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Buchs: Martin Schaad von der Vogelwarte Sempach erklärte, was uns die Vögel sagen

Das Monitoring der Brutvögel kann viel über den Zustand der Natur aussagen.
Michael Schaad, Projektleiter Öffentlichkeitsarbeit der Vogelwarte Sempach, referierte im Buchserhof-Saal über die Aussagekraft des Monitorings der heimischen Brutvögel.Bild:PD

Michael Schaad, Projektleiter Öffentlichkeitsarbeit der Vogelwarte Sempach, referierte im Buchserhof-Saal über die Aussagekraft des Monitorings der heimischen Brutvögel.Bild:PD

(pd/wo) Michael Schaad, Projektleiter Öffentlichkeitsarbeit der Vogelwarte Sempach, war kürzlich in Buchs zu Gast. Vom Verein WLF (Werdenberg-Liechtenstein-Forum) eingeladen, erzählte er der im Buchserhof-Saal versammelten Hörerschaft, was uns die Vögel so zu sagen haben.

Grundlage seines Vortrags war der «Brutvogelatlas 2013-2016». Während vier Jahren erfassten über 2000 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mittels dem «Monitoring Häufige Brutvögel» (MHB), das Vogelvorkommen der Schweiz und des Fürstentum Liechtensteins.

Auf Basis dieses bemerkenswerten Engagements entstand eine einzigartige Übersicht über die Verbreitung und die aktuelle Situation unserer Brutvögel sowie der markanten Veränderungen der Schweizer Vogelwelt in den vergangenen 20 bis 60 Jahren.

Monitoring als Fiebermesser für die Natur

Das MHB bietet eine umfassende Datengrundlage, über die aufgezeigt werden kann, wie sich die Bestände der einzelnen Brutvogelarten langfristig entwickeln. Aus dem Zustand der Vogelwelt lässt sich zudem erkennen, wie der Mensch mit der Natur umgeht. Die aus dem MHB gewonnenen Erkenntnisse dienen also als eine Art Fiebermesser für die Natur, da sie relevante Rückschlüsse für den Naturschutz im Allgemeinen zulassen.

So ist der Datenfülle des aktuellen Brutvogelatlasses unter anderem zu entnehmen, dass sich etliche Greifvogelarten langfristig erholen konnten; dass die Artenzahl seit Mitte der 90er-Jahre insgesamt konstant ist, aber viele Brutvogelarten einen deutlichen Rücklauf der Bestände vorweisen; dass die Bestände vieler Waldarten dank naturnahem Waldbau und mehr Totholz zunehmen; dass dahingegen die Bestände der Vögel des Kulturlandes aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft starke Verluste hinnehmen müssen; dass sich die Klimaerwärmung in der Vogelwelt stark bemerkbar macht und einige Arten in die Höhe drängt.

Auch kleine Massnahmen können Grosses bewirken

Aktuell sind 50 der in der Schweiz brütenden Vogelarten auf Artenförderungsmassnahmen angewiesen. Solche Massnahmen benötigen nebst finanziellen Mitteln auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Naturschützern, Landbesitzern und -nutzern sowie der Land- und Forstwirtschaft.

Aber auch kleine Massnahmen können den Vögeln bereits wirkungsvoll zudienen: zum Beispiel durch die Gestaltung naturnaher Gärten unter Berücksichtigung einheimischer Pflanzen oder durch eine rücksichtsvolle Gestaltung der persönlichen Outdoor-Aktivitäten. Dahingehende Tipps und Anregungen sind auf www.vogelwarte.ch zu finden – ein Besuch auf der Website lohnt sich.

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