Musikschule Werdenberg
Jugendliche Schüler spielten im Schloss Klassik über Rock bis Volksmusik

Der Ensemble-Abend der Musikschule auf Schloss Werdenberg teilte sich in zwei Konzerte auf.

Hanspeter Thurnherr
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Das Blockflöten-Ensemble von Elsbeth Gassner überraschte mit rockigen Klängen.

Das Blockflöten-Ensemble von Elsbeth Gassner überraschte mit rockigen Klängen.

Lange Zeit war ungewiss, ob überhaupt ein Ensemble-Abend möglich sein würde. So blieb den Lehrpersonen und Kindern letztlich nur wenig Vorbereitungszeit. Da coronabedingt die Zuhörerzahl auf Schloss Werdenberg beschränkt werden musste, entschieden sich die Verantwortlichen, zwei unterschiedliche Konzerte zu organisieren. Damit erhielten mehr Eltern Gelegenheit, ihr Kind beim Zusammenspiel mit anderen zu erleben. So konnte Musikschulleiter Dennis Mungo die Zuhörer jeweils mit den Worten begrüssen: «Wir freuen uns, dass es wieder möglich ist, zu spielen - und erst noch in diesem speziellen Ambiente».

Eröffnet wurde der Abend von drei Ensembles unter der Leitung von Markus Nauer. Zuerst erfreute die Stubenmusik Härtl Werdenberg mit dem Alten Walzer das Publikum. Anschliessend erstaunte die Örgeligruppe Gams City mit dem Evergreen «Heimweh». Denn die fünf jungen Musikantinnen und Musikanten schafften die nicht einfachen Herausforderungen im Zusammenspiel mit Bravour. Beim Arin-Quartett in der Besetzung Hackbrett, Geige und Örgeli wähnte man sich bei den Appenzeller Klängen des bekannten Stücks «Bim chlinä Füchsli» schon fast im «Alpstee». Nun «fusionierten» die beiden letzteren Formationen und wandelten musikalisch «Uf hecha Bergä».

Die «Örgeligruppe Gams City» schaffte das Zusammenspiel mit Bravour.

Die «Örgeligruppe Gams City» schaffte das Zusammenspiel mit Bravour.

Bild: Hanspeter Thurnherr

Junge Gitarristinnen spielten erstaunlich sicher

Das Gitarren-Ensemble unter der Leitung von Dennis Mungo setzte das Konzert mit fünf mehrstimmigen kurzen Stücken fort. Dabei liessen die drei Mädchen sowohl melodisch wie rhythmisch unterschiedliche Melodien mit erstaunlicher Sicherheit erklingen. Zum Abschluss des ersten Konzertes überzeugten die «Bach-Strings» unter der Leitung von Brigitta Bach mit einer vielseitigen Kostprobe ihres Könnens. Auffällig war, wie sauber und klar die sechs Violin-Schülerinnen die Saiten bei den sieben klassischen wie modernen Stücken zum Klingen brachten.

Das Gitarren-Ensemble spielte «Bridge over Troubled Water» ohne Trouble.

Das Gitarren-Ensemble spielte «Bridge over Troubled Water» ohne Trouble.

Bild: Hanspeter Thurnherr

Den zweiten Block eröffnete – vor neuem Publikum – ein weiteres Gitarren-Ensemble von Dennis Mungo. Besonders beeindruckten die zwei Schüler und die Schülerin mit «Bridge over Troubled Water» von Paul Simon, reisten musikalisch aber auch nach Schottland. Mehrheitlich rockig war die Darbietung des Blockflöten-Ensembles von Elsbeth Gassner. So erklang unter anderem playback-unterstützt der bekannte ABBA-Song «Souper Trouper». Den ruhigen Ausklang bildete ein Schlaflied. Doch Schlafenszeit war definitiv noch nicht.

Zuhörer nach Irland und Schottland entführt

Konzentriert bei der Sache: Ein Teil des Ensembles «String Fun».

Konzentriert bei der Sache: Ein Teil des Ensembles «String Fun».

Denn nun kam «String-Fun» unter der Leitung von Raikan Eisenhut auf die fiktive Bühne im dritten Stock des Schlosses. Dieses Violin-Ensemble, ergänzt durch Klavier und Gitarre, entführte die Zuhörer nach Irland und Schottland. Auf dem Programm standen traditionelle Fidel-Melodien. Mal rassig und schwungvoll, mal eher leicht und ruhig, war die Auswahl dieser Stücke abwechslungsreich. Die acht Schülerinnen und Schüler gefielen mit ihrer Selbstverständlichkeit, wie sie diese tänzerischen Melodien umsetzten.

Thomas Gnägi, Leiter Schloss Werdenberg, bedankte sich zum Schluss bei den jugendlichen Musikantinnen und Musikanten mit einer süssen Gage in Form eines Schloss-Spitzbuben oder -mädchens.