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Wasserbezug für Felder ist in der Regel kein Problem

Im Kanton Thurgau soll ab Freitag ein Verbot für die Wasserentnahme aus den meisten Bächen und Flüssen gelten. Im Kanton St. Gallen und in der Region Werdenberg ist derzeit ein solcher Schritt nicht nötig.
Thomas Schwizer
Bei Jungpflanzen wie hier im Ochsensand zwischen Buchs und Haag ist in der aktuellen Trockenheit eine grossflächige Bewässerung nötig. Der Kanton erteilt die für den Wasserbezug nötigen Bewilligungen. (Bild: Thomas Schwizer)

Bei Jungpflanzen wie hier im Ochsensand zwischen Buchs und Haag ist in der aktuellen Trockenheit eine grossflächige Bewässerung nötig. Der Kanton erteilt die für den Wasserbezug nötigen Bewilligungen. (Bild: Thomas Schwizer)

Auch Malans in der Bündner Herrschaft leidet unter der Trockenheit. Um Wasser zu sparen, hat diese Gemeinde die Mehrzahl der Dorfbrunnen trocken gelegt. Ausserdem untersagt sie das Bewässern der Rasenflächen.

Im Gegensatz zu Ma­lans und zum Kanton Thurgau gibt es aktuell im Kanton St. Gallen keine Massnahmen zur Beschränkung der bewilligten Wasserentnahme aus dem Grundwasser, aus Bächen, Flüssen und Seen. Das sagt Andreas Herold, Leiter Abteilung Grundwasser im Amt für Wasser und Energie (AWE) des Kantons St. Gallen.

"Nur wo auch bei Trockenheit genügend Wasser ist"

Nach dem Hitzesommer 2003 habe man überprüft, aus welchen Gewässern im Kanton eine Wasserentnahme auch in ausgeprägten Trockenperioden möglich ist, so Herold. Es werde grundsätzlich nur dort eine Bewilligung zur Wasserentnahme erteilt, «wo in der Regel auch bei grosser Trockenheit genügend Wasser vorhanden ist».

Das gelte besonders für den grossflächigen Bezug für die landwirtschaftliche Nutzung. Ein Vorteil für die Region Werdenberg sei, dass hier sehr viel und qualitativ gutes Grundwasser vorhanden sei. Zudem attestiert Herold den Landwirten eine hohe Sensibilität für einen sparsamen Wasserverbrauch.

«Einschränkungen sind im Moment kein Thema»

Sämtliche Bewilligungen für die Wasserentnahme erteilt ausschliesslich das Amt für Wasser und Energie. «Alle Gesuche, Bewilligungen und Konzessionen laufen über unseren Tisch», sagt Herold. So habe man die Kontrolle. Jede Konzession enthalte eine Einschränkung der Bezugsrechte in Notfällen. Offenbar hat das Amt bei der Erteilung von Bewilligungen gute Arbeit geleistet, denn trotz der grossen und lang andauernden Trockenheit sind aktuell im ganzen Kanton keine Begrenzungen für die Wasserentnahme nötig und geplant. «Im Moment sind Einschränkungen kein Thema», stellt Herold fest.

Bei Oberflächengewässern, bei denen Bewilligungen für eine Wasserentnahme bestehen, würden die Fischer und Fischereiaufseher erkennen und melden, wenn irgendwo ein Problem besteht. Als Beispiel für mögliche Massnahmen im Bedarfsfall nennt der Abteilungsleiter im AWE den Mühlbach in der Gemeinde Wartau. Für diesen bestehen verschiedene Wasserbezugs-Konzessionen. Wenn hier Rückmeldungen auf eine problematische Entwicklung des Wasserstand hinweisen würden, fasst man gemäss Herold eine koordinierte Einschränkung ins Auge – beispielsweise indem gleichzeitig maximal drei Bezüger zugelassen würden. 23

Die erteilten Wasserrechts- Konzessionen für Bezüger sind ersichtlich unter www.geoportal.ch/ktsg/search?text=wasserrecht

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