkeit durch die Gemeinde geprüft. Doch wollten die Mitglieder damals die Korporation erhalten. Auf Anfrage unterbreitete die politische Gemeinde 2015 ein neues Übernahmeangebot. 2017 hörte der damalige Brunnenkorporationspräsident Paul Koller auf. Es konnte mit Anton Schächle ein Nachfolger-Präsident gefunden werden. Dieser prüfte zusammen mit dem Vorstand nochmals das Angebot der Gemeinde. Sie kamen zum Schluss, mit der Gemeinde nochmals das Gespräch zu suchen. Schliesslich empfahl der Vorstand, dem Angebot zuzustimmen. Denn jetzt könne man die Korporation noch aus einer Position der Stärke übergeben, ohne dass die Mitglieder für künftige Investitionen Geld einschiessen müssten.

«Aus Sicht der politischen Gemeinde erfolgte schliesslich die Abwicklung der Übernahme schnell und unproblematisch», sagt Gemeindepräsident Fredy Schöb.

Der Dank der Gemeinde

«Die Inkorporation in die Wasserversorgung der Gemeinde Gams ist die logische Folge aus der Situation und wegen der stetig steigenden Qualitätsanforderungen an die Trinkwasserlieferanten. Für die konstruktive Zusammenarbeit über all die Jahre und speziell während der Inkorporationsphase möchte ich mich im Namen des Gemeinderates beim Vorstand der Brunnenkorporation Büel-Wannen und deren Mitgliedern herzlich bedanken. Die Wasserversorgung der Gemeinde wird in Zukunft besorgt sein, auch den ehemaligen Korporationsmitgliedern qualitativ sehr gutes Wasser zu liefern und das Leitungsnetz in Schuss zu halten.»

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