Wangser Darsteller sind in «Dr Dorf-Scharmör» in Topform

Jubel und lang anhaltender Beifall bei der Mundartpremiere von «Dr Dorf-Scharmör» in Wangs: Das Publikum zeigte sich begeistert.

Ignaz Good
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Genuss bis zur letzten Minute: «Dr Dorf-Scharmör» besticht durch die richtige Mischung aus Komik und Kalkül.

Genuss bis zur letzten Minute: «Dr Dorf-Scharmör» besticht durch die richtige Mischung aus Komik und Kalkül. 

Bild: Ignaz Good

Diese Schweizer Premiere einer uralten Komödie aus Bayern hatte Folgen: Mit dem heiteren Volksstück «Dr Dorf-Scharmör» sorgte die Wangser Heimatbühne am Samstagabend im gutbesetzten «Sternen»-Saal beim Publikum für feuchte Augen (von den Lachtränen), für gerötete Handflächen (vom Applaudieren) und für überstrapazierte Zwerchfelle mit besten Aussichten auf einen Bauchmuskelkater.

In der Inszenierung von Nadia Good geht es – wie könnte es anders sein – um die Liebe, um Missverständnisse und lustige Verwicklungen.

Talentierte Wangser Theaterleute

Farbenfrohe und zugleich sorgfältig durchdachte Figuren bilden die schauspielerische Würze. Das eigenhändig von der Regisseurin Good umgeschriebene Stück mit angepassten Dialogen wurde an seiner Premiere mit schallendem Gelächter und Zwischenapplaus quittiert. Die schauspielerischen Fähigkeiten der acht Darsteller und die perfekt auf sie zugeschnittenen Rollen: Alles zusammen traf den Nerv des Publikums. Die Premiere wurde zum Vollerfolg.

«Man merkt, dass sie mit Lust und Leidenschaft spielen und eine tolle Regisseurin mit Händchen für das Besondere haben»,

bemerkte ein Zuschauer. «Beste Unterhaltung, prima gespielt», schwärmten gleich mehrere Besucher aus Walenstadt.

Da war einmal der Hauptdarsteller Hannes Grünenfelder, der innerhalb dreier Akte kein einziges Fettnäpfchen ausliess. In der Rolle des «Dorf-Scharmörs» verstand er, dem Stück einen besonderen Stempel aufzudrücken. Seine Topleistung wurde mitunter mit Szenenapplaus honoriert. Ebenso die Auftritte der jungen Theatertalente Annica Bisculm und André Willi, welche mit ihren erfrischenden Auftritten für zusätzliche Farbtupfer sorgten. Zum Vollerfolg steuerte Vereinspräsidentin Nadja Jonker das Ihre bei, indem sie die dankbare Rolle als dämliche Magd hervorragend ausreizte. Überhaupt ist die Besetzung perfekt. Jeder Darsteller formt seine Figur mit viel Liebe. Und bis zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse mit Komik und Kalkül. Nach dem Happy End toste ein Applaus, der die Akteure immer wieder ins Rampenlicht lockte. «Lachen», sagte ein Gast beim Verlassen des Saals, «ist doch das Wichtigste im Leben.» Vielleicht ein wahres, sicher aber ein gutes Wort.

Weitere Aufführungen

Bis und mit am 29. Februar folgen sieben weitere Aufführungen. «Dr Dorf-Scharmör» wird von der Wangser Heimatbühne an folgenden Daten gespielt: Samstag, 8. Februar, Samstag, 15. Februar, Schmutziger Donnerstag, 20. Februar, Freitag, 28. Februar, und Samstag, 29. Februar (Derniere). Die Vorstellungen beginnen jeweils um 19.45 Uhr. Dazu gibt es zwei Aufführungen am Sonntagnachmittag (9. Februar und 16. Februar) mit Beginn um 13.45 Uhr. Für weitere Informationen und Reservationen können sich Interessierte telefonisch erkundigen (Montag und Mittwoch von 18.30 bis 20.30 Uhr unter der Nummer 0797933807) oder unter www.theater-wangs.ch.