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Bauliche Massnahmen sollen Wasserschäden verhindern

Die Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann will mit einfachen baulichen Massnahmen den Hochwasserschutz im Gebiet Schönenboden verbessern. Allerdings braucht es dazu die Einwilligung der betroffenen Grundeigentümer. Das Projekt ist bis 18. Juli bei der Gemeinde aufgelegt.
Adi Lippuner
Bei starken Regenfällen fliesst das Wasser über die Wiesen und gefährdet die Gebäude. (Bild: PD)

Bei starken Regenfällen fliesst das Wasser über die Wiesen und gefährdet die Gebäude. (Bild: PD)

Der quer zum Hang verlaufende Seebach, gemäss Projektunterlagen ein künstlich geschaffenes Gewässer, führt bei starken Regenfällen immer wieder zu Überschwemmungen im Gebiet Schönenboden. Betroffen sind zahlreiche Wohn- und Ferienhäuser, denn das Bachprofil des Seebachs wurde nicht für Hochwasser ausgerichtet, wie Bruno Egloff, Mitarbeiter der Bauverwaltung Wildhaus-Alt St. Johann ausführt. Er ist, zusammen mit dem kantonalen Amt für Wasser und Energie und dem Ingenieurbüro FKL und Partner AG, zuständig für das Projekt Hochwassermassnahmen Schönenboden.

Um die Zusammenhänge besser verstehen zu können, erklärt Bruno Egloff: «Vor rund 100 Jahren diente der Schönenbodensee als Speicher für die Mühle unter dem Burgstall. Aus diesem Grund wurde das Wasser der verschiedenen Bäche, welche vom Gulmen Richtung Simmi fliessen, gefasst und mit Hilfe eines teilweise künstlich geschaffenen Gewässers zum See geleitet.» Heute bereite genau diese Situation Probleme und verlange nach einer Korrektur.

Röhren statt Feuerwehreinsätze

Bei starkem Regen müsse heute jeweils die Feuerwehr das Wasser im Gebiet Förli Richtung Simmi ableiten, um das bewohnte Gebiet möglichst vor Schäden zu bewahren. «Mit dem Einbau von zwei Röhren, welche den Seebach entlasten, könnte das Wasser in Zukunft oberflächlich über landwirtschaftliche Flächen Richtung Süden, und damit zur Simmi abgeleitet werden», so Bruno Egloff. Dies bedinge aber, dass die betroffenen Grundeigentümer, sozusagen als Dienst an der Allgemeinheit, ihre Einwilligung dazugeben. «Wir konnten das Ganze bereits mündlich aufgleisen, die schriftlichen Zusagen fehlen aber noch.»

Es gehe darum, für die betroffenen Parzellen eine Lösung zu finden, mit der die Besitzer in Zukunft leben können. Aus Sicht der Gemeinde sei es deshalb nötig, Zusicherungen bezüglich regelmässigem Unterhalt – beispielsweise der Entfernung von Schwemmgut – zu geben und dies auch im Grundbuch so festzuhalten.

Weiterhin Wasser für den Badesee

Der Schönenbodensee wird während der Sommermonate als Badesee genutzt, «die Wasserzufuhr wird jederzeit gewährleistet», ist im Auflageprojekt zu lesen. «Im Hochwasserfall kann es jedoch passieren, dass die Durchlassbauwerke durch Schwemm –gut kurzzeitig verstopft werden», wird zu diesem Thema angefügt. Zudem werde die Hochwassersituation auch nach der Realisierung der vorgesehenen Massnahmen nicht gänzlich gelöst sein. «Auch nach der Erstellung dieser Massnahmen wird der Dorfteil Schönenboden nicht über einen zeitgemässen Schutz verfügen. Mit der Massnahme soll jedoch die Häufigkeit der Ereignisse, welche im Dorfbereich zu Problemen führen, gesenkt werden», wird weiter festgehalten.

Ein Blick auf den Kostenvoranschlag zeigt, dass der Hochwasserschutz Schönenboden zwischen 15000 und 20000 Franken kosten wird. Das Projekt liegt noch bis 18. Juli im Gemeindehaus zur öffentlichen Einsichtnahme auf. «Erste Reaktionen der Bewohner im Schönenboden seien positiv», so Bruno Egloff. Er hoffe, dass auch die Besitzer der landwirtschaftlichen Parzellen im Gebiet Förli der vorgesehenen Lösung zustimmen.

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