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Vorlesung mit einem Schalter zum leicht Grotesken

Der Ruggeller und in Grabs wohnhafte Schriftsteller Armin Öhri las am Samstagabend in der Biblio Sunneschy an der Vorderdorfstrasse 24 in Grabs aus noch unveröffentlichten Kurzgeschichten.
Hansruedi Rohrer
Armin Öhri hält mit der Lesung in der Biblio Sunneschy die Gäste unter Spannung. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Armin Öhri hält mit der Lesung in der Biblio Sunneschy die Gäste unter Spannung. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Es war eine eher kleine, dafür umso interessiertere Gästeschar, die sich in der Biblio Sunneschy von Heidi Gantenbein einfanden. Die Lesung von Armin Öhri versprach einiges, vor allem etwas Spezielleres, als gewohnt. «Der Schalter – Teil II», so lautete denn auch der Titel der Veranstaltung. Heidi Gantenbein begrüsste die Interessierten zum Leseabend und erwähnte, dass die Biblio Sunneschy seit dem 1. März dieses Jahres ein Verein sei. «Gleichzeitig ist das auch mein grosses Hobby», verriet die pensionierte Grabser Lehrerin.

Armin Öhri sagte, dass er seit zehn Jahren in Grabs wohne und nun erstmals hier eine Lesung veranstalte. Nebst Krimis, Roman-Werken mit geschichtlichem Hintergrund und weiterer Literatur ist er auch Herausgeber des Buches «Liechtenstein. Klein, aber oho». Und für seinen Kriminalroman «Die dunkle Muse» erhielt er den «European Prize for Literature».

Eichhörnchen-Sex und ein toter Praktikant

Den Werken von Armin Öhri ist auch gemein, dass unter anderem mindestens eine Person im Verlauf der Handlung ums Leben kommt. In Grabs «drückte» er alsdann am Samstag den Schalter «Krimi-Fantasy-Science Fiction-Absurd-Grotesk» und führte die Zuhörerschaft in eine literarische Welt mit dunklem und schrägem Humor. Da war von einem Todesalgorithmus die Rede, von skurrilen Eichhörnchen-Sex, von der Seesternzucht und von Experimenten mit kontaminiertem Wasser, von einer etwas grusligen Nacht im Leicheninstitut oder von der Dating-App des Grauens.

Da war der alte Bestatter Fritz, der jahraus jahrein mit dem Tod auf Du stand. Im Sicherheitssystem seines Beerdigungsinstituts ging für eventuelle Scheintote im Sarg dauernd der Alarm los und bescherte damit seinem Praktikanten Lukas einen widersinnigen Starkstromtod bescherte.

Oder die Geschichte vom autonomen Fahrzeug, welches mittels Gesichtserkennung auch die Leute auf der Strasse erkennt und ihnen ausweicht oder anhält. Aber wie ist das mit dem programmierten «Todesalgorithmus» für die Tiere, wie beispielsweise einer Kuh? Werden diese überfahren? Das Fazit der Zuhörenden an diesem Abend: Interessant, aber auch speziell. Dass Armin Öhri ausserordentliches Talent besitzt, ja gar selbst ein Talent ist, das ist unbestritten. Der sympathische Autor bewies das an diesem Abend zusätzlich mit seiner überaus menschenfreundlichen Gesprächskultur.

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