Neujahrsbegrüssung in Grabs: Warum der Kaminfeger einen Hut bekam

Die Neujahrsbegrüssung im Kirchgemeindehaus war geprägt von Reden, Volkstänzen und einer Sängerin.

Hanspeter Thurnherr
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Die beiden Redner Paul Grässli (links) und Niklaus Lippuner hier beim Apéro.

Die beiden Redner Paul Grässli (links) und Niklaus Lippuner hier beim Apéro.

Hanspeter Thurnherr

In seiner Neujahrsansprache zog der Grabser Gemeindepräsident Niklaus Lippuner «trotz Höhen und Tiefen» fürs vergangene Jahr eine positive Bilanz: interessante Begegnungen mit der Bevölkerung, die Legislaturziele im Fahrplan und ein starker Rückhalt in seiner Familie. Als schöne Momente erwähnte er unter anderem das Rheintal-Oberländische Schwingfest, den erste Schweizer-Meister-Titel des Squashclubs, die Eröffnung des Ersatzbaus Stütlihus, die Rezertifizierung mit dem Label Energiestadt Gold. Im Blick vorwärts erwähnte er seine Wünsche und Hoffnungen: Frieden auf der Erde, eine eigenständige, offene Schweiz, eine partnerschaftlich geprägte Region, ein von Ehrlichkeit, Vertrauen und Toleranz geprägtes Grabs.

Zum Geniessen: Der Apéro der Bäuerinnen lud zum Verweilen ein.

Zum Geniessen: Der Apéro der Bäuerinnen lud zum Verweilen ein.

Hanspeter Thurnherr

Kaminfegermeister Paul Grässli als Glücksbringer erzählte, warum ein Kaminfeger einen Hut anhat. Früher als Feueraufseher verhinderte er durch Abkratzen des Pechs in den Kaminen Hausbrände. Das gab Durst – und so erzählte er auch einiges, was er in den Häusern erlebte und sah. Das fanden die Leute nicht gut. Also wurde der Kaminfeger geadelt und somit schweigepflichtig. Das Zeichen des Adels war der Hut. Paul Grässli las auch aus seinem neuesten Büchlein «Menschenlieber» seine Definitionen von «Liebe ist…» vor und gab so Denkanstösse mit ins neue Jahr.

Gemeindepräsident tanzte mit der Kindertanzgruppe

Die Kindertanzgruppe Kreuzberg begeisterte mit ihren Volkstänzen.

Die Kindertanzgruppe Kreuzberg begeisterte mit ihren Volkstänzen.

Hanspeter Thurnherr

Die Kindertanzgruppe Kreuzberg erfreute unter der Leitung von Elisabeth Eggenberger die zahlreichen Besucher mit ihren Volkstänzen. Vom kleinen Buben bis zum grossen Mädchen waren sie mit Begeisterung dabei. Zum Schluss ihrer Darbietung luden sie verschiedene Personen aus dem Publikum auf die Bühne, um einen Tanz mitzutanzen. Man fühlte sich an «der Landamme tanzed» erinnert, als auch der Gemeindepräsident diese Herausforderung anpackte.

Legna Eggenberger sang sich mit ihrem Auftritt in die Herzen der Zuhörer.

Legna Eggenberger sang sich mit ihrem Auftritt in die Herzen der Zuhörer.

Ein weiterer Höhepunkt und eine Überraschung am von Gemeinderätin Katrin Schulthess organisierten Anlass war der Auftritt von Legna Eggenberger. Das Mädchen überzeugte als Sängerin mit Liedern von Adel Tawil («Ist da jemand») und den Fäaschtbänklern («Glück»). Da wächst ein grosses Talent heran. Den Abschluss bildete ein feiner Apéro der Werdenberger Bäuerinnen, der Gelegenheit zum Anstossen aufs neue Jahr gab.