Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Voralpsee ist vor Hitze besser geschützt

Wie viele Gewässer in der Region leidet auch der Voralpsee in Grabserberg unter der Trockenheit dieses Sommers. Die Lage könnte aber weitaus prekärer sein, stellt der ehemalige Brunnenmeister klar.
Bianca Helbling
Hat optisch dank einiger Quellen weniger unter der Hitze gelitten: Der Voralpsee am Grabserberg. (Bild: Walter Roggensinger)

Hat optisch dank einiger Quellen weniger unter der Hitze gelitten: Der Voralpsee am Grabserberg. (Bild: Walter Roggensinger)

Obwohl der Wasserpegel des Voralpsees gefährlich tief scheint, ist er nicht vergleichbar mit den Minimalwerten des Jahres 1947. Angeblich war das Gewässer damals so stark ausgetrocknet, dass man auf seinem Grund Fussball habe spielen können. Der ehemalige Grabser Werkmeister Walter Roggensinger meint, das Ausbleiben dieser Katastrophe heuer ist vor allem einer bestimmten Quelle zu verdanken. «Als ich 1981 das Amt des Werkmeisters übernommen habe, wurde gerade mit der Fassung der Quelle ‹In den Bächen› begonnen». Bei zu geringer Wasserführung versickerte die Flüssigkeit, bis anhin noch bevor sie ihr Ziel erreicht hatte im Bachbett.

«Seit der Realisierung der Fassung dürfen nur noch 1000 Liter pro Minute für die Trinkwasserversorgung genutzt werden, der Rest wird dem See zugeführt. Dies bedeutet, dass zu Spitzenzeiten während der Schneeschmelze bis zu 3000 Liter pro Minute im Gewässer landen», so Walter Roggensinger Auch im Hitzesommer 2003 hat diese Massnahme den See erwiesenermassen vor dem Austrocknen gerettet.

Die Quelle als möglicher Lebensretter

Dennoch sind momentan auch beim Voralpsee die Auswirkungen der Dürre gut sichtbar. Dass die Situation ohne die gefasste Quelle weit kritischer wäre, zeigt der Blick auf die anderen Zuflüsse Langgnerbach, Nausbach und Chrüzwaldbach. Erstere beiden sind laut Roggensinger komplett ausgetrocknet. Einzig die «In der Bachen»-Quelle versorgt den See zurzeit noch mit immerhin rund 200 Litern pro Minute. Der ausgetrocknete Sämtisersee lässt erahnen, wie fatal die Verhältnisse beim Voralpsee ohne die Quelle wären, die dem Sämtisersee offensichtlich fehlt.

Doch ob diese Wassermenge ausreicht, um das Überleben der Fische zu sichern, ist ungewiss. In der Ausgabe vom 7. August berichtete der W&O über die Notlage, die sich im Voralpsee kontinuierlich zuspitzt. Roggensinger: «Die Wassertemperatur beträgt etwa 20 bis 22 Grad, was heikel ist. Bisher waren noch keine toten Fische sichtbar, aber die aktuell etwas nass-kalte Wetterphase entschärft die Situa tion keinesfalls. Dazu wäre mehr Regen nötig».

Wer fotografische Erinnerungen an den ausgetrockneten Voralpsee 1947 besitzt, darf diese gerne der W&O-Redaktion unter redaktion@wundo.ch zukommen lassen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.