Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Wartau: Tierschutzverein stellte die Welt der Insekten vor

Hummeln, Wespen, Bienen, Hornissen – nicht alle sind gleich lästig und ihr Lebensraum schwindet immer mehr. Marco Willi führte Interessierte mit einem Vortrag in die Welt dieser Insekten ein.
Martin Trendle
Hornisse sammelt Altholz für den Nestbau. (Bild: Martin Trendle)

Hornisse sammelt Altholz für den Nestbau. (Bild: Martin Trendle)

Anschliessend an die Hauptversammlung des Tierschutzvereins Region Wartau führte Marco Willi aus Oberschan in die Welt von Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen ein. Die gelb-schwarzen Brummer sind gesetzlich nicht geschützt. Dennoch sind sie schützenswürdig, alleine schon wegen der Vielfalt in der Natur und der Biodiversität. Und es kursieren einige «Ammenmärchen» über die Gefährlichkeit dieser Tiere, welche es zu berichtigen gilt.

Bekämpft werden oft die falschen

Der natürliche Lebensraum für Insekten wird – wie anderes auch – immer kleiner. Dennoch sind gerade diese Tiere sehr wichtig für das biologische Gleichgewicht und auch als Gesundheitspolizei. Speziell zwei Wespenarten fühlen sich angezogen durch Fleisch und Süsses. Bekämpft werden aber vielfach die falschen Wespen, welche sich dem sommerlichen Grilltisch nicht nähern. Anti-Sprays töten nicht nur mit Gift, sie belasten auch die Umwelt. Ein Wespen- oder Hornissenstaat auf dem Höhepunkt der Aktivität benötigt jeden zweiten Tag 500 Gramm tierisches Eiweiss, wofür ein 35-Liter-Kehrichtsack voll Insekten verspeist wird.

Wespen und Hornissen sind in den meisten Fällen nicht so gefährlich, wie der Volksmund glaubt. Die Toxizität eines Wespen- oder Hornissen-Nestes reicht nicht aus, um einen Menschen zu töten.

Gefährlich sind allerdings Stiche in Rachen und Mund. Hier sollte schnellstmöglich ein Arzt beigezogen werden, weil starke Schwellungen auftreten können. Auch Allergiker haben ein erhöhtes Risiko.

Flugloch im Herbst gefahrlos schliessen

Abseits des Nestes entziehen sich Wespen und Hornissen bei Störungen oder Gefährdung durch Flucht. Attackiert wird nur in der Nähe des Nistplatzes. Helle Kleidung in Weiss oder Hellgrau beschränkt die Neugier der Tiere enorm. Ist die Kleidung dunkel oder grell wirkt das wie ein Magnet. Wespen bauen graue Nester, Hornissen haben braune, nach unten für den Kotaustritt offene Nester. Männliche Hornissen besitzen keinen Stachel.

Weil ein Nest nicht zweimal besiedelt wird, gibt es eine relativ einfache Möglichkeit zur Bekämpfung, sofern die Zeit dafür vorhanden ist. Man wartet bis im Herbst. Sind alle Tiere ausgeflogen, kann man das Einflugloch ins Haus verschliessen und das Nest gefahrlos entfernen. Ist ein sofortiges Entfernen angezeigt, kann die Umsiedlung mit einer Fangbox, einem speziellen Staubsauger und weiteren Utensilien erfolgen. Marco Willi verfügt über genügend Wissen und Erfahrung, um eine solche Umsiedlung abzuwickeln.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.