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Wald trotz lauter Bäumen sehen

25 000 Arten sind es im Kanton St. Gallen, die nicht ohne den Wald leben könnten. Ein Blick ins Geäst im Werdenberg und Obertoggenburg zeigt auf, wie viele Lebensbereiche der Wald berührt.
Jessica Nigg
Der Wald ist der ideale Ort, um die Batterien wieder für den stressigen Alltag zu füllen. (Bild: Jessica Nigg)

Der Wald ist der ideale Ort, um die Batterien wieder für den stressigen Alltag zu füllen. (Bild: Jessica Nigg)

Oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht – und andersherum fällt es noch schwerer, all die Dinge zu sehen die sich im Innern des Waldes verbergen. Der Blick ins Detail verrät, dass es der Wald in sich hat. Er ist nicht nur Heimat für unzählige Pflanzen, Tiere und andere Organismen, er gibt auch den Menschen viel. Zu den wichtigsten Leistungen des Waldes gehören die Holzproduktion, der Schutz vor Naturgefahren, Erholung und Naturschutz.

Damit der Wald seine Dienste tun kann, braucht es in unserem mittlerweile stark besiedelten Umfeld die Unterstützung des Menschen. Der St. Galler Forstdienst sorgt zusammen mit den Waldeigentümern für eine nachhaltige und naturnahe Pflege beziehungsweise Bewirtschaftung des Waldes, mit seinen rund 40 einheimischen Baumarten.

Waldnutzung bringt doppelten Nutzen

Im Kanton St. Gallen beträgt der Schutzwaldanteil 53 Prozent. Er schützt Menschen vor den diversen Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag, Rutschungen und Hochwasser. Ein Schutzwald muss gepflegt sein, damit er seine Wirkung entfalten kann. Ist er zu jung, rollen die Naturgewalten über ihn hinweg – ist er zu alt, wird er instabil. Der Forstdienst versucht deshalb, den Wald im Idealzustand zu halten, sprich gerade so viele Bäume zu fällen, dass das natürliche Gleichgewicht erhalten bleibt. Dabei liegt der gesamte Holzzuwachs in einem Wald jeweils über dem nutzbaren Anteil. Aufgrund der topografischen Verhältnisse oder mangelnder Erschliessung kann nämlich nicht jeder Wald bewirtschaftet werden. Weitere Faktoren, weshalb nicht die maximale Holzmenge genutzt wird, können auch tiefe Holzpreise sein, welche die Holzerntekosten nicht decken. Die effektiv genutzte Holzmenge beträgt im Kanton St. Gallen jährlich etwa 300 000 Kubikmeter, was nur Dreiviertel des nutzbaren Zuwachses entspricht. Beim geernteten Holz handelt es sich bei knapp 73 Prozent um Rundholz, bei 5 Prozent um Industrieholz und bei 22 Prozent um Brennholz.

Mit dem Holz, das der Wald produziert, sorgt er auch für Arbeitsplätze. Rund dreissig Forstbetriebe von öffentlichen Waldeigentümern und etwa zwanzig private Forstunternehmungen mit eigenem Personal gibt es im Kanton St. Gallen. Insgesamt sind rund 220 Personen als Waldarbeiter, Forstwarte, Förster und Forstingenieure in der Waldwirtschaft tätig. Die gesamte Holzbranche beschäftigt etwa 4700 Personen.

Wald als Quelle der Erholung

Während die Wälder der Region Dutzenden einen Arbeitsplatz bieten, sind es Tausende, denen sie als Rückzugsort für die Freizeit dienen. Der Wald bietet viele Möglichkeiten für Erholungssuchende und Sportler. Vom Spaziergang an diverse Kraftorte über abenteuerliche Bergab-Fahrten auf dem Mountainbike bis hin zur immer beliebter werdenden «Geocaching»-Schatzsuche per GPS ist die Palette der möglichen Freizeitbeschäftigungen im Wald sehr breit.

Den Wald erhalten

Damit der Wald auch in Zukunft auf so vielfältige Weise nützen kann, ist ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur für die Erhaltung dieses Lebensraumes, auf den rund 25 000 Arten angewiesen sind, unumgänglich. Bis heute sind 1976 Hektaren als Waldreservate ausgeschrieben, was 3,4 Prozent der kantonalen Waldfläche entspricht.

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