Wartau
Kauf von Bauland im «Büttel» war die Hauptattraktion an der Generalversammlung

Die Generalversammlung der Wohnbaugenossenschaft Oberschan (WGO) sagte Ja zum Wohnprojekt im «Büttel». Die WGO möchte entsprechende Wohnmöglichkeiten für ältere Mitmenschen schaffen. Die Wohnungen sind so geplant, dass sie auch für Behinderte im Rollstuhl das selbstständige Wohnen ermöglichen

Hansruedi Rohrer
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Der aktuelle Vorstand: Rolf Giezendanner, Valentin Gruber, Fredy Kuratli, Hansueli Vetsch und Peter Höhener.

Der aktuelle Vorstand: Rolf Giezendanner, Valentin Gruber, Fredy Kuratli, Hansueli Vetsch und Peter Höhener.

Bild: Hansruedi Rohrer

Auf der Bühne der Mehrzweckhalle begrüsste Präsident Rolf Giezendanner am Freitagabend 20 Stimmberechtigte zur 41. ordentlichen Generalversammlung der Wohnbaugenossenschaft Oberschan (WGO). Er hiess auch Regierungsrat Beat Tinner willkommen.

Die Traktanden konnten zügig behandelt werden. Der Jahresbericht des Präsidenten, die Jahresrechnung 2020 und auch die Anträge der Kontrollstelle erhielten Zustimmung. Im vergangenen Geschäftsjahr sind drei Genossenschaftsmitglieder verstorben: Paul Thalmann, Hansjakob Gabathuler und Hans Gauer. Ihnen galt eine Gedenkminute. Valentin Gruber konnte neu als Beisitzer in den Vorstand gewählt werden. Dieser besteht aus Rolf Giezendanner (Präsident), Hansueli Vetsch (Kassier), Fredy Kuratli (Aktuar), Peter Höhener und Valentin Gruber (Beisitzer).

«Wir freuen uns auf die grosse Herausforderung»

Die Haupttraktanden des Abends waren der Antrag zum Kauf des Baulandes im «Buttel» sowie die Kreditgenehmigung für den Bau eines Mehrgenerationenhauses an dieser Stelle. Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter gaben dem Vorstand grünes Licht für das Vorhaben. Das heisst, sie erteilten dem Vorstand die Vollmacht, das Bauland von 1213 Quadratmeter zum Kaufpreis von 275000 Franken sowie das Mehrgenerationenhaus Buttel zu totalen Anlagekosten von 3,712 Millionen Franken (inklusive Bauland und Projektierungskredit) zu realisieren.

Mit den Bauausführungen wird erst begonnen, wenn die Eigenmittel gesichert und die Bankfinanzierung geregelt sind. Vermietungen und Verkauf der Wohnungen liegen in der Kompetenz der Verwaltung. Mit der Zustimmung sei auch die Weiterführung der Wohnbaugenossenschaft Oberschan garantiert, sagte der Präsident. «Wir freuen uns auf die grosse Herausforderung, für Oberschan einen Beitrag leisten zu können, der auch die Zukunft dieses Dorfes massgebend beeinflussen wird», erwähnte Rolf Giezendanner.

Wohnmöglichkeiten für ältere Menschen

In Oberschan hat sich im Verlaufe der Jahre die Altersstruktur und die damit verbundene Wohnmöglichkeit verändert. Die WGO möchte entsprechende Wohnmöglichkeiten für ältere Mitmenschen schaffen. Die Wohnungen sind so geplant, dass sie auch für Behinderte im Rollstuhl das selbstständige Wohnen ermöglichen, heisst es im Projektbeschrieb für das geplante Mehrgenerationenhaus Buttel.

Das Wohnungsangebot gelte jedoch nicht nur ausschliesslich älteren oder behinderten Interessenten, sondern soll auch Jüngeren die Möglichkeit bieten, eine günstige Kleinwohnung mieten zu können, heisst es weiter. Im Erdgeschoss befinden sich nebst einem Mehrzweckraum zwei Zweieinhalbzimmerwohnungen und ein Einzimmerstudio.

Autolift hat wesentliche Vorteile

Das Obergeschoss enthält eine Zweieinhalbzimmerwohnung, eine Dreieinhalbzimmerwohnung sowie wiederum ein Einzimmerstudio. Das Dachgeschoss wird mit zwei Zweieinhalbzimmerwohnungen ausgestattet. Die Erschliessung des Gebäudes erfolgt über die bestehende Gemeindestrasse von Norden her. Das Spezielle am Erschliessungskonzept ist ein Autolift, welcher wesentliche Vorteile gegenüber den üblichen Zufahrtsrampen hat.

Die Ausrichtung des Gebäudes nach Osten hat Vorteile bezüglich Sonneneinstrahlung und Beschattung. Der nächste Schritt wird aber zuerst die Ausarbeitung des Baugesuches sein. Mit dem Baubeginn wird im August 2022 gerechnet, und das Mehrgenerationenhaus soll im Januar/Februar 2024 bezugsbereit sein.