Wartauer NLA-Volleyballspielerin Samira Sulser: «Für Düdingen ist vieles möglich»

Der 0:3-Klatsche beim Tabellenletzten Toggenburg zum Trotz: Das Team der Wartauerin Samira Sulser will in den Playoffs hoch hinaus.

Robert Kucera
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Gegen Toggenburg hatte Samira Sulser (Zweite von rechts) wie das gesamte Team von TS Volley Düdingen einen schlechten Tag.

Gegen Toggenburg hatte Samira Sulser (Zweite von rechts) wie das gesamte Team von TS Volley Düdingen einen schlechten Tag.

Bild: Robert Kucera

So hat sich Samira Sulser die Rückkehr in die Nähe der Region, wo sie ihren Sport erlernt hat, nicht vorgestellt. Die Wartauerin unterlag am Samstag in der letzten NLA-Quali-Runde mit TS Volley Düdingen in Wattwil Volley Toggenburg mit 0:3 (22:25, 22:25, 20:25). Ein Resultat, das erstaunt. Die Freiburgerinnen sind Vierte der Qualifikation und stehen im Cup-Halbfinal. Die Toggenburgerinnen sind abgeschlagene Tabellenletzte.

«Wir sind überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen», beschreibt Sulser den Anfang der Partie. Toggenburg zog gleich mal auf 12:3 davon. Am Fehlstart lag es aber nicht, dass Düdingen klar verlor. Die Gastgeberinnen waren technisch besser drauf und überzeugten auch punkto Kampf, Willensstärke und im mentalen Bereich. «Bei ihnen hat man das Feuer gespürt, die waren von Beginn weg bereit.» Die Freiburgerinnen schienen gar nie richtig in Wattwil angekommen zu sein. Oder wie es die 24-jährige Sulser nach der Partie treffend formuliert: «Das war wirklich ein schlechter, schlechter, schlechter Volleyballtag für uns.»

Für Playoffs gerüstet nach Tritt in den Allerwertesten

Der Zeitpunkt der Niederlage ist das Positivste, das Samira Sulser herauspickt. Sie bezeichnet das 0:3 als Tritt in den Allerwertesten, den man für die Playoffs nutzen kann. Im Viertelfinal trifft Düdingen auf Cheseaux (erstes Spiel am 22. Februar). Das Ziel: Die Best-of-five-Serie mit 3:0 zu gewinnen «und definitiv eine andere Seite zeigen als heute in Wattwil.» Der Tag, an dem nichts zusammenpasst, ist nun eingezogen. «Für Düdingen ist vieles möglich», hält sie fest. «Es kann weit gehen.» Allzu weit nach vorne will sie nicht schauen. Spiel für Spiel wolle man bestreiten, von Sieg zu Sieg eilen. «Wir haben auch eine
andere Seite und sind motiviert. Was uns noch etwas fehlt, ist die Konstanz.»

Dieses Manko kann aber rasch behoben werden. Denn im Spiel gegen Toggenburg war man der Stärke eines breiten Kaders beraubt, ein paar Stammspielerinnen traten die Reise nicht an. Wie Sulser betont, sei dies aber keine Entschuldigung für die Niederlage. «Unser Ziel war es, 3:0 gegen Toggenburg zu gewinnen», ist sie von der Qualität der Mannschaft überzeugt.

Wie gross diese ist, zeigen die Ergebnisse. Düdingen ist mit 35 Punkten das viertbeste Team der Quali-Phase. Das Spitzen-
Trio, bestehend aus Sm’Aesch Pfeffingen (45 Punkte), Kanti Schaffhausen und Viteos NUC aus Neuenburg (43 Punkte) ist aber in Reichweite. «Wir haben Aesch schon geschlagen, Neuenburg zweimal», sagt Sulser. Nur gegen Schaffhausen setzte es zwei Niederlagen ab. Doch ihr ist bewusst: «Es braucht gute Tage.» Solche hatte sie mehrmals diese Saison. «Es hat eine Steigerung gegeben, ich habe gute Spiele gezeigt», fasst sie zusammen. Um in den Playoffs in Fahrt zu kommen, sind für die Wartauerin mehrere Sachen von Bedeutung: «Morgens gute Trainings, gute Videoanalysen und genug schlafen.»